Pueblo People - Sentiero di Guerra

pueblo people
Die ge­naue­re Her­kunft die­ses Tri­os lässt sich an­hand der vor­han­de­nen In­for­ma­tio­nen lei­der nicht fest­stel­len, auf je­den Fall flat­ter­te mir die­se schö­ne EP der Ita­lie­ner letz­te Wo­che per email her­ein. Die ers­ten zwei Songs sind leicht an­ge­psych­ter Re­tro­rock der lang­sam groo­ven­den Sor­te. Er­in­nert mich et­was an im Tem­po ge­dros­sel­te Saints oder Dead Moon, ge­paart mit der Me­lan­cho­lie der Me­at Pup­pets oder spä­te­ren The Gun Club, viel­leicht. Oder die frü­hen Plat­ten von Rob Youn­gers Post-Bird­man-Band New Christs könn­te man auch als Ver­gleich her­an­zie­hen. Der drit­te Track ist dann ein nicht we­ni­ger ge­konn­ter, aus­ufern­der Stoner-Jam.

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Great Western Plain - Elastic Smile

great western plain
Ei­ne sehr in­ter­es­san­te und ei­gen­wil­li­ge Ver­öf­fent­li­chung ha­ben Gre­at Wes­tern Plain aus Port­land da raus­ge­hau­en, die sich mal wie­der je­der Ka­te­go­ri­sie­rung ver­wei­gert. Zu­sam­men­fas­send kann man sa­gen, das sie ei­ne Vor­lie­be für aus­la­den­de Jams und re­lax­te, flä­chi­ge Gi­tar­renar­ran­ge­ments ha­ben. Im Lau­fe der Plat­te strei­fen sie dann un­ter an­de­rem mo­no­to­nen Spa­ce­rock und Post Punk, noi­si­ges Ge­schred­der, al­ten In­die­rock frei nach Pa­ve­ment oder Se­bad­oh, an spät­ach­zi­ger So­nic Youth-Plat­ten er­in­nern­de Gi­tar­ren­har­mo­nien und ent­spannt vor soch hin rum­peln­den Ga­ra­gen­rock. Das al­les ver­schmilzt hier zu ei­nem ho­mo­ge­nen Gan­zen, das sich kein Fan von psy­che­de­lisch an­ge­hauch­tem, pun­ki­gem Krach ent­ge­hen las­sen soll­te.

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Clouder - Sister Raygun

clouder
Die­se New Yor­ker Com­bo darf ru­hig noch et­was mehr Auf­merk­sam­keit be­kom­men. Nach ei­ner bei­na­he-Auf­lö­sung und ei­ner lan­gen Pau­se bringt uns Flee­ting Youth Re­cords jetzt ihr zwei­tes Al­bum, und das ist ein ech­tes Pracht­stück ge­wor­den. Mu­si­ka­lisch be­wegt sich das zwi­schen an Gui­ded By Voices und Re­pla­ce­ments er­in­nern­den Indierock/​Powerpop, und et­was düs­te­rem Psych-/Re­tro­rock mit ei­ner an­ge­nehm ga­ra­gi­gen Kan­te. Ge­tra­gen von 10 über­zeu­gen­den Songs, schö­nen Gi­tar­renar­ran­ge­ments und der cha­ris­ma­ti­schen Stim­me von Sän­ger Eric Gil­strap, der zwi­schen­durch auch mal ei­nen ge­ra­de­zu Go­thic-ar­ti­gen Vi­be ein­zu­brin­gen ver­mag.

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Baked - Baked

baked
Wenn man ernst­haft ver­sucht sich durch die Me­di­en­flut un­se­rer Zeit zur gu­ten Mu­sik durch­zu­wüh­len, muss man schnell und ef­fi­zi­ent Fil­tern kön­nen. Da­bei geht ei­nem zwangs­läu­fig auch ei­ni­ges gu­tes durch die Lap­pen. Durch­schnitt­lich be­kommt ein Stream we­ni­ger als zehn Se­kun­den, be­vor ich ihn weg­skip­pe, manch­mal reicht auch der ers­te Ton um schon auf den Weg­werf­but­ton zu kli­cken. Das ak­tu­el­le Tape der New Yor­ker Ba­ked wä­re auch fast schon nach so zwei Se­kun­den in mei­ner vir­tu­el­len Müll­hal­de des ewi­gen Ver­ges­sens ge­lan­det; das nicht ge­ra­de sub­ti­le Tre­mo­lo­ge­schrab­bel mit dem die EP er­öff­net, deu­te­te ich so­fort als In­di­ka­tor für ei­nen wei­te­ren un­in­spi­rier­ten Schoe­ga­ze-Mit­läu­fer. Aber weit ge­fehlt, die Band ist viel­mehr im psy­che­de­li­schen Pop á la Crys­tal Stilts zu­hau­se. Gut dass der Lap­top ge­ra­de im rich­ti­gen Mo­ment au­ßer Reich­wei­te war.

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Fuzz & CCR Headcleaner - LAMC No. 10

LAMC
Kur­ze aber schö­ne 7", er­schie­nen in der LAMC-Se­rie von Split-7"s bei Fa­mous Class Re­cords. Zwei mal psy­che­de­li­scher Ga­ra­gen­rock, ein­mal in der schnör­kel­los-en­er­ge­ti­schen Va­ri­an­te von Ty Segalls all­seits be­kann­ter Band Fuzz, auf der an­de­ren Sei­te gibt es dann die deut­lich kru­de­re Ver­si­on da­von, be­schert von den ge­ra­de auf­stre­ben­den CCR Head­cea­ner.

Thank you, The Cor­ner!

Holy Wave - Relax

holy wave
Die Ver­an­stal­ter vom Aus­tin Psych Fest, ei­ner zen­tra­len Ver­an­stal­tung der US Psy­che­de­lic- und Ga­ra­gen-Un­ter­grund­sze­ne, be­trei­ben ne­ben­her auch noch das La­bel Re­ver­be­ra­ti­on Appre­cia­ti­on So­cie­ty, wel­ches uns jetzt den neu­es­ten Streich der Ver­ne­be­lungs­künst­ler aus El Pa­so, Te­xas prä­sen­tiert. Ich war schon sehr an­ge­tan von ih­rem ers­ten (?) Al­bum Kni­fe Hits; seit­dem sind des­sen son­ni­ge Be­ach Boys-Me­lo­dien eher in den Hin­ter­grund ge­tre­ten, ge­blie­ben ist ihr Hang zu ex­zes­si­vem Ein­satz von Hall­ef­fek­ten und den dar­aus re­sul­tie­ren­den, ein­lul­len­den So­und­s­capes. Bo­nus­punk­te gibt's für die bes­te Art­work-Ti­tel-Kom­bi seit lan­gem. Und lo­cker ma­chen soll­te man sich auf je­den Fall - mit oder oh­ne psy­che­de­li­sche Hilfs­mit­tel - um die­ses Al­bum wirk­lich gou­tie­ren zu kön­nen. Denn das ist Mu­sik für ech­te Lieb­ha­ber der ge­nann­ten Mu­sik­gen­res; re­pe­ti­tiv, sim­pel und kom­pro­miss­los.

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White Lodge - Holy Void

white lodge
Psy­che­de­li­scher Surf­punk aus Queens­land, Aus­tra­li­en. Von Gun Club und den Cramps ge­nau so in­spi­riert wie von En­no Mor­rico­ne Sound­tracks, hat die­se Plat­te den selt­sa­men Sog ei­nes Da­vid Lynch Films. Al­les sehr ein­gän­gig und ver­traut auf den ers­ten Blick, be­kommt man doch schnell die höchst be­un­ru­hi­gen­de Ah­nung, dass un­ter der son­ni­gen Ober­flä­che ganz und gar ver­stö­ren­de Din­ge ih­re ers­ten Schat­ten wer­fen. Nicht zu lan­ge auf's Co­ver star­ren, sonst ver­schluckt es euch!

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Blank Realm - Grassed In

blank realm
Sieht lang­sam so aus als wä­re das doo­fe Win­ter­loch rund um den in­ter­na­tio­na­len Tag des Kon­sums über­stan­den, für die nächs­ten Ta­ge und Wo­chen kün­di­gen sich die ers­ten ernst­zu­neh­men­den Neu­ver­öf­fent­li­chun­gen des Jah­res an. Und Blank Re­alm aus Bris­bane, Aus­tra­li­en star­ten gleich mit ei­nem ers­ten Knal­ler ins neue Jahr.
Leg­ten sie es auf ih­ren bis­he­ri­gen Al­ben noch eher auf die klang­li­che Über­wäl­ti­gung des Hö­rers an, ha­ben sie für ih­re neue Plat­te ihr Spiel­zim­mer ein we­nig auf­ge­räumt und es geht mit ei­nem ent­schlack­ten Sound deut­lich fo­kus­sier­ter zu.
Durch­setzt von 60er/​70er Power­pop, Hyp­no­ti­schen Psy­che­de­lic-Jams und schram­me­li­gem, C86-be­ein­fluss­tem Früh­neun­zi­ger-In­die­pop, der auch der Neu­see­län­di­schen Fly­ing Nun-Con­nec­tion ent­stam­men könn­te, ha­ben die eher mi­ni­ma­lis­ti­schen Song­kon­struk­te hier al­le Zeit der Welt um ih­re hyp­no­ti­sche Wir­kung zu ent­fal­ten; kein Song ist hier un­ter vier Mi­nu­ten. Dank her­vor­ra­gen­der Song­wri­ting-Qua­li­tä­ten wirkt das gan­ze aber kei­nes­falls red­un­dant oder über­flüs­sig aus­ufernd, son­dern die Songs neh­men sich ein­fach die Zeit die sie brau­chen um so rich­tig zu kli­cken.

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Big French - Downtown Runnin

big french
Ganz kru­des Zeug von die­ser New Yor­ker Band. Zach Phil­lips von Blan­che Blan­che Blan­che ist mit an Bord, und wer mit des­sen Haupt­pro­jekt ver­traut ist weiß jetzt schon, dass er sich über gar nix wun­dern darf. Hier ha­ben wir ei­ne Plat­te vol­ler psy­che­de­li­schem Pro­gres­si­ve-Glam-Punk-Noi­se-Post-Pop-ir­gend­was. Yep. So als hät­ten sich frü­he Gui­ded By Voices beim jam­men zu viel LSD ins Bier ge­kippt und da­bei He­li­um ge­at­met, das wür­de den durch­ge­hen­den Fal­sett­ge­sang er­klä­ren. Zer­fah­re­ne, chao­ti­sche drei­ßig Mi­nu­ten, auf­ge­teilt in 18 kur­ze Song­skiz­zen und durch­drun­gen von vie­len mit­rei­ßen­den Pop­mo­men­ten. Und be­vor man sei­ne her­un­ter­ge­fal­le­ne Kinn­la­de wie­der un­ter Kon­trol­le hat, ist der Spuk auch schon wie­der vor­bei.

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Yellow Creatures - Town Hall Crypt 7"

yellow creatures
Post Punk der ex­zen­tri­schen Sor­te spielt die­se Band aus dem bri­ti­schen New­cast­le. Die Ly­rics klin­gen doch sehr nach psy­che­de­li­schen Dro­gen und auf der B-Sei­te dreht sich das gan­ze dann auch mu­si­ka­lisch in Rich­tung 60's Psy­che­de­lia.
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