Telstar Sound Drone – Jäegerklause Berlin Jan 2014

telstar sound drone

Druckvoll atmosphärischer Psych-/Spacerock aus Kopenhagen. Wie schon am Titel erkennbar, findet man auf dieser EP vier mitreißende Livemitschnitte. Die Jungs beherrschen das Austeilen genau so gut wie die Vernebelung der Sinne.

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Sonic Jesus – Neither Virtue Nor Anger

sonic jesus

Nach einer ersten EP und einer Split 7″ mit Black Angels rollt jetzt auf Fuzz Club Records der erste Langspieler der Band aus dem italienischen Provinzkaff Doganella di Ninfa an. Der lässt sich gleich 90 Minuten lang Zeit um seinen psychedelisch-krautigen Nebel auszubreiten, der in der ersten Hälfte etwas energischer daherkommt und auch mal leicht wavig-postpunkige oder Shoegaze-mäßige Schlenker macht, um dann in der zweiten Halbzeit überwiegend auf meditativ-spacige Art einzulullen. Musik, für die man Zeit braucht. Für meinen Geschmack hätte man das ganze ruhig um ein Drittel kürzen können, aber weil hier die gelungenen Momente deutlich überwiegen kann man das verschmerzen. Außerdem werden schmerzfreie Verfechter des Genres das vermutlich auch wieder ganz anders sehen.



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Male Gaze – Gale Maze

male gaze

Castle Face Records lehnen sich hier mal ein kleines bisschen aus dem Fenster und hauen das Debüt-Minialbum der weniger Garagen- als Postpunk-affinen Male Gaze aus San Francisco raus. Passt trotzdem hervorragend in den Labelkatalog, weil sie sich mit den anderen Acts die Vorliebe für einen dicken Fuzzmantel und eine Aura aus warmer Psychedelia teilen. Von drückendem Stonerpunk hin zu fluffigem Psychpop erstreckt sich hier das Spektrum, jeder Song überzeugt.


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Crows – Pray 7″

crows

Eine londoner Band mit einem hochenergetischem Soundbastard aus breitbeinigen Retro-Riffs, psychedelischer Vernebelung und wuchtigen Grooves als Fundament, die auch ein bisschen subtiles AmRep-Feeling aufkommen lassen. Gibt’s im Label-Shop als durchsichtiges Vinyl oder Download.


Pinecones – Sings For You Now

pinecones

Starkes Teil von dieser Band aus Atlanta. Relaxt aber druckvoll vor sich hin groovende und rollende Retro-Jams mit stark garagiger Note und deutlichen Southern-Einflüssen, ein wenig Psych, aber alles gefiltert durch den Indierock der neunziger und nuller Jahre. Dazu ein Sänger, dessen monotones Sprechgebell dem ganzen noch mal eine ganz eigene prägnante Note hinzufügt. Trotz durchgängigem Midtempo schaffen sie es, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten.


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Spectres – Dying

spectres

Brilliantes Zeug aus Bristol. Spectres spielen eine eigenwillige Mischung aus Shoegaze, Noise und düsterer Psychedelia. Das alles vermengen sie zu einem schweren, atmosphärisch dichten Brocken. Der Opener lärmt in in etwa so los als hätte man das Debüt von A Place To Bury Strangers mit frühen Black Rebel Motorcycle Club und etwas Sonic Youth oder Swervedriver verschmolzen. In anderen Momenten kann man sich auch an My Blody Valentine’s „Isn’t Anything“-Phase oder die Psych-lastigeren Momente von Disappears oder Black Angels erinnert fühlen.



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Lee Paradise – Water Palace Kingdom

lee paradise

Schräger, minimalistischer Weirdo-Psych von einem kaputten Vogel aus Toronto. Keine Gitarren im Angebot hier, dafür eine ganze Batterie antiquierter Orgel- und Synth-Sounds und infektiöse Grooves bis zum abwinken.


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Outrageous Cherry – The Digital Age

outrageous cherry

Outrageous Cherry machen schon ziemlich lange die Konzertkeller von Detroit unsicher. Seit 1992 gibt’s die Band schon und das hier ist bereits ihr zwölftes Album. Nicht dass ich davon irgendwas mitbekommen hätte…
Auf der Platte fabriziert das Quartett jedenfalls leicht LoFi-mäßig produzierten Retro-Powerpop mit einem gewissen British Invasion- und R’n’B-Einschlag. Wenn man Bands wie Resonars, Guided By Voices, Kinks und Apache Dropout zusammen verrührt, könnte so ein ähnlicher Sound bei rauskommen. Sowas steht und fällt natürlich mit der Qualität der Songs. Die ist hier durchgehend sehr hoch.


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