Social Ills – Never Recover

Da ist eine auffällig ökonomische, bodenständige Qualität am Werk auf der Debüt-EP dieser Band aus Portland, auf der sie uns sechs hochbrennbare Cocktails aus ’80er-Style Punk und Hardcore mit nur dem leisesten Hauch eines aktuellen Garage Punk-Zusatzes servieren. Alles davon ziehen die Jungs mit schlafwandlerischer Leichtigkeit und reichlich Klasse ab in einem unendlichen Fluss aus simplen, eingängigen Hooks.

Album-Stream →

Institute – The Shooter

Institute erscheint am 20. Februar auf Anti Fade Records.

Landowner – Rival Males

Assumption erscheint am 27. Februar auf Exploding In Sound Records.

Dead Finks – Anodyne

New Plastik Abyss erscheint am 27. März auf Bretford Records.

Public Figures – Landed In A Trap

Figure It Out erscheint am 18. Februar auf Blow Blood Records.

Jaguar 777 – ’68 Bullet

Jaguar 777 erscheint am 6. Februar auf Target Killer Records.

Anytime Cowboy – Slab Songs

Reuben Sawyer ist jetzt schon eine ganze Weile unterwegs mit verschiedenen Bands und Projekten in einem recht breiten Genre-Spektrum, schlug aber erstmals richtig ein im 12XU-Universum im vorletzten Jahr mit Demons Obey, seiner dritten LP unter dem Anytime Cowboy-alias – eine seltsame Kreatur von einer Platte, die Elemente von bluesigem, Jangle-beeinflusstem Cowpunk und Garage Pop auf eine geradezu surreal entrückte Klangwelt treffen ließen, geerdet in Sawyer’s fast schon verstörend ruhiger Gesangsdarbietung. Seine neueste LP verfeinert diese Rezeptur zu seiner reifsten Leistung bisher, auf der seine zuvor noch etwas zerrissen und fragmentarisch daherkommende Vision deutlich entrümpelt daherkommt und sich zu einer unerwartet kohärenten Klanglandschaft konsolidiert, in der seine gleichermaßen kauzigen, melodischen und melancholischen Kompositionen – zusammengehalten von überragenden Songwriting-Skills – leuchten und glitzern wie noch nie zuvor.

Album-Stream →

Zulo – El Álbum Blanco

Zulo aus Rosario, Argentinien haben bereits eine respektable Reihe an LPs und EPs akkumuliert mit einem wandlungsfähigen Sound zwischen den Eckpunkten von fuzzy-psychedelischem Garage Punk, Noise- und Power Pop, aber noch nie zuvor haben ihre Songs ein solch konsistent hohes Niveau erreicht wie auf ihrem neuesten Langspieler, auf dem sie noch mehr als zuvor ihre abgespaceten Tendenzen zu Schau stellen und ihre eingängigen Tunes in einem psychedelischen Nebel verhüllen, der an einigen Stellen ebenso an alte Haudegen wie Telescopes, Spacemen 3 oder Flying Saucer Attack erinnern mag wie auch an jüngere Phänomene wie Honey Radar, Far Corners, Germ House oder Violent Change.

Album-Stream →

Youth Avoiders – Defiance

Verdammt, es ist jetzt also auch schon wieder fast acht Jahre her seit wir das letzte mal von Youth Avoiders anlässlich ihrer 2018er Relentless EP gehört haben. Ich erinnere mich seinerzeit, der Platte eher lauwarm begegnet zu sein aber das spiegelt rückblickend vermutlich weniger die Qualität des Albums wieder als vielmehr den nicht allzu sonnigen Punkt in meinem Leben, an dem ich mich da gerade befand. Wie dem auch sei, hier ist jedenfalls nach langer Zeit eine neue Youth Avoiders LP und Überraschung, die Pariser klingen darauf so frisch und kraftvoll wie eh und je in ihrem Sound zwischen melodischem Punkrock und Postcore, den man inzwischen wohl ohne Not als prägend für eine ganze Generation vorwiegend französischer Bands bezeichnen kann, die in ihren Fußstapfen folgten wie zum Beispiel Telecult, Nightwatchers, Stalled Minds, Litovsk, Bleakness, Laxisme oder Bronco Libre, in deren Händen dieser Sound dann wiederum zuerst mit stärkeren Garage- und Post Punk-Elementen und in jüngerer Zeit auch vermehrt Oi!-Einflüssen angereichert wurde. Aus genau diesem Grund mögen Youth Avoiders im Jahr 2026 vielleicht nicht mehr ganz so originell und einzigartig klingen wie damals, aber dafür kann man ihre Musik inzwischen fast schon als angenehm altmodisch bezeichnen und es unterstreicht eigentlich nur den massiven Einfluss, den sie mit ihrem eigentlich ureigenen Sound auf weite Teile der Szene hatten.

Album-Stream →