Free Machines - 2018 Tour Tape

Free Machines - 2018 Tour Tape

Irgend­wie ver­misse ich die Reso­nars und ihren ganz spe­zi­el­len Gara­ge­punk-meets-Bri­tish-Inva­sion Sound ja sehr. Abge­mil­dert wird der Ent­zug durch eine Band aus der glei­chen Nach­bar­schaft (Reso­nars Mas­ter­mind Matt Ren­don zeich­net sogar für die Pro­dunk­tion ver­ant­wort­lich) in Tuc­son, Ari­zona, die ihnen manch­mal zum ver­wech­seln ähn­lich klingt und auch song­tech­nisch eini­ges auf dem Kas­ten hat.

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Jeez Louise - Demonstration Recording

Jeez Louise - Demonstration Recording

Das erste Tape die­ser Spa­cken aus Chi­cago kommt schon mal sehr sym­pa­thisch rüber mit Gara­ge­punk und einem leich­ten 77er Vibe, der ein­fach ver­dammt viel Spaß macht und dabei abgeht wie ein Zäpf­chen mit Rake­ten­an­trieb.

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Neurotic Fiction - Pulp Music

Neurotic Fiction - Pulp Music

Ein etwas eigen­wil­li­ger Genre-Grenz­gän­ger ist das Lang­spiel­de­büt die­ser Band aus Bris­tol. Melan­cho­li­scher Jangle Pop fließt mit klas­si­schem Indie­rock und Sur­fein­flüs­sen zusam­men, ange­rei­chert um ver­ein­zelte Anflüge von (Post-)Punk und gar ein wenig vom etwas ent­spann­te­ren Dischord Sound der 00er Jahre. Als sehr vage Ori­en­tie­rungs­hilfe hätte ich da Flesh World im Ange­bot, aber eigent­lich klin­gen Neu­ro­tic Fic­tion wie keine andere Band der­zeit, kochen ihr ganz eige­nes und frag­los sehr schmack­haf­tes Süpp­chen.

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Priors - New Pleasure /​ Priors - Priors

Priors - New Pleasure / Priors - Priors
Priors - New Pleasure / Priors - Priors

Zwei Bands mit iden­ti­schem Namen aber von zwei ver­schie­de­nen Kon­ti­nen­ten haben am glei­chen Wochen­ende jeweils ihr aktu­el­les Album ver­öf­fent­licht. Rei­ner Zufall? Beide Plat­ten kön­nen jeden­falls rich­tig was.

Die ers­ten Pri­ors kom­men aus Mont­real, haben ihre Platte bei Slo­venly Record­ings unter­ge­bracht und zu hören gibt's Gara­ge­punk von ver­gleichs­weise gerin­ger Ori­gi­na­li­tät, was aber durch eine ver­dammt ener­gi­sche Dar­bie­tung mehr als aus­ge­gli­chen wird.

Die ande­ren Pri­ors kom­men aus Mel­bourne und die Platte gibt's vom Lon­do­ner Label La Vida Es Un Mus Dis­cos. Dar­auf setzt es ziem­lich der­ben Hard­core­punk, wie ich ihn am liebs­ten hab: ver­gra­ben unter einer fin­ger­di­cken Dreck­schicht aus Noise. Dabei hält sich die Band glück­li­cher Weise nicht allzu strikt an die aus­ge­lutsch­ten Genre-Strick­mus­ter.

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Mini Skirt - Hello Possums

Mini Skirt - Hello Possums

Zwei neue Songs der Garage Punk/​Pub Rock Combo aus dem aus­tra­li­schen Byron Bay zum stil­vol­len ange­pisst sein über, you know… das Scheiß­sys­tem oder so. Kann man ja wenigs­tens Spaß bei haben.

D.U.D.S. - Immediate

D.U.D.S. - Immediate

D.U.D.S. kamen mir erst­mals mit einer sehr anspre­chen­den 7" auf Mater­nal Voice unter. Es folgte ein Lang­spie­ler auf Castle Face, der - wenn ich auch das Mate­rial teil­weise noch etwas unaus­ge­go­ren fand - den­noch ein star­kes Inter­esse am wei­te­ren Schaf­fen der Band aus Man­ches­ter in mir weckte. Inzwi­schen ist auch schon der Nach­fol­ger via Opal Tapes zu bekom­men und der trifft ein­fach nur kon­stant ins Schwarze mit sei­nen zacki­gen Groo­ves, die unver­meid­li­che Asso­zia­tio­nen zum bri­ti­schen Post­punk der uralten Schule á la Fire Engi­nes, Trans­mit­ters oder Despe­rate Bicy­cles her­vor­ru­fen, aber auch bewun­de­rern aktu­el­ler Bands wie Pill oder The World sicher gut in den Kram pas­sen.

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Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hamil­ton aka Ricky Hell, der hier unter ande­rem schon mit sei­ner alten Band Fasci­na­ting  und außer­dem mit einem tol­len Solo-Tape auf­fiel hat inzwi­schen sei­nen Wohn­sitz von Cleve­land nach Los Ange­les ver­legt, vor­her aber noch schnell eine neue EP auf­ge­nom­men. Ohne seine Void­boys dies­mal, was sich in einem weni­ger knar­zi­gen Sound nie­der­schlägt. Davon abge­se­hen begeg­net einem hier aber eine sehr ähn­lich lie­bens­werte Mischung aus Power-, Fuzz- und Gara­gen­pop.

Bad Sports - Constant Stimulation

Bad Sports - Constant Stimulation

War ja klar, dass der inzwi­schen fünfte Lang­spie­ler der Band aus Den­ton, Texas mal wie­der ast­reine Qua­li­tät ablie­fert. So rou­ti­niert und zuver­läs­sig einen gara­gig ange­kratz­ten Power­pop-Knal­ler nach dem ande­ren aus dem Ärmel schüt­teln, das kön­nen nicht so viele. Nach wie vor ein Muss für Freunde von Bands wie Radioac­tivity (zu denen hier auch per­so­nelle Über­schnei­dun­gen bestehen), Diar­r­hea Pla­net oder Bed Wet­tin' Bad Boys.

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Pill - Soft Hell

Pill - Soft Hell

Auf ihrem zwei­ten Lang­spie­ler gibt die New Yor­ker Post­punk-Band ihrem Sound eine unge­ahnt grif­fige Kon­tur und jede Menge Fein­schliff. Dabei muss natür­lich die expe­ri­men­telle Kante der Vor­gän­ger deut­lich kür­zer tre­ten, dafür wirkt jeder Song sorg­fäl­tig kon­stru­iert und aus­ba­lan­ciert. Das Ergeb­nis ist ihre stärkste Platte bis­her; über­ra­schend homo­gen und zugäng­lich, den­noch abwechs­lungs­reich und viel­schich­tig, jeder Song  ein Voll­tref­fer. Reife Leis­tung.

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Ghost Guilt - Mating In Captivity

Ghost Guilt - Mating In Captivity

Die zweite EP die­ser Band aus Durham macht schon mal eine äußerst sym­pa­thi­sche Figur mit drei melo­di­schen Kra­chern irgendwo zwi­schen Fuzz Punk und 90er Indie Rock.