The Newsletters – The Newsletters

The Newsletters - The Newsletters

Das Debüt­al­bum von die­sem Duo aus Mel­bourne weiß mir auf Anhieb zu gefal­len mit einem recht mini­ma­lis­ti­schen, ver­träum­ten und sehr old­schoo­li­gen Sound, der auf Stil­ele­mente aus früh-80er Power Pop, C86, neu­see­län­di­sche Fly­ing Nun-Schule und ein biss­chen (Proto-)Shoegaze zurück­greift, ergänzt um leicht post­pun­kige Zwi­schen­töne. Natür­lich darf man sich dabei an The Clean oder Gala­xie 500 erin­nert füh­len, aber auch an Jün­ge­res Zeug von Posse, Blank Realm oder Shy Boys.



Album-Stream →

Flesh World – Into The Shroud

Flesh World - Into The Shroud

Flesh World aus San Fran­cisco haben vor gut zwei Jah­ren so einige Leute über­rascht und bezau­bert mit ihrem Debüt­al­bum und einer reich­lich exzen­tri­schen Spiel­art von Post­punk, den sie mit Stil­ele­men­ten aus der alten C86-Schule, Dream- und Jangle Pop sowie einem leich­ten Goth-Vibe zu einem atmo­sphä­risch dich­ten Erleb­nis ver­meng­ten. Auf Album Num­mer zwei prä­sen­tie­ren sie jetzt einen gereif­ten, druck­vol­le­ren Sound und ein geschick­tes Händ­chen für aus­ge­spro­chen grif­fige Songs, ohne dabei ihre eigene Iden­ti­tät und den eigen­wil­li­gen Charme des Debüts ein­zu­bü­ßen. In ande­ren Wor­ten: Mit der neuen Platte ist ihnen erneut ein lupen­rei­ner Voll­tref­fer gelun­gen!



Album-Stream →

Small Black Reptile – Find My Arm

Small Black Reptile - Find My Arm

Sehr schöne digi­tale Debüt-Sin­gle einer Band aus Bal­ti­more. Track Num­mer eins ist abso­lut tadel­los aus­ge­führ­ter, fuz­zlas­ti­ger Indie­rock und Noi­se­pop. Nicht weni­ger über­zeu­gend ist die B-Seite (nennt man das noch so, bei digi­ta­len Files?) mit ihrem wun­der­bar ver­ne­bel­ten Dream-/Shoegaze Pop.

Monster Movie – Keep the Voices Distant

Monster Movie - Keep the Voices Distant

Mons­ter Movie sind ein Shoegaze-Duo bestehend aus Chris­tian Savill and Sean Hew­son. Ers­te­rer ist wohl eher bekannt als der Gitar­rist von Slow­dive. Savill und Hew­son spiel­ten 1989 für eine kurze Zeit zusam­men in einer Band namens Eter­nal und grün­de­ten bald dar­auf Mons­ter Movie, die dann wie­derum sehr bald zuguns­ten von Slow­dive auf Eis gelegt wur­den.

Hier fühle ich mich mal spon­tan dazu genö­tigt, etwas Ket­ze­rei am eta­blier­ten Genre-Kanon zu betrei­ben. Ich lass ein­fach mal die Bombe los: Ich kann die unan­tast­ba­ren Shoegaze-Göt­ter Slow­dive ums ver­re­cken nicht ab.
Beim bes­ten Wil­len, ich hab es immer wie­der ver­sucht mir die alten Plat­ten schön zu hören. Und alles was bei mir ankommt ist unin­spi­rierte wie auch über­pro­du­zierte Schlaf­mu­sik mit durch­wach­se­nem bis kom­plett sub­stanz­lo­sem Song­ma­te­rial, das seine Belang­lo­sig­keit mit einer Über­do­sis an purem Kitsch aus­zu­glei­chen zu ver­sucht. Ich hab mich über die Jahre mit so eini­gem Pop ver­söhnt. Ich weiß
Pet Sounds zu schät­zen und kann Smile zumin­dest ertra­gen. Aber Souvlaki ver­mag es immer noch nicht, die kleinste Gefühls­re­gung in mir aus­zu­lö­sen. Das ist ja noch lang­wei­li­ger als der ach so furcht­bar tief­grün­dige Easy Lis­ten­ing-Schund namens Dark Side Of The Moon (Oooh, wer­den jetzt einige sagen,noch mehr Ket­ze­rei! Äh… Duuuude, *blub­ber­blub­ber* der Shit ist so fuck­ing… *hust* deeeep…).
Von den bekann­ten Shoegaze-Bands der ers­ten und zwei­ten Gene­ra­tion, halte ich Slow­dive schlicht und ergrei­fend für bru­tal über­be­wer­tet und ich sehe es als schlim­men Unfall, dass ihre belie­big dahin plät­schernde Fahr­stuhl­mu­sik so einen gro­ßen Ein­fluss auf die aktu­elle Gene­ra­tion des Gen­res hat. So, das musste mal raus. Der Lynch­mob kann sich jetzt for­mie­ren.

Wie auch immer, Mons­ter Movie wur­den zum Ende der Nul­ler­jahre reak­ti­viert und haben seit­dem sechs Alben ver­öf­fent­licht. Das neu­este davon ist jetzt nach einer gut sie­ben Jahre lan­gen Funk­stille auf Gra­ve­face Records erschie­nen. Und das gefällt mir aus­ge­spro­chen gut mit sei­nem mal getra­ge­nen bis ver­träumt, mal psy­che­de­lisch-power­pop­pi­gen oder gera­de­aus rocken­den Shoegaze Sound, der dan­kens­wer­ter Weise auf deut­lich grif­fi­ge­rem Song­ma­te­rial auf­setzt als diese andere Band (Grrrr…).


Album-Stream (Spo­tify)→

Vague – In The Meantime

Vague - In The Meantime

Hui, diese Platte hat mich jetzt mal eis­kalt erwischt. Schläf­ri­ges Dream­pop-Geschwur­bel ist sonst eher nicht so meins, nicht zuletzt weil bei der aktu­el­len Gene­ra­tion sol­cher Bands die nebe­lige Ver­träum­theit meis­tens mit extre­mer Seich­tig­keit und tris­ter Lan­ge­weile ein­her geht.
Ganz anders das Debüt­al­bum der Wie­ner Vague. Diese stil­len Was­ser sind noch tief. Die Platte wirkt irgend­wie aus der Zeit gefal­len, könnte genauso den spä­ten Acht­zi­ger­jah­ren ent­stam­men. Unter der mil­chi­gen Ober­flä­che bro­delt jede menge Sub­stanz aus form­voll­ende­ten Songs und aus­ge­feil­ten, ver­schach­tel­ten Arran­ge­ments, die in tau­send Neon­far­ben leuch­ten. Mal fühle ich mich posi­tiv an das letzte Posse Album erin­nert, in ande­ren Momen­ten könnte man es als Sonic Youth auf star­ken Beru­hi­gungs­mit­teln beschrei­ben. Die gen­re­ty­pi­sche Ermü­dung stellt sich nie ein, der Teu­fel sitzt im Detail und eigent­lich pas­siert immer irgend­was schlaues, bohrt sich in den Gehirn­win­dun­gen fest.

Album-Stream (Spo­tify) →

We.the Pigs – We.the Pigs

We.the Pigs - We.the Pigs

Shoegaze/​Dreampop aus Stock­holm. We.the Pigs spie­len eine aus­ge­spro­chen runde Vari­ante davon, ohne das Rad gleich neu erfin­den zu wol­len. Diese simp­len und ver­träum­ten Pop­me­lo­dien ver­feh­len ihre Wir­kung nicht.

Album-Stream →

Etti/​Etta – Refrains

Etti/Etta - Refrains

Die­ses Ita­lie­nisch-Kana­di­sche Duo kre­iert ganz bezau­bern­den Shoegaze/​Noisepop mit einer düs­ter folk­i­gen Note, die sich zu simp­len aber treff­si­che­ren Songs fügt.


Album-Stream →

Orations – Incantation 7″

Orations - Incantation 7"

Gran­dio­ses Zeug aus Buf­falo, New York. Die bei­den Songs der A-Seite gefal­len mit melo­di­schem Jan­gle­pop und einem lei­sen Hauch von Goth. Die B-Seite taucht dann kurz in schumm­rige Post­punk-Land­schaf­ten ein, run­det die Platte aber mit einer wei­te­ren Pop-Perle ab. Nice.


Album-Stream →

The Cairo Gang – Goes Missing

The Cairo Gang - Goes Missing

Einen tol­len Fang hat Retro­rock-König Ty Segall mal wie­der gemacht mit die­ser Band aus Chi­cago, deren neues Album gerade auf sei­nem Drag City-Sub­la­bel God? Records erschie­nen ist. Ver­träum­ter Retro-Dream-/Power­pop in Voll­endung, der klare Bezüge zum Pais­ley Under­ground der 80er wach­ruft, aber auch Ele­mente aus ande­ren Vari­an­ten ver­träum­ten Indie­pops der glei­chen Ära in den Genen trägt.


Lei­der kein Album-Stream ver­füg­bar.

Drag City
iTu­nes
Ama­zon

1 / 212