Sex Tourists – Sex Tourists

Sex Tourists - Sex Tourists

Mit ihrem Demo vor gut zwei Jah­ren hab ich das Duo aus Syd­ney sofort ins Herz geschlos­sen und ihr ers­ter Lang­spie­ler auf Para­dise Daily Records weiß mich nicht weni­ger zu begeis­tern. Wavi­gen Weirdo-Syn­th­pop gibt es zu ver­dauen, der gleich­zei­tig ver­spielt und ver­spult, immer etwas ver­stört und neben den Spur erscheint. Ein­fach nur pas­send dazu sind die blei­schwe­ren Lyrics, deren Blick kon­stant auf den Abgrund fixiert bleibt. Die drei Songs des Demos wer­den hier auch noch­mal auf­ge­wärmt. Über­haupt kein Pro­blem, die höre ich mir gerne noch ein­mal an.



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Deltoids – Demo

Deltoids - Demo

Die erste Ton­kon­serve die­ser Ber­li­ner Band stellt sich als ein vor­züg­lich flup­pen­des Ener­gie­bün­del aus räu­di­gem Punk, Garage und einem Sprit­zer Hard­core her­aus. Klingt jetzt sicher nicht so span­nend, aber der Teu­fel liegt bei sowas ja bekann­ter­ma­ßen im Detail und in die­sen vier Songs kommt ein­fach alles sowas von auf den Punkt. Es scha­det dabei sicher nicht, dass auch die Dar­bie­tung ganz hoch­qua­li­fi­ziert Popo zu tre­ten weiß.


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Escape-ism – Introduction To Escape-ism

Escape-ism - Introduction To Escape-ism

Da ist sie, die bereits dritte Ver­öf­fent­li­chung vom washing­to­ner Sze­ne­ve­te­ran Ian Sveno­nius in die­sem Jahr, nach­dem es schon zwei Alben sei­ner aktu­el­len Band Chain And The Gang zu ver­ar­bei­ten gab. Hin­ter dem Namen Escape-ism ver­birgt sich sein aktu­el­les Solove­hi­kel und des­sen ers­ter Lang­spie­ler kommt mit aus­ge­spro­chen mini­ma­lis­tisch Instru­men­tier­tem, deut­lich kru­de­rem Gara­gen­blues daher als man es von sei­nen jün­ge­ren Pro­jek­ten gewohnt ist. Das ist nicht ganz unähn­lich zu sei­nem etwas älte­ren, teil­elek­tro­ni­schen Sei­ten­pro­jekt XYZ. Man stelle sich eine abge­speckte Ver­sion davon vor, die dann mit dem Mini­mal-Elek­tro­punk alter Sui­cide Plat­ten kol­li­diert. So unge­fähr kommt das hin.



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Tarantüla – Weird Tales of Radiation and Hate

Tarantüla - Weird Tales of Radiation and Hate

Eine wei­tere aus­ge­zeich­nete EP von der Band aus Chi­cago. Die auf dem Vor­gän­ger noch deut­lich wahr­nehm­ba­ren, der Vor­gän­ger­band Cülo geschul­de­ten Hard­core-Wur­zeln tre­ten dar­auf wei­ter in den Hin­ter­grund, dafür ent­fal­tet sich der neue Sound aus Garage- und Post­punk, mitt-80er Post­core (Naked Ray­gun las­sen grü­ßen…) und ein wenig Noise in vol­ler Pracht. Ihr kom­pak­tes­tes und zugäng­lichs­tes Stück Lärm bis­her.


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Bed Wettin‘ Bad Boys – Rot

Bed Wettin' Bad Boys - Rot

Mit den Power­pop­pern aus Syd­ney hatte ich eigent­lich kaum noch gerech­net, immer­hin sind seit ihrem Debüt­al­bum Ready For Bore­dom schon knapp fünf Jahre ins Land gezo­gen. Man möge mir also ver­zei­hen, dass ich die Band inner­lich schon unter „ist mal gewe­sen“ ein­sor­tiert hatte. Ihr neuer Lang­spie­ler prä­sen­tiert die Band jeden­falls in über­ra­schend guter, fri­scher Form. Die elf Songs gehö­ren durch­weg zu ihrem bes­ten Mate­rial und wur­den hier in einer unglaub­lich beherz­ten, vor Spiel­freude bers­ten­den Dar­bie­tung fest­ge­hal­ten. Ohne dass sich ihr Sound dabei grund­le­gend ver­än­dert hätte: Das ist immer noch wun­der­bar old­schoo­li­ger Indie Rock und Power Pop, der an Repla­ce­ments, 90er Gui­ded By Voices, späte Hüs­ker Dü und in der aktu­el­len Land­schaft öfter mal auch an Woo­len Men oder Royal Head­a­che (von denen hier auch ein Ex-Mit­glied mit­spielt) den­ken lässt.



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Nots – Anxious Trend /​ In Glass 7″

Nots - Anxious Trend / In Glass 7"

Mal wie­der ein neuer Sie­ben­zöl­ler von dem Kra­wall-Quar­tett aus Mem­phis, dies­mal aus dem guten Hause Famous Class Records. Da brauch ich ja wohl nicht mehr viele Worte ver­lie­ren. Die Band und ihr ganz eige­ner Klang­kos­mos aus Noise und Post Punk, der auch mit jedem Release etwas wüten­der und unge­müt­li­cher zu wer­den scheint, sollte für Ken­ner inzwi­schen ja eine ver­traute und ver­läss­li­che Kon­stante dar­stel­len. Und auch hier sind mal wie­der zwei starke, mini­ma­lis­tisch-repe­ti­tive Angriffe auf Ner­ven und Trom­mel­fell am Start, die man ver­mut­lich nur lie­ben oder has­sen kann. Ich fahr nach wie vor ziem­lich drauf ab!

The Newsletters – The Newsletters

The Newsletters - The Newsletters

Das Debüt­al­bum von die­sem Duo aus Mel­bourne weiß mir auf Anhieb zu gefal­len mit einem recht mini­ma­lis­ti­schen, ver­träum­ten und sehr old­schoo­li­gen Sound, der auf Stil­ele­mente aus früh-80er Power Pop, C86, neu­see­län­di­sche Fly­ing Nun-Schule und ein biss­chen (Proto-)Shoegaze zurück­greift, ergänzt um leicht post­pun­kige Zwi­schen­töne. Natür­lich darf man sich dabei an The Clean oder Gala­xie 500 erin­nert füh­len, aber auch an Jün­ge­res Zeug von Posse, Blank Realm oder Shy Boys.



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Human Nothing – Demo

Human Nothing - Demo

Durch­weg hoch­wer­ti­gen, wuch­tig und mit beacht­li­chem Drive vor­wärts rol­len­den Post­punk gibt es auf dem schon etwas älte­ren Demo die­ser Band aus Perth zu bestau­nen, die sich inzwi­schen auch schon wie­der auf­ge­löst hat. Mit­glie­der von Helta Skelta und Ner­vous Trend waren da unter ande­rem betei­ligt. Kein Wun­der also, dass das so vor­züg­lich knarzt. Sound­mä­ßig kann man dem eine Nähe zu Sar­casm, Pretty Hurts, Diät oder frü­hen Rank Xerox beschei­ni­gen. Nur die bes­ten Refe­ren­zen.


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Brutal Poodle – Long Time No See

Brutal Poodle - Long Time No See

Soli­des Debüt-Tape einer Band aus Van­cou­ver. Schram­me­li­ger Indie­rock, der unter ande­rem klas­si­sche Repla­ce­ments-, Vol­cano Suns- oder Hüs­ker Dü-Vibes ver­sprüht.


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Trauma Harness – Walt’s Crawlers

Trauma Harness - Walt's Crawlers

Album Num­mer drei der ganz offen­sicht­lich von Hor­ror und B-Movies beein­fluss­ten Post­pun­ker aus St. Louis führt die zwie­ge­spal­tene Marsch­rich­tung der ver­gan­ge­nen paar EPs fort, wech­selt sich wie selbst­ver­ständ­lich zwi­schen quir­li­gem Syn­th­pop mit einem gele­gent­li­chen John Car­pen­ter-Vibe und vor­züg­lich knar­zen­den Punk­num­mern ab, die häu­fig wie eine Ver­quir­lung aus frü­hen Mis­fits und Naked Ray­gun klin­gen, ver­edelt mit einem Kreis­sä­gen-/Gi­tar­ren­sound, den man eher bei Hüs­ker Dü oder Big Black ein­ord­nen würde. In bei­den Betriebs­modi fällt hier das deut­lich geschärfte und teil­weise fan­tas­ti­sche (Organ Donor ist sowas von per­fekt!), min­des­tens aber immer solide Song­ma­te­rial auf. Etwas ambi­va­lent stehe nur ich dem grenz­wer­ti­gen Kalauer am Ende ent­ge­gen…



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