Off Peak Arson - Off Peak Arson

Whoa, was für ei­ne ex­zel­len­te De­büt-EP hat da ei­ne Band aus Mem­phis, Ten­nes­see ab­ge­lie­fert! Der Ope­ner hat was von Dri­ve Li­ke Je­hu und Hot Sna­kes im krea­ti­ven Over­dri­ve-Mo­dus, au­ßer­dem auch et­was Me­at Wa­ve, Mys­tic Ina­ne, Tu­nic und Wymyns Pry­syn an Bord. Als nächs­tes wird dann mal di­rekt zwei Gän­ge run­ter ge­schal­tet mit ei­ner Post­punk-Num­mer, in der ein pul­sie­ren­der Beat mit ei­ner or­dent­li­chen La­dung Fly­ing Nun-Psy­che­de­lia kol­li­diert so­wie ei­nem ge­wis­sen Sau­na Youth Vi­be. Letz­te­rer durch­dringt auch die zwei dar­auf fol­gen­den Ga­ra­ge Punk-Knal­ler mit An­flü­gen von Ex-Cult, frü­hen Teen­an­ger oder Dumb Punts, wo­bei der Sound gra­du­ell in ei­nen an Go­to­beds, Slee­pies oder B-Boys er­in­nern­den Post Punk und In­die Rock-Sound mor­pht… nur um mit­ten im Raus­schmei­ßer Warm Sa­tel­li­te er­neut sei­ne Ge­stalt zu ver­wan­deln und die Plat­te mit ei­nem Swer­ve­dri­ver-ar­ti­gen Slow Jam zu be­schlie­ßen. Oh­ne Scheiß, die­se Plat­te leis­tet sich ein­fach kei­ne ein­zi­ge Schwä­che!

Al­bum-Stream →

Bootlicker - Bootlicker

Mit bis­lang vier EPs via Ne­on Tas­te auf dem Kerb­holz ha­ben Bootlicker aus Van­cou­ver bis­lang aus­schließ­lich ins Schwar­ze ge­trof­fen, war­um al­so ir­gend­was dran än­dern? Sie ver­su­chen das auch gar nicht und ent­spre­chend zeigt sich ih­re Mach­art von schnör­kel­los-old­schoo­li­gem Hard­core-Fön auch auf dem ers­ten Lang­spie­ler weit­ge­hend frei von Über­ra­schun­gen und den­noch von An­fang bis En­de mit­rei­ßend.

Al­bum-Stream →

During - Birds of Juneau /​​ Big Farmer

Chun­klet In­dus­tries haut mal wie­der die Schei­ße ka­putt mit die­ser De­büt-7" ei­ner Noi­se Rock- /​ Post Punk-Su­per­group, ei­ne ge­ra­de­zu un­hei­li­ge Drei­ei­nig­keit be­stehend aus Mit­glie­dern von Spray Paint, Wil­ful Boys und Bran­dy. Ihr Sound be­inhal­tet deut­li­che An­lei­hen von al­len drei ge­nann­ten Bands oh­ne da­bei all­zu vor­her­seh­bar zu klin­gen. Die A-Sei­te ver­sprüht in der Tat die­sen ge­wis­sen Spray Paint-Vi­be wäh­rend der zwei­te Track sich et­was stär­ker in Rich­tung der an­de­ren bei­den Bands raus­lehnt. Des­wei­te­ren wird uns auch schon ein Lang­spie­ler für den Herbst ver­spro­chen, al­so hal­tet mal ein Au­ge drauf!

Pigeon - Deny All Knowledge Of Complicity

War ihr selbst­be­ti­tel­tes 2018er De­büt wohl ih­re ver­spiel­tes­te und die dar­auf fol­gen­de Bug-EP ih­re kom­pro­miss­lo­ses­te Plat­te, so prä­sen­tiert ih­re kürz­lich via adagio830 er­schie­ne­ne zwei­te LP ganz klar ei­ni­ge der bis­lang prä­zi­ses­ten, schnör­kel­lo­ses­ten und doch un­ver­schämt aus­ge­fuchs­ten Song­kon­struk­te der Ber­li­ner. Wie ge­habt er­in­nert mich das an so vie­le her­aus­ra­gen­de Gen­re-Mit­strei­ter in­ner- und au­ßer­halb Ber­lins. Et­wa an Ne­ga­ti­ve Space, Pret­ty Hurts, Rank/​Xerox, Di­ät, Pu­blic Eye, Exit Group, Nag… die Lis­te könn­te ewig so wei­ter­ge­hen. In an­de­ren Wor­ten: Erst­klas­si­ger Scheiß!

Al­bum-Stream →

Pizza Boys - A La Mierda con Papa John's​.​.​. Acá Están Los Pizza Boys

In ei­ner so­wie­so schon stark ei­er­mä­ßig ge­präg­ten Wo­che bleibt mir zu die­ser De­büt-EP nur zu sa­gen, dass die ge­gen­wär­ti­ge Ei­er­kopp-Re­vo­lu­ti­on jetzt of­fen­bar auch in Chi­le ers­te Chap­ter er­öff­net und das al­lei­ne macht mich schon aus­ge­spro­chen glück­lich. Es scha­det na­tür­lich auch nicht, dass es sich gleich in so ei­ner schi­cken klei­nen Spaß­ka­no­ne von ei­ner Plat­te ma­ni­fes­tiert.

Al­bum-Stream →

Mainframe - Employee /​ RIP

Und noch ei­ne Good­bye Boo­zy 7", dies­mal von ei­nem Trio des­sen Lin­eup für den ein­ge­weih­ten Ga­ra­ge-, Syn­th und Egg­punk-Ken­ner ei­nem feuch­ten Fie­ber­traum gleich­kommt mit Ver­bin­dun­gen et­wa zu Skull Cult und dem hal­ben Wart­t­man-Im­pe­ri­um. Das Re­sul­tat ist mi­ni­mal über­ra­schend aber ma­xi­mal über­zeu­gend.

Satanic Togas & Zoids - Split 7"

Wo ich ge­ra­de eh schon des dunk­len Fürs­ten liebs­te Klei­dungs­ar­ti­kel an­spre­che… die Ty­pen be­strei­ten ge­ra­de die Hälf­te ei­ner tol­len Split 7" auf Good­bye Boo­zy und lie­fern dar­auf zwei kur­ze und treff­si­che­re Knal­ler ab, wo­bei Stran­ge At­trac­tion ei­nen deut­li­chen Buck Bil­oxi & The Fucks Vi­be ver­strömt.
Die Zo­ids-Sei­te weiß das per­fekt zu er­gän­zen und schlägt weit­ge­hend in ei­ne ähn­li­che Ker­be mit ei­nem schön ge­ra­de­aus ro­cken­den Ein­stieg, ge­folgt von ei­nem un­gleich schrä­ge­ren, aber nicht we­ni­ger ver­gnüg­li­chen Song.

Al­bum-Stream →

Easy Ego - Spit On Your Bitch

Mei­ne fein ab­ge­stimm­ten Ano­ma­lie-De­tek­to­ren wei­sen auf ver­däch­ti­ge Ei­er­kopf-Ak­ti­vi­tät in Bel­gi­en hin, aus­ge­hend von ei­ner Ein-Mann-Band aus Brüs­sel. Und was für ein net­ter klei­ner Klum­pen aus Qua­li­täts­lärm das doch ge­wor­den ist. Freun­de von Bands wie Warm Exit, Set-Top Box, R.M.F.C. oder Sa­ta­nic To­gas, froh­lo­cket! Oben­drein hat das noch ei­nen un­ter­schwl­li­gen Ker­ker-Ge­ruch und in Hor­se Power rutscht doch tat­säch­lich ein un­er­war­te­ter Spray Paint-goes-Ga­ra­ge Punk Vi­be durch.

Al­bum-Stream →

Detestados - Unidos

Es scheint als hät­te die zwei­te LP die­ser Band aus Aus­tin, Te­xas jetzt schon ei­ne gan­ze Wei­le auf ih­rer Band­camp-Sei­te weit­ge­hend un­be­merkt vor sich hin ge­gam­melt. Das muss sich jetzt än­dern. Die Plat­te be­ginnt nicht ganz un­ähn­lich zum me­lo­di­schem Ga­ra­ge Punk und Power­pop et­wa von Va­guess oder den Boo­ji Boys, be­wegt sich an­schlie­ßend aber eher durch di­ver­se Ite­ra­tio­nen ei­nes leicht KBD-mä­ßi­gen, ir­gend­wo zwi­schen Ga­ra­ge und Hard­core sit­zen­den Sounds im Um­feld von Laun­cher, Li­quid As­sets, Fried Egg oder Frea­kees… und ge­le­gent­lich auch mit ei­nem sub­ti­len Gun Club-Vi­be. Au­ßer­dem gibt es noch ei­ne wun­der­bar chao­ti­sche Co­ver­ver­si­on von Minutemen's Co­ro­na, die kein biss­chen saugt. So, und jetzt geht bit­te al­le auf de­ren Band­camp auf dass sie reich und be­rühmt wer­den!

Al­bum-Stream →

Kerø - Four Track Demo

Ein wei­te­res vor­züg­li­ches Über­bleib­sel aus der letz­ten Wo­che ist die­se De­büt-EP ei­ner aus­tra­li­schen Band mit vier ge­ra­de­zu per­fek­ten Hard­core-meets-Ga­ra­ge Punk-Knall­kör­pern, wo­bei das ein­fa­che und ziem­lich un­sub­ti­le Frus­tra­ted Youth nicht we­ni­ger als ei­ne ab­so­lut zeit­lo­se Hym­ne ab­gibt. Zwangs­läu­fig er­in­nert mich das an Ce­ment Shoes und im ge­rin­ge­ren Maß auch an frü­he­re Electric Chair, Chain­shot oder Exxon.

Al­bum-Stream →