Skeleton Glove - Skeleton Glove

Die Ber­li­ner wa­ren mir bis­her von ei­ner Hand­voll De­mos be­kannt, die al­le­samt mehr oder we­ni­ger an den schä­bi­gen Pro­duk­ti­ons­wer­ten krank­ten. Um­so schö­ner des­halb, sie jetzt mal in ei­nem Sound zu hö­ren, der ih­rer schie­ren Wucht ge­recht wird. Das Re­sul­tat ist min­des­tens so gut wie ich es ver­mu­tet hät­te - ih­re ul­tra-räu­di­ge Mi­schung aus Post- und Hard­core­punk mit An­lei­hen von De­ath Rock und Ga­ra­ge schlägt zu­ver­läs­sig ge­nau da ein wo es weh­tut.

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LLRR - < = >

Ein ech­ter Le­cker­bis­sen von ei­ner Band aus Kyo­to! LLRR ma­chen Post Punk, der sich glei­cher­ma­ßen catchy und kan­tig gibt. Häu­fig tanz­bar, manch­mal mit Mathrock-Struk­tu­ren spie­lend, in an­de­ren Mo­men­ten aus­ge­spro­chen old­school No Wa­ve-fun­ky. Ei­ne bom­ben­fes­te Rhyth­mus­sek­ti­on rollt den idea­len Klang­tep­pich aus, auf dem sich die wi­der­spens­ti­gen und doch manch­mal un­er­war­tet me­lo­di­schen Erup­tio­nen vom Gi­tar­ris­ten Yu­zu­ru Sa­no und hyp­no­ti­sche Vo­cals von Min­a­mi Yo­ko­ta aus­brei­ten kön­nen, wel­che oft so in­te­gral in das rhyth­mi­sche Fun­da­ment ver­wo­ben sind wie man es sel­ten von ak­tu­el­len Bands hört.

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Super Cheap - Volume II

Habt ihr schon die­se Su­per Cheap EP ge­hört, die man su­per­bil­lig von Pain­ters Tapes be­kom­men kann? Das ist ein schrä­ger klei­ner Klum­pen aus Bau­stel­len­lärm - ziem­lich wild, schnell und an­ge­nehm kurz. Et­wa so wie ein Misch­ling aus Soupcans, Lum­py and the Dum­pers, Stink­ho­le und Con­nie Vol­taires di­ver­sen Hard­core-Pro­jek­ten.

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Off Peak Arson - Off Peak Arson

Whoa, was für ei­ne ex­zel­len­te De­büt-EP hat da ei­ne Band aus Mem­phis, Ten­nes­see ab­ge­lie­fert! Der Ope­ner hat was von Dri­ve Li­ke Je­hu und Hot Sna­kes im krea­ti­ven Over­dri­ve-Mo­dus, au­ßer­dem auch et­was Me­at Wa­ve, Mys­tic Ina­ne, Tu­nic und Wymyns Pry­syn an Bord. Als nächs­tes wird dann mal di­rekt zwei Gän­ge run­ter ge­schal­tet mit ei­ner Post­punk-Num­mer, in der ein pul­sie­ren­der Beat mit ei­ner or­dent­li­chen La­dung Fly­ing Nun-Psy­che­de­lia kol­li­diert so­wie ei­nem ge­wis­sen Sau­na Youth Vi­be. Letz­te­rer durch­dringt auch die zwei dar­auf fol­gen­den Ga­ra­ge Punk-Knal­ler mit An­flü­gen von Ex-Cult, frü­hen Teen­an­ger oder Dumb Punts, wo­bei der Sound gra­du­ell in ei­nen an Go­to­beds, Slee­pies oder B-Boys er­in­nern­den Post Punk und In­die Rock-Sound mor­pht… nur um mit­ten im Raus­schmei­ßer Warm Sa­tel­li­te er­neut sei­ne Ge­stalt zu ver­wan­deln und die Plat­te mit ei­nem Swer­ve­dri­ver-ar­ti­gen Slow Jam zu be­schlie­ßen. Oh­ne Scheiß, die­se Plat­te leis­tet sich ein­fach kei­ne ein­zi­ge Schwä­che!

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Bootlicker - Bootlicker

Mit bis­lang vier EPs via Ne­on Tas­te auf dem Kerb­holz ha­ben Bootlicker aus Van­cou­ver bis­lang aus­schließ­lich ins Schwar­ze ge­trof­fen, war­um al­so ir­gend­was dran än­dern? Sie ver­su­chen das auch gar nicht und ent­spre­chend zeigt sich ih­re Mach­art von schnör­kel­los-old­schoo­li­gem Hard­core-Fön auch auf dem ers­ten Lang­spie­ler weit­ge­hend frei von Über­ra­schun­gen und den­noch von An­fang bis En­de mit­rei­ßend.

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During - Birds of Juneau /​​ Big Farmer

Chun­klet In­dus­tries haut mal wie­der die Schei­ße ka­putt mit die­ser De­büt-7" ei­ner Noi­se Rock- /​ Post Punk-Su­per­group, ei­ne ge­ra­de­zu un­hei­li­ge Drei­ei­nig­keit be­stehend aus Mit­glie­dern von Spray Paint, Wil­ful Boys und Bran­dy. Ihr Sound be­inhal­tet deut­li­che An­lei­hen von al­len drei ge­nann­ten Bands oh­ne da­bei all­zu vor­her­seh­bar zu klin­gen. Die A-Sei­te ver­sprüht in der Tat die­sen ge­wis­sen Spray Paint-Vi­be wäh­rend der zwei­te Track sich et­was stär­ker in Rich­tung der an­de­ren bei­den Bands raus­lehnt. Des­wei­te­ren wird uns auch schon ein Lang­spie­ler für den Herbst ver­spro­chen, al­so hal­tet mal ein Au­ge drauf!

Pigeon - Deny All Knowledge Of Complicity

War ihr selbst­be­ti­tel­tes 2018er De­büt wohl ih­re ver­spiel­tes­te und die dar­auf fol­gen­de Bug-EP ih­re kom­pro­miss­lo­ses­te Plat­te, so prä­sen­tiert ih­re kürz­lich via adagio830 er­schie­ne­ne zwei­te LP ganz klar ei­ni­ge der bis­lang prä­zi­ses­ten, schnör­kel­lo­ses­ten und doch un­ver­schämt aus­ge­fuchs­ten Song­kon­struk­te der Ber­li­ner. Wie ge­habt er­in­nert mich das an so vie­le her­aus­ra­gen­de Gen­re-Mit­strei­ter in­ner- und au­ßer­halb Ber­lins. Et­wa an Ne­ga­ti­ve Space, Pret­ty Hurts, Rank/​Xerox, Di­ät, Pu­blic Eye, Exit Group, Nag… die Lis­te könn­te ewig so wei­ter­ge­hen. In an­de­ren Wor­ten: Erst­klas­si­ger Scheiß!

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Pizza Boys - A La Mierda con Papa John's​.​.​. Acá Están Los Pizza Boys

In ei­ner so­wie­so schon stark ei­er­mä­ßig ge­präg­ten Wo­che bleibt mir zu die­ser De­büt-EP nur zu sa­gen, dass die ge­gen­wär­ti­ge Ei­er­kopp-Re­vo­lu­ti­on jetzt of­fen­bar auch in Chi­le ers­te Chap­ter er­öff­net und das al­lei­ne macht mich schon aus­ge­spro­chen glück­lich. Es scha­det na­tür­lich auch nicht, dass es sich gleich in so ei­ner schi­cken klei­nen Spaß­ka­no­ne von ei­ner Plat­te ma­ni­fes­tiert.

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Mainframe - Employee /​ RIP

Und noch ei­ne Good­bye Boo­zy 7", dies­mal von ei­nem Trio des­sen Lin­eup für den ein­ge­weih­ten Ga­ra­ge-, Syn­th und Egg­punk-Ken­ner ei­nem feuch­ten Fie­ber­traum gleich­kommt mit Ver­bin­dun­gen et­wa zu Skull Cult und dem hal­ben Wart­t­man-Im­pe­ri­um. Das Re­sul­tat ist mi­ni­mal über­ra­schend aber ma­xi­mal über­zeu­gend.

Satanic Togas & Zoids - Split 7"

Wo ich ge­ra­de eh schon des dunk­len Fürs­ten liebs­te Klei­dungs­ar­ti­kel an­spre­che… die Ty­pen be­strei­ten ge­ra­de die Hälf­te ei­ner tol­len Split 7" auf Good­bye Boo­zy und lie­fern dar­auf zwei kur­ze und treff­si­che­re Knal­ler ab, wo­bei Stran­ge At­trac­tion ei­nen deut­li­chen Buck Bil­oxi & The Fucks Vi­be ver­strömt.
Die Zo­ids-Sei­te weiß das per­fekt zu er­gän­zen und schlägt weit­ge­hend in ei­ne ähn­li­che Ker­be mit ei­nem schön ge­ra­de­aus ro­cken­den Ein­stieg, ge­folgt von ei­nem un­gleich schrä­ge­ren, aber nicht we­ni­ger ver­gnüg­li­chen Song.

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