Brandy - Clown Pain 7"

Brandy - Clown Pain 7"

Nach ihrem sehr gei­len ers­ten Tape hat es ein biss­chen Zeit und eine Vinyl-Reis­sue auf Mono­fo­nus Press gebraucht, bis mal ein paar mehr Leute die New Yor­ker Band wahr­ge­nom­men haben. Ihr neue 7" ist mit Total Punk erneut auf einem Label erschie­nen, das ein­fach für Qua­li­tät steht. Die Pro­duk­tion ist dies­mal etwas Hoch­wer­ti­ger, der Sound dadurch etwas zugäng­li­cher. Was aber nicht heißt dass ihr pri­mi­ti­ves Rif­fing auf der Schwelle zwi­schen Noise und Garage sei­nen Beiß­re­flex ver­lo­ren hätte. Es knarzt auch dies­mal wun­der­schön.

Bruised - Rotten Codex

Bruised - Rotten Codex

Lange drauf gewar­tet, jetzt ist er end­lich drau­ßen: Der erste Lang­spie­ler von Brui­sed aus Chi­cago. Der hält was er ver­spricht und begeis­tert mit wahn­sin­nig hoch­wer­ti­gem Post Punk, der wenig Inter­esse daran zeigt, seine Per­for­mance in ein gen­re­ty­pisch rigi­des Kor­sett zu zwän­gen, son­dern der ein­fach nur mit Über­zeu­gung gera­de­aus rocken will und in puncto Songs durch­weg einen robus­ten, trag­fä­hi­gen Unter­bau vor­zu­wei­sen hat. Das ver­eint einige der bes­ten Ten­den­zen von Bands wie Sie­ve­head, Nega­tive Space, Diät, Rank Xerox und Insti­tute. Nuff said.

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Corner Boys - Waiting For 2020

Corner Boys - Waiting For 2020

Schnauze schon voll von 2019? Erzähl mir was neues. Wai­ting for 2020 ist neu. Mit ihrem ers­ten Lang­spie­ler knal­len die Cor­ner Boys aus Van­cou­ver zum ers­ten mal so rich­tig rein bei mir, nach­dem die bis­he­ri­gen EPs noch nicht so rich­tig zün­den woll­ten. Das ist erst­klas­si­ger Power­pop mit Punk­an­trieb und Gara­gen­zu­satz, außer­dem mit Ähn­lich­kei­ten zu Bad Sports, Booji Boys oder Steve Ada­myk Band - jeweils um eine aus­ge­prägte 77er Kante ergänzt.

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Co-op - III

Co-op - III

Nach der ziem­lich gei­len EP vor andert­halb Jah­ren war es man höchste Zeit für neues Mate­rial der Band aus Van­cou­ver. Das wirkt im Gesamt­ein­druck etwas unfo­kus­sier­ter, was wohl vor allem an den drei Instru­men­tal­stü­cken und Inter­lu­des liegt, die den Fluss des Albums eher unter­bre­chen als ihm dien­lich zu sein. Lässt man eben jene aus, bleibt eber erneut eine aus­ge­zeich­nete EP übrig. Wie gehabt trifft in ihrem Art- und Post Punk ela­bo­rierte Song­ar­chi­tek­tur auf Wire-Mini­ma­lis­mus und psy­che­de­li­sche Zuta­ten, die mich an Paint Thin­ner erin­nern. Ande­rer­seits kann es auch mal ein wenig nach Bam­bara oder Pro­tomar­tyr in ihren etwas kan­ti­ge­ren Momen­ten klin­gen.

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Dr. Sure's Unusual Practice - Its Alive ​/​ ​Busy Bigness

Dr. Sure's Unusual Practice - Its Alive ​/ ​Busy Bigness

Sau­gute Debüt-Cas­sin­gle hat hier mal wie­der eine Band aus Mel­bourne hin­ge­legt. Quir­li­gen Post Punk gibt's zu hören, der mit einer gara­gi­gen Klang­äs­the­tik und new-wavi­gen Vibes sogar einem noto­ri­schen Trüb­sal­blä­ser wie mir für ein mode­ra­tes Maß an guter Laune beschert.

B'schißn & Ponys auf Pump - Split

B'schißn & Ponys auf Pump - Split

Gutes Punk­fut­ter mal wie­der aus dem Hause Phan­tom Records auf einer Split-LP zweier Bands, die kaum bes­ser zusam­men auf eine Platte pas­sen könn­ten. Beide Bands erzeu­gen unpo­lier­ten und aus­ge­zeich­ne­ten DIY-Punk­rock. B'schißn aus Halle (Saale) kom­men dabei mit einer guten Por­tion Gara­gen­knarz daher, wäh­rend die Ber­li­ner Ponys auf Pump etwas schram­me­li­ger klin­gen und mit ihrem Syn­th­ein­satz einen gewis­sen Pisse-Vibe auf­kom­men las­sen.

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Buffet - All American

Buffet - All American

Ver­dammt, machen die Jungs Spaß. Buf­fet kom­men aus der Klein­stadt Ana­cor­tes auf der Fidalgo-Insel, Washing­ton und ihr ers­tes Album ist eine ein­zige Gra­nate, die irgendwo zwi­schen den Wel­ten von Post-/Hard­core der klas­si­schen West­küs­ten­prä­gung und melo­di­schem Fuzz Punk ope­riert. Letz­te­rer darf wahl­weise mal an frühe No Age, Male Bon­ding oder Terry Malts erin­nern . Und mit Throne gibt's dann auch noch einen abso­lut erfreu­li­chen Flash­back zum Emo­core der frü­hen Neun­zi­ger zu bewun­dern.

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Drahla - Useless Coordinates

Drahla - Useless Coordinates

Die Post-/Art­punk-Kapelle aus Leeds hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ja schon mit drei EPs für reich­lich Auf­se­hen gesorgt und sich dabei qua­li­ta­tiv mit jeder Ver­öf­fent­li­chung deut­lich gestei­gert - und dabei war schon die erste davon sau­gut. Die­ser Auf­wärts­trend wird auch mit ihrem Lang­spiel­de­büt fort­ge­führt, des­sen Song­struk­tu­ren und Arran­ge­ments so per­fekt aus­ba­lan­ciert, bis ins kleinste Detail aus­for­mu­liert und effek­tiv rüber kom­men wie kaum etwas, das ich in letz­ter Zeit zu Gehör bekam. Zum Ein­stieg gibt es wie­der die von den EPs bekann­ten Sonic Youth-Gitar­ren zu hören, man kann leichte Anflüge von Jaw­box oder aktu­el­le­ren Noi­sero­ckern wie Tunic ver­nah­men. Von all dem ent­fer­nen sie sich aber zuneh­mend im Laufe des Albums. Stel­len­weise erin­nert mich der Sound dann stark an die New Yor­ker Pill, aller­dings ver­schweißt mit dem kräf­ti­gen Motor von Drive Like Jehu. Starke Platte.

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Benzin - Demo

Benzin - Demo

Die Ber­li­ner mal wie­der, eine wei­tere Band von der X schon mit Y bei Z gespielt hat. Ich hab da den Über­blick schon lange ver­lo­ren. Ten­den­zi­ell geht's dies­mal eher Gara­gen­mä­ßig zu in den sie­ben kur­zen, schnör­kel­lo­sen, treff­si­che­ren Punk­kon­ser­ven, inklu­sive old­schoo­li­gem Hard­core­vibe. Wie aus der Ecke zu erwar­ten stimmt die Ener­gie und das zugrunde lie­gende Mate­rial.

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Hate Preachers - Bile Of Progress

Hate Preachers - Bile Of Progress

Nach dem gei­len Demo von kürz­lich ist auch das nach­fol­gende Tape der Hate Preachers aus Los Ange­les ein aus­ge­zeich­net alt­schu­li­ger Arsch­tritt aus Hard­core­punk, der von explo­si­ven Gara­gen­vi­bes den pas­sen­den Nach­bren­ner ver­passt bekommt.

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