Public Figures – Landed In A Trap
Figure It Out erscheint am 18. Februar auf Blow Blood Records.
Figure It Out erscheint am 18. Februar auf Blow Blood Records.
Jaguar 777 erscheint am 6. Februar auf Target Killer Records.
Payload erscheint am 10. Aprli auf Recess Records.

Reuben Sawyer ist jetzt schon eine ganze Weile unterwegs mit verschiedenen Bands und Projekten in einem recht breiten Genre-Spektrum, schlug aber erstmals richtig ein im 12XU-Universum im vorletzten Jahr mit Demons Obey, seiner dritten LP unter dem Anytime Cowboy-alias – eine seltsame Kreatur von einer Platte, die Elemente von bluesigem, Jangle-beeinflusstem Cowpunk und Garage Pop auf eine geradezu surreal entrückte Klangwelt treffen ließen, geerdet in Sawyer’s fast schon verstörend ruhiger Gesangsdarbietung. Seine neueste LP verfeinert diese Rezeptur zu seiner reifsten Leistung bisher, auf der seine zuvor noch etwas zerrissen und fragmentarisch daherkommende Vision deutlich entrümpelt daherkommt und sich zu einer unerwartet kohärenten Klanglandschaft konsolidiert, in der seine gleichermaßen kauzigen, melodischen und melancholischen Kompositionen – zusammengehalten von überragenden Songwriting-Skills – leuchten und glitzern wie noch nie zuvor.
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Zulo aus Rosario, Argentinien haben bereits eine respektable Reihe an LPs und EPs akkumuliert mit einem wandlungsfähigen Sound zwischen den Eckpunkten von fuzzy-psychedelischem Garage Punk, Noise- und Power Pop, aber noch nie zuvor haben ihre Songs ein solch konsistent hohes Niveau erreicht wie auf ihrem neuesten Langspieler, auf dem sie noch mehr als zuvor ihre abgespaceten Tendenzen zu Schau stellen und ihre eingängigen Tunes in einem psychedelischen Nebel verhüllen, der an einigen Stellen ebenso an alte Haudegen wie Telescopes, Spacemen 3 oder Flying Saucer Attack erinnern mag wie auch an jüngere Phänomene wie Honey Radar, Far Corners, Germ House oder Violent Change.
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Verdammt, es ist jetzt also auch schon wieder fast acht Jahre her seit wir das letzte mal von Youth Avoiders anlässlich ihrer 2018er Relentless EP gehört haben. Ich erinnere mich seinerzeit, der Platte eher lauwarm begegnet zu sein aber das spiegelt rückblickend vermutlich weniger die Qualität des Albums wieder als vielmehr den nicht allzu sonnigen Punkt in meinem Leben, an dem ich mich da gerade befand. Wie dem auch sei, hier ist jedenfalls nach langer Zeit eine neue Youth Avoiders LP und Überraschung, die Pariser klingen darauf so frisch und kraftvoll wie eh und je in ihrem Sound zwischen melodischem Punkrock und Postcore, den man inzwischen wohl ohne Not als prägend für eine ganze Generation vorwiegend französischer Bands bezeichnen kann, die in ihren Fußstapfen folgten wie zum Beispiel Telecult, Nightwatchers, Stalled Minds, Litovsk, Bleakness, Laxisme oder Bronco Libre, in deren Händen dieser Sound dann wiederum zuerst mit stärkeren Garage- und Post Punk-Elementen und in jüngerer Zeit auch vermehrt Oi!-Einflüssen angereichert wurde. Aus genau diesem Grund mögen Youth Avoiders im Jahr 2026 vielleicht nicht mehr ganz so originell und einzigartig klingen wie damals, aber dafür kann man ihre Musik inzwischen fast schon als angenehm altmodisch bezeichnen und es unterstreicht eigentlich nur den massiven Einfluss, den sie mit ihrem eigentlich ureigenen Sound auf weite Teile der Szene hatten.
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Wenn euch hier das Gefühl beschleicht, dass ihr diese Songs schon mal gehört habt, dann seit ihr nicht total plemplem sondern in der Tat war jeder dieser Songs auf Album Nummer 3 der Band aus Madison, Wisconsin bereits schon mal auf einer ihrer bisherigen zwei LPs vertreten. Also spielt sich das hier einersets ein bisschen ab wie eine etwas überstürzte Best of-Compilation aber andererseits wurde hier alles neu aufgenommen und aufpoliert, ein neuer Anstrich der insbesondere die Songs von der ersten LP mit neuem Glanz und reichlich Durchschlagkraft ausrüstet, nachdem jene doch auf der Produktionsebene noch ein bisschen was zu wünschen übrig ließ. Also im Grunde ist das mal wieder eine Art “erste Snooper LP”-Situation mit was ich mal als die definitiven Versionen dieser Tracks bezeichnen würde und die bislang überzeugendste Repräsentation ihrer doch recht eigenständigen Mischung aus supereingängigem Garage- und Post Punk mit psychedelischen Obertönen und obendrein einer Glasur aus ein bisschen Glam und Goth – eine Kombination die mich an der psychedelischen Seite der Medallie etwa an Powerplant, De()t oder Isotope Soap minus die Synths, an Mononegatives, Shrudd oder Electric Prawns 2 erinnert, in den leichtfüßigeren Momenten hingegen auch an so Zeug wie Erik Nervous, Andy Human & The Reptoids, SGATV, Freak Genes oder Chthr.
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Diese New Yorker Band lässt ausgezeichneten Lärm vom Stapel auf ihrer vermutlich zweiten EP bisher, acht kurz angebundene Eruptionen aus catchy Fuzz-lastigem Garage- und aldmodischem DIY punk, der einerseits mit einem ausgeprägten 2010er Vibe etwa an Tyvek, Parquet Courts erinnert oder vielleicht auch eine rustikale Lo-Fi-Inkarnation der Wimps, andererseits aber auch berechtigte Vergleiche zu alten KBD-mäßigen Acts wie The Endtables oder The Mentally Ill hervorruft. Außerdehm ist da eine unübersehbarer Desperate Bycicles-Energie zu spüren und was jüngere Zeiterscheinungen angeht, bin ich mir sicher dass diese Songs zum Beispiel Freunden der letzten Winston Hytwrs Perfect Harmony EP einen neuen Kick liefern können.
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Dem Titel nach zu urteilen haben diese zur Hälfte aus Mitgliedern von The Monsieurs bestehenden Bostoner ein paar Aufnahmen wiedergefunden und auf Bandcamp verklappt, keine Ahnung also wie alt der Krempel jetzt schon ist, aber mein Bauchgefühl sagt: noch gar nicht so alt. Aber auch egal eigentlich. Wo The Monsieurs sich aber für meinen Geschmack über weite Strecken etwas zu treu an eine ultra-aldmodische und wenn ihr mich fragt auch reichlich zu Tode gerittene Retro-Formel hielten, hat das Zeug hier doch – wenngleich auch nach wie vor ohne das Bedürfnis, das Rad neu zu erfinden – deutlich mehr Karacho unter der Haube und liefert altbewährten Garage Punk-Rausch mit reichlich Wumms ab, der sich dabei auf strapazierfähige Hooks und durchweg grundsolides Songmaterial stützen kann.
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Ausgesprochen ansprechender Scheiß, dieses Demo von The Molds aus Sydney. Was mit ziemlich standardmäßigen, elektrischen Lo-Fi beats beginnt, die einen unterschwellig eierigen Garage Punk-Sound so á la S.B.F., 3D & The Holograms und Witch Piss voranpeitschen, gewinnt die Platte ab dem darauf folgenden Track Maitland Man dann doch eher eine gewisse KBD-Qualität dazu, was mich an so jüngere Bands wie Launcher, Liquid Assets, Freakees und Mystic Inane erinnert, wohingegen Long Week mehr von einem aufs wesentliche reduzierten Art Rock-Feel nicht unähnlich zu den frühen Peace de Résistance-Veröffentlichungen hat.
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Diese Ein-Mann-Band aus Chicago hatte einen echten Quantensprung hingelegt mit ihrer 2025er Sunk EP, nachdem frühere Veröffentlichungen des Typen sich noch mehr nach flüchtigen Schnappschüssen eines noch in der Selbstfindungsphase befindlichen Acts anfühlten. Auch das neue Tape aus der guten Kassettenschmiede Knuckles On Stun macht erneut klar dass er es jetzt ernst meint, wie er uns darauf vier superkompakte, einfach gestrickte und ausgesprochen ohrwurmgefährliche Häppchen aus Power Pop-getränktem, melodischem DIY Garage Punk mit einer subtilen Spur von Wipers zum gierigen Fraß vorsetzt, die nicht lange rumfackeln und immer flott auf den Punkt kommen.
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Diese Leute aus Rye, Australien sind jetzt auch schon so einige Jahre am Werk, aber ich kann mich nicht erinnern dass sie zuvor schon mal so beherzt auf den Putz gehauen haben wie auf ihrer neuen 7″ auf Legless Records, auf welcher sie erneut ihre catchy Songwriting-Skills unter Beweis stellen, aber sie mit einem deutlich rauheren Garage-Vibe und melancholischen Obertönen verquicken, die – obwohl meines Wissens niemand von jener Band direkt im aktuellen Line-Up von Doe St beteiligt ist – keinen Zweifel an der geografischen und persönlichen Nähe zu Melbourne’s Garage Punk-Dynamos Split System lassen. Wer denen was abgewinnen kann, muss auch das hier gehört haben!
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Hier hätten wir also die Debüt-EP einer Berliner Band, die sich unter anderem Mitglieder mit Les Lullies und Slander Tongue teilt und hier selbstbewust und fachmännisch vier makellose Songs aus Jangle-angehauchter Power Pop-Eleganz abliefert. Power Pop ist ja echt mal ein Genre das mit der Güte des Songwritings steht oder fällt und diese Leute bringen einfach alles an den Start was es dazu braucht… die Songs, die Arrangements, die Performances… alles ist hier stimmig!
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Diese Band aus Baltimore hat Mitglieder von Nag und Quitter an Bord, was ja schon mal ordentlich die Erwartungshaltung hochschraubt, aber es scheint eher so als zögen sie auf ihrer ersten EP alle Register, um besagte Erwartungen zu subvertieren. Die Platte hat fraglos eine etwas zersplitterte Persönlichkeit – jeder Song hier könnte genauso gut von einer jeweils anderen Band kommen und ich sag mal der Scheiß knallt rein! Carte Blanche ist vier Minuten Math-angehauchter Noise Rock wie man ihn etwa von so Bands wie John (timestwo), Luggage, den frühen Werken von Tunic oder Help erwarten würde. Vertices ist dann vielleicht ein kleines bisschen näher an dem tristen, monotonen Post Punk-Sound, den ich zuerst von ihnen vermutet hätte, aber da ist außerdem noch so ein staubiger Americana-Vibe mit dabei wie man ihn zuletzt etwa auf dem jüngst erschienenen The III tape gehört hat. Cranberry ist ein dissonant lärmender Brocken Hardcore, gefolgt von drei Minuten des experimentellen Drone/Noise in The Gate. Zu guter Letzt mündet dann in Kept Bread ein Doom-/Drone-mäßiges Intro in einen Song, der hier vielleicht noch die größte Ähnlichkeit zu den erwähnten Nag aufweist, zumindest wenn man jene auf zwei Drittel der Geschwindigkeit verlangsamt. Eine rätselhafte Veröffentlichung ist das hier und ich bin durchaus gespannt wo das Ganze die Band noch hin führen wird.
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Sex Mex waren eine echte Konstante in den letzten paar Jahren und eine Bank, wenn es um einfach gestrickten, melodischen Fuzz- und Garage Punk geht, der sich nicht weit aus dem Fenster seiner zeitbewährten Gewinnerformel hinauslehnt aber auch noch nie enttäuscht hat, immer auf Kurs gehalten von der Qualität des Songmaterials und zweifellos handelt es sich bei der neuesten EP um eins der stärksten Bündel, die sie bislang auf uns losgelassen haben – erneut ein schnörkelloser Leckerbissen des Synth-veredelten, euphorischen Garage Pop.
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