Trigger Cut - Rogo

Auf dem zwei­ten Lang­spie­ler schraubt das Noi­se Rock-/Post­core-Trio den En­er­gie­le­vel noch mal be­trächt­lich hö­her, oh­ne da­bei an der Prä­zi­si­ons­ar­beit, den aus­ge­feil­ten Struk­tu­ren und Ar­ran­ge­ments zu ver­lie­ren, die be­reits ihr De­büt­al­bum aus­zeich­ne­ten. Be­son­ders in der ers­ten Hälf­te ist da­bei ein deut­li­cher Jaw­box- und Bas­tro-Vi­be am Werk. Frü­her hät­te ich ge­sagt, dass Ralph Schaar­schmidt mit sei­nen al­ten und neu­en Bands zum bes­ten aus der hie­si­gen Noi­se­rock-Sze­ne ge­hö­ren, aber in­zwi­schen bin ich der Mei­nung dass auch welt­weit nur we­ni­ge Bands auf ih­rem Le­vel un­ter­wegs sind.

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Ope - Tapes 1-3

Hier ist noch ein Über­bleib­sel von letz­ter Wo­che das ich hier ei­gent­lich aus­las­sen woll­te, sich bei ge­naue­rem hin­hö­ren aber als stär­ker er­wies als ich zu­nächst dach­te. Ein me­lo­di­scher Mix aus ver­träumt-me­lan­cho­li­schem Noi­se Pop, Or­gel-und-Syn­th Punk ent­fal­tet sich auf die­sen Tapes und ver­sprüht au­ßer­dem ei­ne gu­te Men­ge Psy­che­de­lia der al­ten Fly­ing Nun-Schu­le.

Nick Cage - Lost Cause

Mann, war das ei­ne lah­me Wo­che was neu­en Lärm an­geht. Aber im­mer­hin ei­ne Ver­öf­fent­li­chung möch­te ich euch nicht vor­ent­hal­ten, und zwar die­se klei­ne Schön­heit zwi­schen Ga­ra­ge Punk, Hard- und Post­core - ein biss­chen wie ein Mix aus Fried E/​M, Mo­dern Needs, Mys­tic Ina­ne… mit ei­nem ge­wis­sen Dri­ve Li­ke Je­hu-Zu­satz in den pas­sen­den Mo­men­ten.

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Nag - Observer

Nach dem ge­ring­fü­gig aus­ge­feil­te­ren De­büt­al­bum der Dark-/Post Punk-Com­bo aus At­lan­ta im letz­ten Jahr fühlt sich des­sen Nach­fol­ger wie­der mehr nach den frü­he­ren EPs an - und das mei­ne ich nur im bes­ten Sin­ne. Die­se Songs sind roh wie Tro­cken­fut­ter, die Ar­ran­ge­ments bis auf die Kno­chen re­du­ziert, ge­ra­de so weit wie sich das Gen­re halt noch deh­nen lässt, be­vor die fra­gi­le Kon­struk­ti­on in sich zu­sam­men fällt. War­um ei­nen Ro­man schrei­ben, wenn du nur ei­nen ab­so­lut dring­li­chen Satz los­wer­den must?

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Nice Surprise - Nice Surprise

In der Tat ei­ne net­te Über­ra­schung, die als La­the Cut er­schie­ne­ne De­büt-7" ei­nes Du­os aus Aus­tin, die me­lo­di­schen Lärm ir­gend­wo zwi­schen Power- und Ga­ra­ge Pop er­zeugt. Be­son­ders die Kil­ler A-Sei­te I'm Old ist si­cher ein ge­fun­de­nes Fres­sen für Freun­de von Zeug wie Tom­my & The Com­mies, Bad Sports, Ra­dio­ac­ti­vi­ty, Cheap Whi­ne oder So­nic Ave­nues.

Exxxon - Gas Tape /​ More Gas

Die­se Band un­ge­klär­ter Her­kunft hat kürz­lich ihr zwei­tes Tape von der Lei­ne ge­las­sen - er­neut auf dem Kas­set­ten­la­bel De­lu­xe Bi­as - und wie auch beim Vor­gän­ger be­kom­men wir dar­auf ei­nen or­dent­li­chen Lo-Fi Knall ver­passt, der et­was da­nach klingt als hät­ten sich Stoo­ges und MC5 als ei­ne Hard­core-Ka­pel­le neu er­fun­den. Ein ge­wis­ser Bad Brains-Un­ter­ton ver­tieft den all­ge­mei­nen Old­school-Vi­be und in der Ge­gen­wart könn­te man das mit et­was auf­ge­motz­ten Vexx ver­glei­chen. Auf­ge­motzt mit 50% mehr X.

Poison Ruïn - Poison Ruïn II

Das ers­te Tape der Band aus Phil­adel­phia ge­fiel mir ja schon nicht schlecht, aber auf dem Nach­fol­ger legt ihr Mix aus Ga­ra­ge-, Post- und Dun­ge­on Punk die Mess­lat­te noch mal ein gan­zes Stück hö­her an und schreckt da­bei wei­ter­hin nicht da­vor zu­rück, auf ei­ne gu­te Do­sis des alt­ge­dien­ten "Hea­vy" Me­tal zu­rück­zu­grei­fen - was auf den Film glei­cher­ma­ßen zu­trifft wie auf das Mu­sik­gen­re.

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Trash Ferraris - Trash Ferraris

Simp­ler, ge­rad­li­ni­ger, dum­mer und ul­tra-ef­fek­ti­ver Ga­ra­ge­punk-Spaß, er­zeugt von Leu­ten aus dem er­wei­ter­ten Or­bit von Va­guess, Useless Ea­ters und Fer­nan­do & The Teena­ge Narcs. Hat ein biss­chen was von Ex-Cult, aber am meis­ten er­in­nert es mich an aus­tra­li­sche Bands wie The Li­ving Eyes, Ed­dy Cur­rent Sup­pres­si­on Ring und Mi­ni Skirt. So­gar ein leich­ter Saints/​Radio Bird­man-Vi­be ist mit am Start.

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Collate - Medicine /​ Genesis Fatigue

Es hat 'ne Hand­voll Re­lea­ses ge­dau­ert um da­hin zu kom­men, aber auf ih­rer neu­es­ten 7" trifft das Trio aus Port­land für mich ge­nau die rich­ti­gen Ner­ven mit ih­rem No Wa­ve-in­fi­zier­ten, Gang Of Four-in­spi­rier­ten Post Punk, der mich in die­sem Fall ganz be­son­ders an die bri­ti­sche Ka­pel­le Aus­teri­ty er­in­nert.

Shimmer Bed - Aquaria, Escapism & Other Favorites

Die Dis­ko­gra­fie des Ga­ra­gen­pro­jekts Shim­mer Bed aus Los An­ge­les ist ehr­lich ge­sagt et­was zu um­fang­reich als dass ich ge­ra­de tie­fer drin rum­wüh­len möch­te, aber ge­nau des­halb ist die­se tol­le Com­pi­la­ti­on­kas­set­te des spa­ni­schen La­bels Dis­cos Pero­qué­bi­en so ein will­kom­me­nes Ge­schenk, das mich jetzt erst­mals mit dem Ty­pen be­kannt macht. In der Span­ne von wuch­ti­gen 22 Songs wer­den wir Zeu­gen ei­nes be­mer­kens­wert brei­ten Spek­trums an Klän­gen von oft recht schrä­gem Be­droom Ga­ra­ge Punk, der mal an die Me­lo­diö­si­tät von Va­guess er­in­nert, an den Noi­se Pop von Jah Hell oder die ver­spiel­ten Ent­wür­fe von Dee Bee Rich, Nuts oder Pr­i­son Af­fair - bis hin zu Psy­che­de­lic Pop á la Rat Col­ums oder di­ver­sen 80er Fly­ing Nun Acts. Und zwi­schen­drin ist dann auch noch Zeit für ein paar Noi­se-las­ti­ge Post Punk-Skiz­zen.

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