Sex Headaches – Workingman’s Punx

Als ein rundum flauschiger Garagepunk-Glücksbringer erweist sich die aktuelle EP der Sex Headaches aus Santa Fe, New Mexico. Klingt manchmal ein wenig nach alten Saints oder jungen Vaguess, veredelt mit einer warmen Powerpop-Note, kann außerdem Spuren von Americana enthalten.

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Vital Idles – Left Hand

Ganz bezaubernder Krempel aus Glasgow irgendwo zwischem relaxtem Indierock, minimalistischem Postpunk, sonnig daher geschrammeltem Power-/Garage Pop und einem gelegentlichen Hauch von Psychedelic.

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Psychic Flowers – Big Egg Universe

Psychic Flowers ist ein weiteres Projekt von David Settle, der hier auch schon mehrfach mit seinen Bands Ex-Breathers und Big Heet aufgetaucht ist. Auf dem Debütalbum von Psychic Flowers ist aber wenig von den Noise Rock- und Postcore-Sounds besagter Bands zu vernehmen. Stattdessen begeistert die Platte mit durchweg hochwertigem Fuzz-/Noise-/Powerpop, der hier in einen wunderbar knarzenden aber dennoch maximal druckvollen Lo-Fi Sound verpackt ist und an dem (nicht nur) Freunde von Bands wie etwa Ovlov, Milked, California X oder Happy Diving sicher einigen Gefallen finden werden.

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The Switzerlands – Anthology 2016​-’18

Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich hier um eine recht lose Ansammlung von Songs dieser Band aus Cincinnati, Ohio. Nicht alles davon ist Gold, aber irgendwo in diesen 26 Songs versteckt sich ein wunderschönes 13-Song Album aus Powerpop, verschrobenem Indierock und Lo-Fi Bedroom Pop. Das hat was von den Bed Wettin‘ Bad Boys, frühen und späten Replacements und von der knarzigen Kassettenästhetik früher Guided By Voices.



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Bad Sports – Open That Door 7″

Neue Single der Punk Supergroup (u.a. mit personellen Überschneidungen zu Video, OBN IIIs und Radioactivity) aus Denton, Texas. Im Vergleich zum ausgezeichneten letzten Album Living With Secrets wird hier der Garagen-Knarzfaktor deutlich runtergeschraubt. Was dabei übrig bleibt sind zwei nach wie vor tadellose Powerpop-Granaten.

Casanovas In Heat – Twisted Steel, Sex Appeal

Die Bostoner Band hat im Januar ihre letzte Show gespielt, direkt im Anschluss ist aber noch via Katorga Works ihr erstes und einziges Album erschienen, das bereits Anfang 2015 unter der produzierenden Hand von Ben Greenberg aufgenommen wurde. Das stellt sich als ein kraftvolles Powerpop-Paket heraus, das den Geist alter Helden wie den Replacements, Hüsker Dü oder Moving Targets wieder aufleben lässt.



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Big Mess – Try To Enjoy It

Ungewöhnlich melodiöse Klänge aus der sonst ja eher für düstere Vibes bekannten Kopenhagener Szene. Der zwischen Punk und Powerpop pendelnde Sound auf dem zweiten Langspieler von Big Mess bedient sich gleichermaßen bei Jawbreaker und den Wipers, bei Buzzcocks, Undertones und dieser bekannten T-Shirt Marke, wie hieß die gleich nochmal? Gab es zuletzt wieder beim Lidl. Außerdem kann man dem Sänger einen gewissen Hang zum großen Drama unterstellen, auch das geht so klar. Genau wegen dieser Eigenschaft fühle ich mich hier und da auch an die frühen EPs von Nervosas erinnert.



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The Exbats – I Got The Hots For Charlie Watts

Der erste heiße Tipp in diesem Jahr kommt vom kürzlich reaktivierten Punkblog Manierenversagen. Die Exbats sind ein Duo aus Bisbee, Arizona, bestehend aus Inez McLain an Drums, Gesang und ihrem Vater Kenny an der Gitarre. Der Schrammelige, in jeder Menge verschrobenem Charme getränkte Powerpop, den die beiden auf ihrem aktuellen Langspieler von der Leine lassen weckt klare Assoziationen zu den alten 60s Girlgroups, hat häufig aber auch mehr als eine kleine Ahnung von Dead Moon. Oder vom British Invasion-lastigen Garage Rock der Resonars, deren Mastermind Matt Rendon hier zufällig auch für den Bass und die Produktion verantwortlich zeichnet.



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Death By Unga Bunga – Bye Bye / Into The Night 7″

Neues von den Indierockern aus Oslo, die schon mal vor einem guten Jahr mit ihrer letzten EP Fight einen guten Eindruck hinterließen. Die langsam vor sich her fuzzende A-Seite ist schon ganz nett, aber das eigentliche Glanzstück hier ist die unverschämt catchy geratene Powerpop-Glückspille Into The Night auf der B-Seite.