Top Secret Nicho – Lands

Hier ist ein neuer Nicho für euch der so top fucking secret ist, dass man ihn bei Bandcamp finden kann. Auf dem Nachfolger zur letztjährigen (digitalen) Single Dining Nothing / Sin Agenda Para La Muerte versorgt uns die Band aus Rosario, Argentinien mit mehr vom gleichen Qualitätslärm, eingeweicht in den trüben Gewässern von ’80er Post-, Garage- und Art Punk mit einer zusätzlichen Ebene von fuzzy Psychedelia obendrein, was diese Platte zu einem ziemlich guten Gegenstück zu der letzten Zulo Mini-LP macht, die vor kurzem ebenfalls auf der lokalen Szene-Boutique Fake Sex Tape erschienen ist.

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Ty – Hot Wheel City

Die letztjährige WE R TY EP gehörte klar zu den herausstechenden Veröffentlichungen des Jahres im Bereich von variabel Egg-mäßigem Garage-, Post- und Art Punk und auch die neueste EP der Band aus Detroit kann einfach nicht enttäuschen. Der Opener Stuck hat dabei eine deutlich ’77-beeinflusste Qualität mit einer gewissen Ähnlichkeit zu ganz frühen Vaguess und in der Tat treten die zuvor noch prominenteren Eggpunk-Elemente hier zunehmend in den Hintergrund zugunsten eines vergleichsweise zähen, roheren Sounds, der kräftiger vorwärts geht als je zuvor. Oh, und mit der Jimi Hendrix-Coversong blamieren sie sich auch nicht, aber der eigentliche Speck ist hier dennoch in den drei unverschämt eingängigen Originalsongs, gar keine Frage.

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Завірюга – Цвяхи

Unsere liebste Eggpunk-Anomalie aus der Ukraine Завірюга hat hier mal klar ihren Sound ein gutes Stück aufgewühlt, dabei die Gitarren komplett über Bord geworfen und den Bass in den Mittelpunkt gerückt auf ihrer neuesten EP, komplementiert von minimalistischen Synths und Samples, was ihren Sound diesmal zunehmend in eine ungewohnt Noise Rock- und Industrial-affine Richtung verschiebt. Das Ergebnis ist nicht weniger als ihre frischeste und stärkste Platte seit einiger Zeit. Haltet die im Auge, man weiß nie auf welche Ideen die als nächstes noch kommen.

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Unregistered Falcon – Import Cigarettes / 200 Sideways

Arschtretender neuer Scheiß von einem Duo aus Melbourne… oder einem Trio? Keine Ahnung, die Infos auf Bandcamp sind diesbezüglich etwas ambivalent. Außerdem war Billiam an diesen Aufnahmen beteiligt, was bisher ja auch schon immer ein gutes Omen war. Wie dem auch sei, die zwei Songs sind mal so richtig meine Baustelle mit diesem Noise-versifften und ordentlich angefackelten Fuzz- und Garage Punk-Sound, der ein bisschen so klingt wie eine Kombination von The Gobs mit einer Spur von Bands der ’80er Noise Rock- und Proto Grunge-Ära wie X (AUS), Scratch Acid, Fungus Brains, U-Men oder Feedtime.

Today’s Milk – Party Store / Good People

Nicht allzu lange nach ihrer schon sehr erfreulichen dritten EP legt die Band als Kalamazoo, Michigan schon nach mit einer noch stärkeren digitalen 2-Track Single, die sich erneut nach einem Flashback in das goldene Zeitalter von ’80er-bis-Mitt-’90er Post Punk, College-, Indie- und Alternative Rock anfühlt mit so Bands wie Mission Of Burma, My Dad Is Dead, Sebadoh oder Volcano Suns, die neben vielen anderen ihre langen Schatten auf den Opener Party Store werfen, woraufhin Good People dann eher ein wenig so klingt als würden Flipper oder Broken Talent durch mehr von einem frühen Mudhoney- oder Mittneunziger Royal Trux-Vibe gefiltert.

The Dumpies – Life In Hell

Lub Dub erscheint am 20. Februar auf Dirt Cult Records.

Stuck – Instakill

Optimizer erscheint am 27. März auf Exploding In Sound Records.

Infesta – Ah, miei piedi nudi

Abisso blu erscheint am 15. März auf Stanze Fredde Records.

Sam Snitchy – Killing Me

2 Horse Force erscheint am 13. März auf Voodoo Rhythm Records.

Softjaw – Don’t Go Walking Out

Softjaw erscheint am 1. April auf Dandy Boy Records.