Super-X - Super-X

Nach ei­ner star­ken EP im Jahr 2017, lie­fern Su­per-X aus Mel­bourne jetzt ihr Lang­spiel­de­büt ab, das er­neut aus al­len Näh­ten platzt an­ge­sichts ei­ner un­ge­mein ab­ge­spa­ce­ten Wucht. Klas­si­sche Stoo­ges-En­er­gie kol­li­diert hier mit psy­che­de­li­schem Feu­er­werk á la frü­he Te­le­scopes, ei­ner un­er­war­tet kräf­ti­gen Do­sis Post Punk und ei­ner Spur MX-80. Da­bei blei­ben sie über die ge­sam­te Stre­cke span­nend und so viel­sei­tig, dass sich mit­un­ter doch sehr un­ter­schied­li­che Bands wie Pu­blic Eye, Writ­hing Squa­res, De­st­ruc­tion Unit, Faux Fero­cious, Bail­ter­space, The Cow­boy oder The Men in ih­rer Open Your He­art-Ära als Ver­glei­che an­bie­ten.

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Boogie Board - Station

Die ak­tu­el­le EP von so 'nem Ty­pen aus Chi­ca­go lie­fert uns vier­ein­halb kur­ze aber wir­kungs­vol­le Far­ben­spie­le aus un­ver­schämt über die Dis­tor­ti­on-Klip­pe ge­schubs­ter krau­tig-spa­ce­ro­cken­der Psy­che­de­lic-Ga­ra­ge-Fuzz-Ek­sta­se. So et­wa De­st­ruc­tion Unit tref­fen auf Chro­me, Draggs kol­li­die­ren mit Dr. Mix & The Re­mix.

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Paint Thinner - The Sea Of Pulp

Wow! Was ein ge­sun­des Mi­ni­mum an Pro­duk­ti­ons­auf­wand für ei­nen Un­ter­schied ma­chen kann, be­weist der ers­te Lang­spie­ler von Paint Thin­ner aus De­troit. Die ge­fie­len mir be­reits auf ih­rem De­mo vor ca. drei Jah­ren aus­ge­spro­chen gut. Aber ka­men mir da­mals als Ver­gleich noch eher Wire so an­no Chairs Mis­sing in den Sinn, klingt das hier et­was we­ni­ger nach Ur-Post­punk und Art­punk, da­für stär­ker nach Ur-Psy­che­de­lic- und Spa­ce­rock, nach Pink Floyd der (mal ehr­lich, ein­zig wah­ren) Syd Bar­ret-Ära und frü­hen Hawk­wind. Und das mit­un­ter auch bei den Songs, die be­reits auf dem De­mo ent­hal­ten wa­ren. Ver­ein­zelt kann auch ein we­nig Surf-Twang et­wa an Crys­tal Stilts er­in­nern. Aber zu kei­nem Zeit­punkt lässt The Sea Of Pulp zwei­fel dar­an auf­kom­men, dass in ihm ein Herz aus Punk schlägt. Die Plat­te ist ein Kil­ler und mit Fell Flat ist (er­neut) ei­ner der stärks­ten Songs an Bord, die mir in letz­ter Zeit so un­ter­ka­men.

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Writhing Squares - Out Of The Ether

An zeit­ge­nös­si­schem Psy­che­de­lic- und Space-Ge­döns man­gelt es die­ser Ta­ge ja kei­nes­wegs, wohl aber an Bands die sich trau­en, die all­zu aus­ge­tre­te­nen Pfa­de zu ver­las­sen und die­sen er­grau­ten, schon längst et­was ab­ge­stan­den rie­chen­den Gen­res ein we­nig Fri­sche zu ent­lo­cken. Writ­hing Squa­res sind da ei­ne so lo­bens­wer­te wie auch hoch­po­ten­te Aus­nah­me. Ei­ne Hälf­te des Du­os aus Phil­adel­phia ist an­sons­ten noch bei den Post­pun­kern Tai­wan Housing Pro­ject an­zu­tref­fen, der an­de­re Typ hat bei den sti­lis­tisch et­was nä­her ge­la­ger­ten Pur­ling Hiss sei­ne Fin­ger mit drin. 2016 fie­len mir die bei­den schon mal mit ei­nem sehr ap­pe­tit­li­chen Mi­ni­al­bum auf, aber der Nach­fol­ger da­von ist noch mal ein ganz an­de­res Biest, des­sen Sound ei­ner­seits ei­ne deut­li­che Ent­schla­ckungs­kur durch­lau­fen hat, an­de­rer­seits aber ge­nau da­durch stark an Form ge­won­nen hat und ein we­nig so klingt als trä­fen sich mal Sui­ci­de, mal eher Big Black mit Hawk­wind (oder heu­te eher: De­st­ruc­tion Unit), Chro­me und MC5 zu ei­ner be­kiff­ten Jam­ses­si­on. Die mi­ni­mal-In­stru­men­tie­rung aus 70er Ro­land-Style Lo­Fi-Beats, Bass und wahl­wei­se mit Sa­xo­fon oder kos­mi­schen Syn­th-Se­quen­zen oben­drauf, ver­passt der Sa­che ei­ne ganz ei­ge­ne Klang­far­be.

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Thriller Party - Gelfling Wanderer

Ich seh das Co­ver und denk mir was zum Fick? Da­hin­ter kann sich doch nichts gu­tes ver­ber­gen. Si­cher ei­ne die­ser aus­ge­lutsch­ten Psy­che­de­lic­Stoner­Pro­gres­si­ve­S­pa­ce­Doom-Ka­pel­len, die seit Jahr­zehn­ten jeg­li­cher Ent­wick­lung und Krea­ti­vi­tät er­folg­reich aus dem Weg ge­gan­gen sind. Oder best ca­se: Ein un­in­spi­rier­ter Oh Sees-Klon.

Und wie falsch ich da lag! Bis auf den Teil mit Oh Sees. Die­se Plat­te wür­de näm­lich tat­säch­lich gut auf Dwyer's La­bel Cast­le Face pas­sen, aber die Band aus Los An­ge­les ist auch reich­lich in­spi­riert. Die Fan­ta­sy- und Sci­ence Fic­tion-Ver­wei­se sind nicht da um ernst ge­nom­men zu wer­den und rie­chen mehr nach Hea­vy Me­tal. Dem Film. Na ja, manch­mal auch dem Gen­re (sie­he Fe­ren­gi Ma­d­ness!). Und ja, es gibt auch viel psy­che­de­li­sches bis ab­ge­spa­ce­tes Zeug aber Thril­ler Par­ty ha­ben Punk im Arsch. Fuz­z­punk, mit dem sie die hal­lu­zi­no­ge­ne­ren Ele­men­te kom­ple­men­tie­ren und der mich an No Age, Ma­le Bon­d­ing, Hüs­ker Dü oder Ja­pan­dro­ids er­in­nert. Oder wenn's eher Psy­cho­din­gens wird an Pow!, spä­te­re Parts & La­bor und de­ren Nach­fol­ge­band Up­per Wilds. Und na­tür­lich auch mal Oh Sees. Das hat En­er­gie, das macht Krach und Spaß. Spaß, wie er an­de­ren Bands ta­bu zu sein scheint, die mit ähn­li­chen Ver­satz­stü­cken rum­han­tie­ren.

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Faux Ferocious - Faux Ferocious

Der Sound die­ser Band aus Nash­ville ließ sich schon im­mer et­was schwer fest­na­geln und auch auf ih­rer ak­tu­el­len EP ge­ben zei­gen sich wei­ter­hin sehr wand­lungs­fä­hig, aber auch deut­lich ge­reift. Der Ope­ner Me and John­ny tobt sich auf ei­ner Ba­sis von psy­che­de­li­schem Post­punk aus, an­ge­rei­chert um Ele­men­te aus Kraut, Space- und Mathrock; die ga­ra­gi­ge Kan­te ha­ben sie sich da­bei be­wahrt. The Big Ka­hu­na hat dann ei­nen ge­wis­sen Vel­vet Un­der­ground-meets-Mo­dern Lo­vers-meets-Gun Club Vi­be; zum Ab­schluss geht es dann noch mal or­dent­lich ab­ge­spa­ced zu.

Country Florist - CF-2

country florist

Das zwei­te Tape des So­lo­künst­lers An­drew Mor­gan aus Litt­le Rock, Ar­kan­sas un­ter dem Ali­as Coun­try Flo­rist. Wie ge­habt wei­te­re vier­zig Mi­nu­ten wun­der­bar ver­schro­be­ner bis krau­ti­ger DIY Psych- und Spa­ce­rock mit spar­sam pop­pi­gen Mo­men­ten und ei­ner char­man­ten New Or­der Co­ver­ver­si­on zum Ein­stieg. Ein drit­tes, stär­ker elek­tro­las­ti­ges Tape soll noch die­sen Mo­nat er­schei­nen.

Verstärker - Aktivität

verstaerker

Drei of­fen­sicht­lich et­was ger­ma­no­phil ver­an­lag­te Ty­pen aus Ken­tu­cky las­sen den Kraut­mo­tor auf Spar­flam­me ro­tie­ren. Gu­te vier­zig Mi­nu­ten psy­che­de­li­sche Ek­sta­se.

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Telstar Sound Drone - Jäegerklause Berlin Jan 2014

telstar sound drone

Druck­voll at­mo­sphä­ri­scher Psych-/S­pa­ce­rock aus Ko­pen­ha­gen. Wie schon am Ti­tel er­kenn­bar, fin­det man auf die­ser EP vier mit­rei­ßen­de Li­ve­mit­schnit­te. Die Jungs be­herr­schen das Aus­tei­len ge­nau so gut wie die Ver­ne­be­lung der Sin­ne.

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