Cretin Stompers - Looking Forward To Being Attacked

cretin stompers
Wie­der mal so ei­ne Plat­te, die beim Re­lease ir­gend­wie an mir vor­bei ging, und das ob­wohl sie schon län­ger in mei­ner Mail­box rum­lag und auch in ei­ni­gen mir ver­trau­ten Blogs die Run­de mach­te. Na­ja, dann wohl mal im fal­schen Mo­ment ver­peilt ein Book­mark zu set­zen und schon für im­mer ver­ges­sen.
Wie auch im­mer, die Mit­glie­der die­ses Tri­os aus Los Angeles/​New York/​Memphis ha­ben in der Ver­gan­gen­heit schon bei sol­chen al­ten Be­kann­ten wie et­wa Jay Rea­tard oder Wav­ves ge­spielt. Er­schie­nen ist das Gan­ze bei der Ga­ra­gen­rock-In­sti­tu­ti­on Ho­Zac Re­cords.
Das ist ei­ne die­ser Plat­ten, de­ren Ein­zel­tei­le ei­gent­lich nicht zu­sam­men pas­sen dürf­ten, aber doch her­vor­ra­gend in­ein­an­der grei­fen. Da tref­fen Lo­Fi-Elek­tro­beats auf ver­träum­ten Psych­pop, flot­ter Ga­ra­gen­punk auf Shoe­ga­ze-ar­ti­gen Ef­fekt­ne­bel. Der gan­zen Schräg­heit setzt dann der meis­tens künst­lich hoch­gepitch­te Ge­sang die Kro­ne auf, aber zu­sam­men­ge­hal­ten wird die Plat­te durch ein aus­ge­zeich­ne­tes Ge­spür für wahn­sin­nig ein­gän­gi­ge Power­pop­songs. In ih­rer Zer­fah­ren­heit er­in­nert mich das an die psy­che­de­li­schen Sam­ple-Or­gi­en von Spec­tral Park oder ei­ne noch Hym­ni­sche­re Va­ri­an­te des elek­tro­ni­schen Ga­ra­gen­pop von Gap Dream. Kom­bi­niert man das mit der bis­he­ri­gen Vi­ta der Mu­si­ker, er­gibt das fast schon wie­der ein we­nig Sinn.



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Scupper - Scupper!

scupper
Der war­me Power­pop die­ser New Yor­ker Band be­wegt sich auf sehr ver­trau­tem Ge­län­de. Klei­ne Sei­fen­bla­sen von Gui­ded by Voices, Pa­ve­ment oder Re­pla­ce­ments stei­gen vom ers­ten Ton an im Geis­te des Hö­rers auf. Das ge­winnt zwar kei­nen No­bel­preis, macht aber gro­ßen Spaß. Denn mal ehr­lich, in vie­len Mo­men­ten ist ein aus­ge­zeich­ne­ter Pop­song plus et­was Lärm doch al­les, was ei­nem zum glück­lich sein fehlt, oder?

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Omi Palone - Omi Palone

Omi Palone
Das ge­schmacks­si­che­re La­bel Faux Di­scx fes­tigt mal wie­der sei­nen Sta­tus als ei­ne der er­fri­schends­ten In­seln im über­wie­gend doch sehr ein­ge­fah­re­nen bri­ti­schen In­die-Sumpf und be­schert uns kur­zer­hand das De­büt­al­bum der Lon­do­ner Omi Pa­lo­ne.
Und ehr­lich ge­sagt, mit so was gei­lem hat­te ich nicht ge­rech­net. Das ist aufs we­sent­li­che re­du­zier­ter, schram­me­li­ger In­die Rock, der durch­aus an die Neu­see­län­di­sche Fly­ing Nun-Con­nec­tion der 80er/​90er er­in­nert, oder auch mal an ganz frü­he REM oder ei­ne strai­gh­te­re Ver­si­on von Wires hym­ni­sche­ren Mo­men­ten. Aber auch So­nic Youth- oder Wi­pers-las­ti­ge Gi­tar­ren­har­mo­nien oder Krach­at­ta­cken wie von den frü­hen Di­no­saur Jr und leich­te Ge­schmacks­spu­ren von Post­punk sind aus­zu­ma­chen.
Aus­ge­schrie­ben klingt das jetzt zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen nicht be­son­ders span­nend, eher wie die ge­fühl­te Hälf­te an­de­rer hier vor­ge­stell­ter Bands. Aber das sind auch al­les nur not­dürf­ti­ge Ver­su­che den Sound ir­gend­wie ein­zu­ord­nen, denn Omi Pa­lo­ne ver­schmel­zen ei­gent­lich ge­konnt ein sehr brei­tes Spek­trum aus den Tie­fen der In­die-/Al­ter­na­ti­ve-His­to­rie zu ei­nem un­an­ge­streng­ten und ge­konn­ten Gan­zen, das weit­aus mehr ist als die Sum­me sei­ner mehr oder we­ni­ger of­fen­sicht­li­chen Ein­flüs­se. Und auch sel­ten ge­wor­den heut­zu­ta­ge: Je­der Song ist ein Voll­tref­fer. Acht Songs, die man den gan­zen Tag auf re­peat hö­ren könn­te, oh­ne dass man ir­gend­wann zu­viel da­von kriegt.

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The Thons - Thirty Foot Snake

The Thons - Thirty Foot Snake - Cover Art
Selbst­be­wus­ten und su­per ab­ge­han­ge­nen Ga­ra­gen­rock spie­len The Thons aus Chi­ca­go. Das klingt mal nach old­schoo­li­gem Ge­rif­fe im Stil von Ra­dio Bird­man oder Ob­its, ein an­de­res mal als hät­te man Ur­ge Over­kill das Koks durch Rita­lin und Gras er­setzt, sur­fi­ge und an­ge­folk­te Zwi­schen­tö­ne sind auch mit an Bord und bei all dem las­sen sie die ein­gän­gi­gen Hooks nie zu kurz kom­men. Die schnör­kel­lo­se aber kraft­vol­le Pro­duk­ti­on - al­les wur­de an ei­nem Tag ein­ge­spielt - passt da­zu wie Arsch auf Ei­mer. Für die­ses Jahr hat die Band noch gleich zwei wei­te­re Al­ben an­ge­kün­digt. Man darf ge­spannt sein.
Die Plat­te gibt's im Band­ei­ge­nen Shop zum Down­load, im Tausch ge­gen ei­nen Face­book-Share oder ei­nen frei wähl­ba­ren Be­trag von min­des­tens null Eu­ro (aber seid kei­ne Arsch­lö­cher, ok?).

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Sonic Avenues - Mistakes

sonic avenues
Schö­nen me­lo­di­schen Punk­rock mit ei­nem ge­wis­sen Buz­zcocks-Ein­schlag be­sche­ren vier Ty­pen aus Mont­re­al, er­schie­nen beim im­mer ge­schmacks­si­che­ren Dirt­nap Re­cords. Reiht sich auch ganz gut in jün­ge­re Ver­öf­fent­li­chun­gen ein, et­wa von Ra­dio­ac­ti­vi­ty oder Mind Spi­ders.

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Tweens - Tweens

tweens
Ei­gent­lich hab ich ja die Schnau­ze voll von den 60s Teen­pop- und Girl­group-be­ein­fluss­ten Bands die in den letz­ten Jah­ren rum­ge­hypt wur­den. Kei­ne von de­nen wur­de m.E. dem Hype auch nur an­nä­hernd ge­recht. Best Coast schreibt seit­dem im­mer wie­der den glei­chen Song und ver­sucht da­bei so furcht­bar ul­tra cu­te rü­ber zu kom­men, dass ih­re Welt in ro­sa Plüsch ver­sinkt. Fran­kie Ro­se und ih­re Bands Dum Dum Girls und Vi­vi­an Girls konn­ten zwar die ei­ne oder an­de­re Ohr­wurm-Sin­gle für sich ver­bu­chen, ih­re Al­ben be­stan­den aber über­wie­gend aus un­in­spi­rier­tem Füll­ma­te­ri­al. Das sie sich dann auch noch zu­neh­mend in ei­ne ga­fäl­lig-pop­pi­ge­re Rich­tung ent­wi­ckel­ten, trug dann na­tür­lich auch nicht be­son­ders zu mei­ner Be­geis­te­rung bei.
Als aber Tweens vor zwei Jah­ren ihr De­büt "Live at the Mo­hawk" - ei­ne wun­der­bar grot­ti­ge und un­ge­schlif­fe­ne Lo­Fi-Auf­nah­me ih­res al­ler­ers­ten Gigs - auf uns los­lie­ßen, war ich so­fort hin und weg. Da war so­wohl der un­wi­der­steh­li­che Pop, oh­ne den das Gen­re un­denk­bar wä­re, aber die­ses schrä­ge Trio füg­te dem gan­zen auch wie­der die nö­ti­ge Schau­fel Dreck hin­zu, den so­was schon braucht um bei mir zu zün­den.
Nun liegt mir hier ihr ers­tes "rich­ti­ges" Al­bum vor, mit ei­ner deut­lich zu­gäng­li­che­ren Pro­duk­ti­on und ei­nem durch­aus eta­blier­ten La­bel im Rü­cken. Die gu­te Nach­richt: Sie ha­ben sich nicht voll­kom­men glatt­bü­geln las­sen. Das gan­ze ist zwar weit ent­fernt vom al­ten Lo­fi-Sound, aber die Pro­duk­ti­on macht or­dent­lich Druck und zeigt im­mer noch ge­nug Zäh­ne. Es ist zwar nicht je­der Song ein Voll­tref­fer, aber es gibt auch kei­ne wirk­li­chen Aus­fäl­le. Ei­ni­ge der deut­lich vom 77er Punk ge­präg­ten Pop­me­lo­dien wer­de ich so schnell nicht mehr aus mei­nem Kopf be­kom­men, und das ist ja schon mal kein schlech­tes Zei­chen.

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Personal Best - The Lovin'

personal best
Per­so­nal Best sind ein Power­pop-/Pop­punk-Trio aus Bris­tol. Punkt.
Was gibt's denn zu sol­cher Mu­sik sonst auch groß zu sa­gen, au­ßer dass sie ent­we­der gut oder nicht so gut ist? Die hier ist rich­tig gut, mit vier kraft­voll dar­ge­bo­te­nen Ohr­wür­mern die sich er­bar­mungs­los noch bis in die letz­te Ge­hirn­win­dung frä­sen.

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Casanovas In Heat - Belvidere/​Destiny St. 7"

casanovas in heat
Durch die­se schö­ne auf Kat­or­ga Works er­schie­ne­ne 45er bin ich jetzt zum ers­ten mal auf die Bo­stoner Band ge­sto­ßen. Zwei wun­der­schö­ne Songs im Grenz­ge­biet von 80er Punk und Power­pop, sehr im Geis­te von Re­pla­ce­ments, Hüs­ker Dü und viel­leicht auch noch ein biss­chen Buz­zcocks.
Hier fin­det ihr üb­ri­gens ne­ben der Be­stell­mög­lich­keit auch 'nen Link zum kos­ten­lo­sen Down­load.


Thank you, Ste­reo­gum!

The Resonars - The Resonars

resonars
Zur Ab­wechs­lung mal nix neu­es, son­dern ei­ne sehr will­kom­me­ne Wie­der­ver­öf­fent­li­chung der schrul­li­gen Re­troro­cker aus Tuc­son, Aro­zo­na. Sie ha­ben ihr al­ler­ers­tes Al­bum von '98 noch mal von den ori­gi­na­len Vier­spur-Tapes ge­kratzt und und ma­chen es jetzt - zu ei­nem un­ver­schämt güns­ti­gen Kurs - wahl­wei­se in ei­nem neu an­ge­fer­tig­ten Mo­no- oder Ste­reo­mix auf Band­camp ver­füg­bar. Fans kön­nen jetzt die Lü­cke in der Dis­ko­gra­fie stop­fen, und wer mit der Mu­sik die­ser lie­bens­wer­ten, maß­geb­lich von der Bri­tish In­va­si­on der Mitt­sech­zi­ger be­ein­fluss­ten Band bis­her noch nicht ver­traut war, hat jetzt auch die Ge­le­gen­heit, das nach­zu­ho­len.

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Heathers - Fear 7"

heathers
Ein klei­nes Up­date von den schram­me­li­gen Dream-/Power­pop­pern aus Los An­ge­les, de­ren ers­te 7" Teena­ge Clothes ich vor ei­nem hal­ben Jahr be­stimmt auch schon ge­pos­tet hät­te, wenn's die­ses Blog da schon ge­ge­ben hät­te.