Martyr Privates - Martyr Privates

Martyr Privates - Martyr Privates

End­lich erscheint das Debüt­al­bum die­ser tol­len Band aus Bris­bane via Bedroom Suck & Fire Records. Das Trio klingt stre­cken­weise ihren Label- und Stadt­nach­barn Blank Realm nicht ganz unähn­lich in ihrer eigen­wil­li­gen Dar­bie­tung moder­nen Psy­chrocks, aber Mar­tyr Pri­va­tes ver­pa­cken das ganze dann in einem deut­lich boden­stän­di­ge­ren Sound zwi­schen Gara­gen­rock und den Psych-las­ti­ge­ren Strän­gen von Shoegaze- und Dream­pop. Refe­ren­zen gehen quer durch die Genre-His­to­rie von 13th Floor Ele­va­tors über Vele­vet Under­ground hin zu (und ganz beson­ders) Spa­ce­men 3 und Gala­xie 500. Neun Songs mit unver­schämt hohem Ohr­wurm­fak­tor.



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Energygown - Evening Molasses

Energygown - Evening Molasses

Whoa, in wel­chem schlecht beleuch­te­ten Kel­ler­loch in Chi­cago gedei­hen denn sol­che hyp­no­ti­schen Groo­ves? Die­ser gara­gig abge­fuz­zte Space-Drone-Blues gibt sich stre­cken­weise der­art mimi­ma­lis­tisch und bene­belt, dass man sich fragt ob die alle ihre Instru­mente ein­hän­dig spie­len.



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Fat Creeps - Must Be Nice

Fat Creeps - Must Be Nice

Diese Band aus Bos­ton spielt eine recht eigen­wil­lige und wand­lungs­fä­hige Form ent­spann­ten Indierocks. Ob strai­gh­ter Punk­rock, ver­träumt-psy­che­de­li­sche Aus­rei­ßer, gara­gi­ger Surf­pop oder leichte Anflüge von Post­punk; all das schüt­telt das Trio sou­ve­rän aus dem Ärmel und macht sich dabei noch des einen oder ande­ren Ohr­wurms mit­schul­dig.


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Giggly Boys - .

Giggly Boys - .

Proto-Pro­tomar­tyr? Könnte so hin­kom­men, denn über weite Stre­cken klingt diese EP der New Yor­ker Gig­gly Boys etwas nach einer gara­gig-pri­mi­ti­ven, weni­ger aus­for­mu­lier­ten Ver­sion der erwähn­ten Post­pun­ker aus Detroit. Eben­falls mit an Bord: eine aus­ge­prägte Vor­liebe für psy­che­de­li­sche Dro­nes á la Disap­pears oder Dest­ruc­tion Unit, bezüg­lich letz­te­rer jedoch eher wie eine ent­spannt-bekiffte Abart davon.


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Lenguas Largas - Come On In

Lenguas Largas - Come On In
Auf der aktu­el­len Platte die­ser Band aus Tuc­son, Ari­zona tref­fen sich einige sehr ver­schien­dene musi­ka­li­sche Stränge auf unwahr­schein­li­che Art und Weise. Da wäre auf einer Seite der unkon­trol­lierte Gara­gen­rock von Bands wie Yup­pies, Ex-Cult oder Par­quet Courts, ebenso wie etwas anti­quiert wir­kende VU-/Strokes-ismen. Auf der ande­ren Seite des Spek­trums wäre dann die popu­läre Grat­wan­de­rung zwi­schen Indie­rock und Post­punk/-core wie sie etwa von Die! Die! Die!, Les Savy Fav oder Popstran­gers reprä­sen­tiert wird. Der Melo­di­sche Psych-Power­pop ihrer Stadt­nach­barn Reso­nars hin­ter­lässt auch Spu­ren, ebenso wie der melan­cho­li­sche Surf-Twang von Crys­tal Stilts oder Fresh and Onlys. Zu guter letzt kommt dann noch eine kleine Dosis Psych­ge­dröne á la Disap­pears dazu.
An Abwechs­lung man­gelt es also wahr­lich nicht. Es spricht sehr für die Qua­li­tä­ten der Band, dass die Jungs sich inmit­ten die­ser Fülle von Ein­flüs­sen nicht total ver­zet­teln und auch nicht abge­dro­schen klin­gen, ange­sichts der teil­weise bereits zu Tode erprob­ten Zuta­ten.



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White Fence - For The Recently Found Innocent

White Fence - For The Recently Found Innocent
Tim Pres­ley aka White Fence dürfte eini­gen noch als Front­mann der Psy­chro­cker Dar­ker My Love ein Begriff sein. Andere sind sicher durch seine Alb­um­kol­la­be­ra­tion mit Ty Segall auf ihn auf­merk­sam gewor­den. Seine Solo­al­ben hin­ge­gen haben bis­her - viel­leicht gewollt - eher kleine Wel­len geschla­gen. Kein Wun­der, denn mit der­ar­tig kom­pro­miss­lo­sen LoFi-Pro­duk­tio­nen ist schon prin­zi­pi­ell keine grö­ßere Ziel­gruppe zu errei­chen. Aber dies­mal scheint er es ernst zu mei­nen. Mit dem Wech­sel von einem mit­tel­mä­ßig bekann­ten Spe­zia­li­tä­ten-Label zu einer ren­no­mier­ten Indie­größe geht hier auch eine neue Klang­äs­the­tik ein­her, weg von den krat­zi­gen Vier­spur­auf­nah­men ver­gan­ge­ner Alben. Statt nach LoFi von heute klingt die Platte nach HiFi von ges­tern, dank Ty Segalls Pro­du­zen­ten-Skills erstrah­len die Songs in einem durch­weg ange­neh­men Vin­tage-Sound. Auch song­tech­nisch hat sich das Niveau deut­lich geho­ben. Die frü­he­ren Plat­ten waren ja ein eher durch­wach­se­ner Gemischt­wa­ren­la­den, hier wurde wohl die Qua­li­täts­kon­trolle deut­lich ver­schärft und die Tref­fer­quote liegt nah bei 100%. Eine wun­der­schöne Platte, die sich kein Freund von gara­gen­af­fi­nem Psych­pop ent­ge­hen las­sen sollte.

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Ama­zon
iTu­nes
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Scrabbled - Welcome To Pig City

Scrabbled - Welcome To Pig City
Das noch tau­fri­sche Label Vir­tual Cool beschert uns gleich zu Beginn ein tol­les Tape eines Kol­lek­tivs aus Bris­bane, das wohl die halbe dor­tige Szene ver­eint und Mit­glie­der aus gefühl­ten zwan­zig Bands an Bord hat, von denen mir bis­her ehr­lich gesagt nur Gra­vel Sam­widge ein Begriff sind. Das Ergeb­nis ist erwar­tungs­ge­mäß mehr als Krude. Ent­spann­ter aber zugleich schrä­ger LoFi-Indie­rock mit aus­ge­präg­tem psy­che­de­li­schem Ein­schlag á la ganz frühe Sebadoh, aber auch alter Gara­gen- und Pro­to­punk weiß da ein Wört­chen mit­zu­re­den. In man­chen Momen­ten drän­gen sich Vel­vet Under­ground-Ver­glei­che gera­dezu auf.


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Bozmo - Leather Umbrella

Bozmo - Leather Umbrella
Bozmo ist ein ein­sa­mer Solo­mu­si­kant aus Ber­ke­ley. Lea­ther Umbrella hat er mit ein­fa­chen Mit­teln in Pro­be­räu­men und Schlaf­zim­mern auf­ge­nom­men. Das klingt aber kei­nes­wegs bil­lig, son­dern ein unge­heuer war­mer Retro­sond ist das Ergeb­nis. Sehr authen­ti­scher, fuz­zlas­ti­ger Psych­pop, den die letz­ten 50 Jahre nicht beson­ders jucken. Wer die ent­spann­te­ren Momente von Ty Segall oder Oh Sees zu schät­zen weiß, wird sich auch in die­ser regen­bo­gen­far­be­nen hal­ben Stunde gut auf­ge­ho­ben wis­sen.


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Cretin Stompers - Looking Forward To Being Attacked

Cretin Stompers - Looking Forward To Being Attacked
Wie­der mal so eine Platte, die beim Release irgend­wie an mir vor­bei ging, und das obwohl sie schon län­ger in mei­ner Mail­box rum­lag und auch in eini­gen mir ver­trau­ten Blogs die Runde machte. Naja, dann wohl mal im fal­schen Moment ver­peilt ein Book­mark zu set­zen und schon für immer ver­ges­sen.
Wie auch immer, die Mit­glie­der die­ses Trios aus Los Angeles/​New York/​Memphis haben in der Ver­gan­gen­heit schon bei sol­chen alten Bekann­ten wie etwa Jay Rea­tard oder Wav­ves gespielt. Erschie­nen ist das Ganze bei der Gara­gen­rock-Insti­tu­tion HoZac Records.
Das ist eine die­ser Plat­ten, deren Ein­zel­teile eigent­lich nicht zusam­men pas­sen dürf­ten, aber doch her­vor­ra­gend inein­an­der grei­fen. Da tref­fen LoFi-Elek­tro­beats auf ver­träum­ten Psych­pop, flot­ter Gara­gen­punk auf Shoegaze-arti­gen Effekt­ne­bel. Der gan­zen Schräg­heit setzt dann der meis­tens künst­lich hoch­gepitchte Gesang die Krone auf, aber zusam­men­ge­hal­ten wird die Platte durch ein aus­ge­zeich­ne­tes Gespür für wahn­sin­nig ein­gän­gige Power­pop­songs. In ihrer Zer­fah­ren­heit erin­nert mich das an die psy­che­de­li­schen Sam­ple-Orgien von Spec­tral Park oder eine noch Hym­ni­schere Vari­ante des elek­tro­ni­schen Gara­gen­pop von Gap Dream. Kom­bi­niert man das mit der bis­he­ri­gen Vita der Musi­ker, ergibt das fast schon wie­der ein wenig Sinn.



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Mystic Braves - Desert Island

Mystic Braves - Desert Island
Ent­spannt vor sich hin Groo­ven­der Retro-Gara­gen­rock mit hohem Twang­fak­tor aus Los Ange­les. Lässt spät­ge­bo­rene wie mich sofort faken­ost­al­gisch in erlo­ge­nen Erin­ne­run­gen an die Psy­che­de­li­sche Ära schwel­gen, als alle bes­sere Fri­su­ren hat­ten und gute Dro­gen noch bil­lig waren. Dazu an allen Ecken und Enden diese wun­der­bar ein­lul­len­den Surf­gi­tar­ren und ein durch­ge­hend melan­cho­li­scher Unter­ton, der sehr an Crys­tal Stilts oder The Fresh and Onlys erin­nert.


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