Estrogen Highs - Hear Me On The Number Station

estrogen highs

Glei­cher­ma­ßen aus­ge­zeich­ne­ter als auch chao­tisch zer­fah­re­ner Lo­Fi-In­diero­ck/­Power­pop aus New Ha­ven, Con­nec­ti­cut, der im­mer wie­der an The Clean, frü­he Se­bad­oh oder Gui­ded by Voices er­in­nert. Mit letz­te­ren ha­ben sie dann auch den über­wie­gend frag­men­ta­ri­schen Cha­rak­ter der Songs und di­ver­se Schräg­hei­ten ge­mein. Da wird auch schon mal ein Song aus­ge­blen­det, wenn er ge­ra­de erst fahrt auf­zu­neh­men ver­spricht. Die Plat­te ist ei­ne ein­zi­ge, auf char­man­te Art un­auf­ge­räum­te Bau­stel­le.

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Sheer Mag - Sheer Mag 7"

sheer mag
Ab­ge­han­ge­ner, power­pop­pi­ger Ga­ra­gen­rock von ei­ner Band aus Phil­adel­phia, der knie­tief durch ur­alte Ame­ri­ca­na-Tra­di­tio­nen wa­tet. Sie rei­chern aber die klas­si­schen Sou­thern-Ein­flüs­se durch Ton­nen­wei­se 77er Me­lo­die­ver­liebt­heit und auf­fäl­lig souli­ge Ar­ran­ge­ments und Hooks an, was sie viel­leicht ein we­nig als den be­kiff­ten klei­nen Bru­der der Aus­tra­li­er Roy­al Hea­da­che durch­ge­hen lässt.


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Jonly Bonly - Put Together

jonly bonly

Das an­de­re 12XU hat mal wie­der zu­ge­schla­gen. Jon­ly Bon­ly aus Aus­tin spie­len un­wi­der­steh­li­chen Power­pop mit ei­ner Schip­pe Post­punk. Un­über­seh­bar ist da­bei der Ein­fluss von Wire (duh!) und Wi­pers. Des­wei­te­ren klin­gen sie in et­wa so als hät­te man je­ne mit Un­der­to­nes, The Jam und Mo­dern Lo­vers ver­schmol­zen. Gei­ler Scheiß!


Al­bum Stream gibt's lei­der nicht. :-|
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Miss Destiny - House Of Wax /​ The One 7"

miss destiny

Ho­Zac Re­cords aus Chi­ca­go, die um­trie­bi­gen Spe­zia­lis­ten für schnör­kel­lo­sen Lärm zwi­schen Ga­ra­gen­punk und Power­pop, schla­gen mal wie­der zu mit ei­nem Kurz­spie­ler die­ser aus­tra­li­schen Com­bo. Passt aus­ge­zeich­net ins La­bel­ros­ter und setzt sich mit zwei simp­len und ef­fek­ti­ven Ohr­wür­mern tief in den Syn­ap­sen fest.

iTu­nes
Ama­zon

Thank you, So­nic Ma­sa­la!

Power Buddies - Power Buddies

power buddies

Aus­ge­zeich­net ab­ge­fuck­tes Tape die­ses Ga­ra­gen­du­os aus dem ka­na­di­schen Ed­mon­ton. Das er­in­nert manch­mal an ab­ge­han­ge­ne­re Gun Club, aber dar­über hin­aus ha­ben sie auch ein gu­tes Ge­spür für souli­ge Power­pop-Hooks. Auch ein we­nig psych­mä­ßig darf's mal wer­den. Das gan­ze rot­zen sie dann oh­ne viel Rück­sicht auf tech­ni­sche Fein­hei­ten, aber mit je­der Men­ge un­ge­stü­mem Vor­wärts­drang auf den Pro­be­raum­bo­den.


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The Neighbors - Will You Please Be Quiet, Please?

neighbors
Wun­der­schön ein­gän­gi­gen Ga­ra­gen-Re­troro­ck/­Power­pop spie­len die Neigh­bors aus Se­at­tle, mit hym­ni­schen Song-Qua­li­tä­ten und ge­sal­zen mit ei­ner or­dent­li­chen Pri­se me­lo­di­schen 90er In­dierocks. Wer mit Gen­re­ver­tre­tern wie King Tuff, The Woo­len Men oder den In­diero­ckern Is­land Twins et­was an­zu­fan­gen weiß, soll­te das hier auf kei­ne Fall ver­pas­sen. Aber auch The Clean und ver­wand­tes Zeug aus der neu­see­län­di­schen Sze­ne ha­ben hier wohl Spu­ren hin­ter­las­sen.


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White Fence - For The Recently Found Innocent

white fence
Tim Pres­ley aka White Fence dürf­te ei­ni­gen noch als Front­mann der Psy­chro­cker Dar­ker My Love ein Be­griff sein. An­de­re sind si­cher durch sei­ne Al­b­um­kol­la­be­ra­ti­on mit Ty Segall auf ihn auf­merk­sam ge­wor­den. Sei­ne So­lo­al­ben hin­ge­gen ha­ben bis­her - viel­leicht ge­wollt - eher klei­ne Wel­len ge­schla­gen. Kein Wun­der, denn mit der­ar­tig kom­pro­miss­lo­sen Lo­Fi-Pro­duk­tio­nen ist schon prin­zi­pi­ell kei­ne grö­ße­re Ziel­grup­pe zu er­rei­chen. Aber dies­mal scheint er es ernst zu mei­nen. Mit dem Wech­sel von ei­nem mit­tel­mä­ßig be­kann­ten Spe­zia­li­tä­ten-La­bel zu ei­ner ren­no­mier­ten In­die­grö­ße geht hier auch ei­ne neue Klang­äs­the­tik ein­her, weg von den krat­zi­gen Vier­spur­auf­nah­men ver­gan­ge­ner Al­ben. Statt nach Lo­Fi von heu­te klingt die Plat­te nach Hi­Fi von ges­tern, dank Ty Segalls Pro­du­zen­ten-Skills er­strah­len die Songs in ei­nem durch­weg an­ge­neh­men Vin­ta­ge-Sound. Auch song­tech­nisch hat sich das Ni­veau deut­lich ge­ho­ben. Die frü­he­ren Plat­ten wa­ren ja ein eher durch­wach­se­ner Ge­mischt­wa­ren­la­den, hier wur­de wohl die Qua­li­täts­kon­trol­le deut­lich ver­schärft und die Tref­fer­quo­te liegt nah bei 100%. Ei­ne wun­der­schö­ne Plat­te, die sich kein Freund von ga­ra­gen­af­fi­nem Psych­pop ent­ge­hen las­sen soll­te.

Lei­der kein Al­bum-Stream ver­füg­bar.

Ama­zon
iTu­nes
…oder gleich beim La­bel kau­fen

Thigh Master - Head of The Witch 7"

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Bris­bane schon wie­der. Die­se Stadt ist ei­ne un­er­schöpf­li­che Quel­le für Fans von schrul­li­gem In­die- und Ga­ra­gen­rock. Die­se le­cke­re EP schlägt in ei­ne ähn­li­che Ker­be wie die eben­falls von dort stam­men­den Blank Re­alm, die ja ge­ra­de ver­dien­ter­ma­ßen ei­ni­ge in­ter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit be­kom­men. Flau­schi­ger Jan­gle­pop, an dem auch Freun­de von the Clean ge­fal­len fin­den könn­ten.

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Bozmo - Leather Umbrella

bozmo
Bozmo ist ein ein­sa­mer So­lo­mu­si­kant aus Ber­ke­ley. Lea­ther Um­brel­la hat er mit ein­fa­chen Mit­teln in Pro­be­räu­men und Schlaf­zim­mern auf­ge­nom­men. Das klingt aber kei­nes­wegs bil­lig, son­dern ein un­ge­heu­er war­mer Re­tro­sond ist das Er­geb­nis. Sehr au­then­ti­scher, fuz­zlas­ti­ger Psych­pop, den die letz­ten 50 Jah­re nicht be­son­ders ju­cken. Wer die ent­spann­te­ren Mo­men­te von Ty Segall oder Oh Sees zu schät­zen weiß, wird sich auch in die­ser re­gen­bo­gen­far­be­nen hal­ben Stun­de gut auf­ge­ho­ben wis­sen.


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The Fur Coats - The League of Extraordinary Octopuses

fur coats
In der Pelz­mo­de­ab­tei­lung des In­ter­nets fin­det man die­ses spa­ßi­ge Power­pop-/ Pop­punk-Trio aus Chi­ca­go. Nicht gleich weg­ren­nen wenn ich Pop­punk sa­ge, das ist näm­lich kei­ne Kin­der­mu­cke mit auf­ge­kleb­tem Iro, son­dern viel eher in den Ur­vä­tern des Gen­res ver­an­kert; ins­be­son­de­re die Buz­zcocks fin­den sich hier im­mer wie­der. Da­zu hat's noch 'ne leicht ga­ra­gi­ge Kan­te und ei­nen ho­hen Fuzz-Fak­tor. Au­ßer­dem he­ben sie sich mit durch­weg aus­ge­zeich­ne­ten Songs vom Gen­re-Ein­heits­brei ab und leh­nen sich ge­le­gent­lich ein klei­nes biss­chen aus dem Fens­ter; ich glau­be hier und dort auch mal sub­ti­le An­klän­ge von The Gun Club oder sehr frü­hen Wire zu ver­neh­men. Ei­ne Är­sche tre­ten­de Glücks­pil­le ist das.


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