Las Hiedras - Contradicciones

Ei­ne sehr coo­le klei­ne De­büt­ver­öf­fent­li­chung von ei­ner Band aus Bue­nos Ari­res. Al­les dreht sich um ei­nen mehr oder we­ni­ger old­schoo­li­gen, Sa­xo­phon-ver­edel­ten und va­ge an die Down­town Boys er­in­nern­den Ga­ra­ge- und Art Punk-Sound, der auch ein paar Ab­ste­cher et­wa in die Post­punk-Zo­ne oder '77-ge­tränk­ten Power­pop zu­lässt, was die Sa­che im­mer span­nend hält. Noch geht nicht je­der Ver­such zu 100% auf (Ya no soy hat als Song ein­fach zu we­nig Fett auf den Rip­pen), aber das meis­te fluppt doch ganz vor­züg­lich.

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Full Toilet - Why

Als Ge­gen­ge­wicht zum letz­ten Bei­trag ist hier mal ein mu­sik­ge­wor­de­ner Shit­post von ei­nem Ty­pen aus Se­at­tle, der zu­fäl­lig auch in der ei­nen oder an­de­ren lo­ka­len Sze­ne-Le­gen­de sei­ne Fin­ger mit drin hat­te. Ei­ne Rock­oper in vier­zehn Ak­ten, die auf ein hand­li­ches 7"-Format ein­ge­schrumpft wur­de und sich et­was an­fühlt wie ei­ne Ver­schmel­zung aus 80er No­me­ans­no, frü­hen Mi­nu­te­men und Sac­cha­ri­ne Trust… aber ver­mut­lich hab ich jetzt schon zu viel drü­ber nach­ge­dacht.

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Needles/​/​Pins - Needles/​/​Pins

Nicht viel ver­än­dert sich je­mals in der Mu­sik von Needles/​/​Pins aus Van­cou­ver und in so Scheiß­jah­ren wie den letz­ten an­dert­halb kann die­se Ver­traut­heit über­aus be­ru­hi­gend wir­ken. Sie spie­len im­mer noch die­se ge­wis­se Art von Punk Rock… ihr wisst schon. Die voll­kom­men un­sub­ti­le und ganz un­cool auf­rich­ti­ge, die emo­tio­na­le, me­lo­di­sche, eu­pho­ri­sche, Folk- und Ame­ri­ca­na-ge­tränk­te Mach­art, die im­mer zu pein­li­chem Mit­ge­sin­ge und emo­tio­na­lem Aus­druck im Pu­bli­kum führt. Ein­fach ab­ar­tig. Ich ver­mis­se es ge­ra­de so sehr…

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Egg Idiot - Egg Idiot

Ir­gend so'n Kel­ler­ho­cker in Leip­zig spielt mit piep­sen­der Hard­ware und Auf­nah­me­ge­rä­ten rum, hat da­bei noch nicht ganz be­grif­fen, dass er sich da­mit an die vor­ders­te Front des gu­ten Kamp­fes in der Ei­er­kopf-Re­vo­lu­ti­on be­för­dert. Die Plat­te ist ein ver­damm­tes Meis­ter­stück das ihr al­le in eu­rem Le­ben braucht. Ich hab sie erst ein­mal ge­hört und füh­le mich jetzt schon schlau­er und aus­ge­wo­ge­ner - zur vol­len Er­leuch­tung kann es nicht mehr weit sein. Und wo ich ja selbst lang­sam alt und wei­se wer­de, kann ich es kaum ge­nug er­wäh­nen wie stolz ich auf den klei­nen Schei­ßer bin.

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Maske - Tape 2

Die Ber­li­ner Sze­ne, wo je­der Mu­si­kant heim­lich auch in je­der an­de­ren Par­ty­ka­pel­le für Ver­stim­mung sorgt, hat schon wie­der et­was fal­len ge­las­sen. Kurz­spie­ler № 2 von Mas­ke be­ginnt in et­wa wie S.Y.P.H. ge­fil­tert durch Wire und Crass, kann au­ßer­dem auch Weird­core á la Stink­ho­le, Stutt­gart-Sound-aber-fun und nicht zu­letzt an Mem­bra­nes er­in­nern­de Post Punk- und Pro­to Noi­se- Skiz­zen. Manch­mal ver­sucht man et­was Eng­lisch. Auch das hat ei­nen ge­wis­sen Charme.

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Can Kicker - Demo

Das De­mo die­ser Band aus Car­diff lockt den Hö­rer zu­erst mit et­was der­bem Hard­core­ge­klöp­pel auf die fal­sche Fähr­te, dann wird aber schnell klar, dass die­ser Spreng­satz aus kon­zen­trier­ter Lo­Fi-En­er­gie deut­lich mehr Sub­stanz un­ter der Hau­be hat. Ein­mal den dich­ten Ne­bel aus Fuzz und Dis­tor­ti­on durch­drun­gen, of­fen­bart sich ein me­lo­di­sches Far­ben­spiel und ein Klang­kos­tüm mit Zu­ta­ten aus Post Punk und Noi­se Pop, das ins­ge­samt et­was wie ein zot­te­li­ger Misch­ling aus Sie­ve­head und Pi­les an­mu­tet.

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Flat Worms - The Guest /​ Circle 7"

Ziem­li­cher Re­gel­be­trieb auf der neu­es­ten 7" der Flat Worms aus L.A.. Will mei­nen: ast­rei­ner Qua­li­täts­scheiß mal wie­der in Form zwei­er Songs, die ih­re ur­ein­ge­ne For­mel mit Be­stand­tei­len von Ga­ra­ge-, Post Punk und et­was Noi­se-Brand­be­schleu­ni­ger ge­wohnt kom­pakt auf den Punkt brin­gen. Flat Worms blei­ben zu­ver­läs­si­ge Krach­lie­fe­ran­ten mei­nes Ver­trau­ens.

The Smog - First Time, Last Chance

Nur um das mal klar­zu­stel­len: Wenn ihr mich über­zeu­gen wollt, dass ich um­ge­rech­net ~4,60€ da­für be­zah­le um gan­ze zwei Songs run­ter­zu­la­den, dann soll­ten die­se zwei Songs bes­ser mal ver­dammt bril­li­an­te, über je­den Zwei­fel er­ha­ben­de Ka­no­nen sein. Aber ver­dammt bril­li­an­te, über je­den zwei­fel er­ha­be­ne Ka­no­nen… ja das sind die­se Songs ei­ner Band aus To­kyo frag­los. Die Kas­se darf al­so mal klin­geln.

Mononegatives - Apparatus Division

Die Band aus Lon­don (On­ta­rio, Ka­na­da) hat in­zwi­schen schon 'ne Hand­voll ganz net­ter EP's ab­ge­son­dert, aber erst auf ih­rem neu­en Lang­spiel­de­büt geht die Sum­me der Tei­le mal so rich­tig auf in zwölf 12­XU-zer­ti­fi­zier­ten Kil­l­er­tracks aus char­mant ver­spul­tem, hoch­ein­falls­rei­chem und ta­del­los vor­wärts ge­hen­dem Ga­ra­ge-, Syn­th- und Post Punk mit An­klän­gen an Useless Ea­ters, Pow!, Ex-Cult und Pre­d­a­tor.

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Coach - Coach

Ei­ne rau­bei­ni­ge aber auch ziem­lich me­lo­di­sche Wall Of Sound er­rich­tet das De­büt­al­bum die­ser Band aus Aar­hus, ein Klang­bild zwi­schen den Wel­ten von Noi­se Pop, Art- und Post Punk, glei­cher­ma­ßen an Tek­s­ti TV 666 und The Men der Open Your He­art-Ära er­in­nernd, an 80er So­ni­cY­outh-is­men und nicht oh­ne ei­ne ge­wis­se MX-80-Kan­te. Als ob das al­les noch nicht ver­lo­ckend ge­nug wä­re, macht oben­drein noch ei­ne ru­he­lo­se Blä­ser­sek­ti­on jeg­li­chen Wi­der­stand zweck­los.

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