Da haben sich ja mal zwei Acts gefunden. Das Duo Danyl Jesu ist sicher schon einigen bekannt duch die Split-LP mit Barge With An Antenna On It. Ihre Seite der Platte gehört für mich fraglos zu den musikalischen Höhenpunkten dieses Jahres. Der Künstler Pale Earth kommt ebenfalls aus Brisbane und zeichnet für elektronisches Geschwurbel irgendwo zwischen den Eckpfeilern Ambient, Drone und Noise verantwortlich. In dieser Kollaboration ergänzt sich das alles ganz hervorragend zu einem gewaltigen Klangbastard, dessen psychedelische Farbpalette von nervtötend bis verstörend reicht.
Hypnotisch-Psychedelisch groovender Garagepunk aus Minneapolis. Dafür verantwortlich zeichnen zwei Drittel von The Blind Shake, auch die musikalische Verwandtschaft zu letzteren lässt sich kaum überhören.
Matt Rendon aus Tucson, Arizona dürfte dem einen oder anderen Garageliebhaber schon gut bekannt sein durch sein mehr-oder-weniger-Soloprojekt The Resonars. Auch unter seinem neuen Pseudonym erkennt man klar seine Handschrift, anstelle von British Invasion-lastigem Garagepunk lässt er sich hier aber mal eher in Richtung Psychedelic Pop gehen, serviert in Form von zwei ausschweifenden Suiten und einem vergleichsweise winzigen Songfragment.
In der Tat ein kruder Bastard, diese Platte der Sealings aus Brighton, auf dem ausgezeichneten lokalen Label Faux Discx erschienen. Das bewegt sich so zwischen Synth- und Industrialpunk, düsterem Postpunk, Noiserock, psychedelischen Momenten und auch etwas J&MC-mäßigem Proto-Shoegaze.
Neues Album der Psych-/Spacepunk-Band aus Phoenix, Arizona. Wieder auf Sacred Bones erschienen und wieder die zu erwartende Wucht. Kompromisslos wie eh und je, ist das wohl auch ihre kompakteste Veröffentlichung bisher. Durchgehend grandios.
Eine recht seltsame Platte haben Ace Romeo aus Sydney da rausgehauen. Eine, die sich partout auf kein Genre festnageln lassen will. Nach einem etwas Irreführenden Chiptune-Intro pendelt das so etwa zwischen Psychdedlic Rock der mal Kraftvoll walzenden, mal der entspannt groovenden Sorte, relaxtem Indierock, käsigem Dad-Rock und Powerpop der Marke Cheap Trick. Überhaupt erscheint mir alles auf diesem Album aus Papa’s Plattensammlung stibitzt. Vollkommen am Zeitgeist vorbei und genau deshalb so sympathisch.
Das londoner Rock’n’Roll Wunderkind Dan Melchior hat mal wieder seine alte Band zusammengetrommelt. Dabei ist ein neues Album rausgekommen mit wunderbar verspieltem, manchmal ausuferndem Psych- und Garagenrock und einer ausgesprochen breiten Klangpalette.