Ascot Stabber – Bad Spell

Ascot Stabber - Bad Spell

Diese Band aus dem eh schon für jede Menge Qua­li­täts­lärm bekann­ten Bris­bane trifft mit ihrer ers­ten EP schon mal ziem­lich ins Schwarze. Strai­gh­tes aber aus­ge­feil­tes Punk­zeug mit beacht­li­chem Garage- und Fuzz-Fak­tor, deut­li­chen Anzei­chen von Hard- und Post­core. Als grobe Ori­en­tie­rungs­hilfe hätte ich zum Bei­spiel frühe Video, Flowers Of Evil, Bad Bree­ding, Hot Snakes oder Davi­di­ans anzu­bie­ten.


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Autobahn – The Moral Crossing

Autobahn - The Moral Crossing

Wer die­ses Blog schon etwas län­ger ver­folgt, dem sind die Post­pun­ker aus Leeds hier sicher schon mal mit ihren ers­ten zwei EPs begeg­net. Ihr ers­tes Album Dis­sem­ble hab ich sei­ner­zeit dann mal aus­ge­las­sen. Das war kei­nes­wegs schlecht, aber mei­nen Erwar­tun­gen wurde das auch nicht gerecht; für mei­nen Geschmack war das alles etwas zu nah am „siche­ren“ aber unbe­mer­kens­wer­ten Genre-Stan­dard­fraß gebaut.

Ihre zweite LP The Moral Crossing ist im Ver­gleich eine viel, viel stär­kere Platte. Wenn auch eine von der Sorte, der ich mehr Respekt als Liebe ent­ge­gen zu brin­gen ver­mag. Ein zu Beginn sorg­fäl­tig kon­stru­ier­tes, atmo­sphä­risch dich­tes Werk, das einen beacht­li­chen Sog ent­wi­ckelt, in der zwei­ten Hälfte aber auch zuneh­mende Abnut­zungs­er­schei­nun­gen zeigt. Den­noch, alleine schon der Mit­tel­teil mit den Über­songs Future /​ The Moral Crossing /​ Torment, die sich als der emo­tio­nale Kern des Albums her­aus­schä­len, ist eine beacht­li­che Leis­tung.

Mehr als je zuvor schöp­fen Auto­bahn ihre Inspi­ra­tion aus klas­si­schem 80er Goth. Wer mit einem gewis­sen Maß an Pathos und Kitsch nicht klar kommt, wird sich mit die­ser Musik schwer tun. Die Songs kön­nen die­sen Bal­last größ­ten­teils aber auch pro­blem­los tra­gen. Aus­ba­lan­ciert wird das ganze dann aber von den hyp­no­ti­schen Kraut- und Psy­che­de­lic-Anlei­hen, die irgend­wie auch schon immer Teil ihres Sounds waren, aber hier erst­mals ver­mehrt ins Zen­trum rücken. Manch­mal bewe­gen sich die Songs gefähr­lich nah an der Schwelle zum Alter­na­tive Rock, ohne mich dabei allzu sehr anzu­pis­sen.

Neben der neuen Pro­tom­ar­tyr ist The Moral Crossing wohl die zweite dies­jäh­rige Post­punk-Ver­öf­fent­li­chung mit stark Genre-über­grei­fen­dem Appeal. Mal abwar­ten was jetzt pas­siert. Nicht viel, ver­mut­lich.



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Skull Cult – Skull Cult

Skull Cult - Skull Cult

Nach zwei maxi­mal des­ori­en­tie­ren­den EPs kommt das Duo Skull Cult aus Bloo­m­ing­ton, Indiana auch schon mit sei­nem ers­ten Album um die Ecke. Wie zu erwar­ten ent­fal­ten sich dar­auf knappe zwan­zig Minu­ten Chaos, viel­leicht ein ganz klei­nes biss­chen geschlif­fe­ner als auf den EPs. Aber ihr Sound ist und bleibt wun­der­bar pri­mi­ti­ver Synth- und Garage Punk mit dem gewis­sen Dach­scha­den. Eine mit audi­tiver Infor­ma­tion über­la­dene Atta­cke auf die Sinne, die schmerz­un­emp­find­li­che Gara­gen-Afi­cio­na­dos ein wei­te­res mal in ange­nehme Wal­lung ver­set­zen wird.



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Blacklisters – Dart 7″

Blacklisters - Dart 7"

Die aktu­elle EP der Noi­sero­cker aus Leeds wurde im Rah­men des Too Pure Sin­gles Club von der Leine gelas­sen und frag­los han­delt es sich dabei um das kom­pak­teste, run­deste Stück Lärm, das die Band bis­her abge­lie­fert hat.

Exhalants – Democore

Exhalants - Democore

Ein durch­aus viel­ver­spre­chen­des Demo kommt von einer Band aus Aus­tin, Texas. Noi­se­rock mit einem gewis­sen Post­core-Ein­schlag, ten­den­zi­ell von der eher unge­müt­li­chen Sorte, der die Geduld öfter mal in aus­gie­bi­gen in Math­rock-Manö­vern stra­pa­ziert. Man­ches kommt noch etwas halb­gar und klo­big rüber, zeigt aber auch schon jede menge Poten­zial. Wei­ter im Auge behal­ten.


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Patsy’s Rats – Is It Alright? /​ Givin‘ Up 7″

Patsy's Rats - Is It Alright? / Givin' Up 7"

Schon eine ganze Weile ange­kün­digt, als 7″ ver­mut­lich schon län­ger ver­füg­bar, jetzt end­lich über’s eigene Band­camp auch für einen, äh… fast schon bezahl­ba­ren Betrag in digi­tal zu bekom­men. Der neu­este Kurz­spie­ler des Power­pop-Duos besticht mal wie­der mit zwei schnör­kel­lo­sen Song­per­len. Beson­ders die A-Seite Is It Alright? ist eine unwi­der­steh­li­che Pop­gra­nate, deren Ohr­wurm­qua­li­tä­ten man sich nur schwer ent­zie­hen kann.

Abschaum – Moon Tango

Abschaum - Moon Tango

…und gleich noch mal sehr psy­che­de­li­sches Geschwur­bel. Abschaum kom­men aus Lyon und das Kraut-/Psy­che­de­lic-Süpp­chen, dass sie auf ihrem aktu­el­len Album kre­ieren, ist ein­fach mal sau­gu­tes, stil­si­che­res Zeug, dass sich zwar einer­seits nicht allzu sehr aus dem Genre-Fens­ter lehnt, ande­rer­seits aber auch nie lang­wei­lig wird. Da gibt’s nicht viel dran zu rüt­teln.

Goon – Happy Omen

Goon - Happy Omen

Wun­der­schön, diese EP einer Band aus Los Ange­les. Eine form­schöne Ver­schmel­zung aus Indie­rock, (Neo-)Psychedelia, Power- und Jangle Pop, etwas folk­i­gem Gedöns gibt’s zu hören. Das weckt z.B. Erin­ne­run­gen an Spa­ce­men 3, Gala­xie 500 und die alten Pais­ley Under­ground-Tra­di­tio­nen.



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La Vase – La Vase

La Vase - La Vase

Ein­fach gestrick­ten aber ebenso mit­rei­ßend dar­ge­bo­te­nen Punk­rock mit garagigen/​postpunkigen Zwi­schen­tö­nen setzt es auf dem Debüt­al­bum der Leip­zi­ger Band. Stel­len­weise könnte man das als eine etwas erdi­gere Ver­sion von Short Days beschrei­ben, außer­dem meine ich leichte Spu­ren von z.B. Daily Ritual oder Cri­mi­nal Code zu erken­nen. Kann was.



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Helta Skelta – Nightclubbin‘ 7″

Helta Skelta - Nightclubbin' 7"

Die letzte LP der Band aus Perth kam mir auf zumin­dest auf Alb­um­länge noch etwas ein­tö­nig daher, der neue Kurz­spie­ler auf Der­an­ged Records über­zeugt mich hin­ge­gen voll­ends. Drei starke Gara­ge­klop­per, die sofort ins Blut gehen und eine gewisse sti­lis­ti­sche Nähe zu Bands wie Ura­nium Club, Eddy Cur­rent Sup­pres­sion Ring oder Ex-Cult auf­wei­sen.