Auf dem zweiten Album der Elsinores aus Lexington, Kentucky trifft deutlich gereiftes Songwriting auf eine noch schäbigere DIY-Produktion als bereits auf dem Vorgänger. Die neuen Songs ein ganzes Stück ruhiger geworden und eine leichte Powerpop-Brise weht da durch. Es erinnert nach wie vor etwas an The Estranged und Red Dons, aber auch späte Hüsker Dü und das Solomaterial von Bob Mould schielt da immer wieder mal um die Ecke.
Eine hübsche Wiederveröffentlichung auf Wharf Cat Records. Diese 7″ der Bostoner erschien ursprünglich 1978 und enthält wohl die einzigen Recordings der Band. Besonders von der B-Seite Black bin ich mehr als angetan; wie eine Verschmelzung von Wire und Wipers kommt das rüber.
Eine an den Nerven zerrende Mischung spielt diese Band aus Lafayette, Indiana. Bestehend aus Versatzstücken von Noiserock und Postpunk, mit einem leichten Anflug von Industrial. Eine gewisse Nähe zu Spray Paint ist gelegentlich festzustellen.
Jack White’s Third Man Records bringt uns den zweiten Langspieler von Video aus Austin. Was sich auf der Cult Of Video 7″ schon andeutete, bewahrheitet sich hier: Den treibenden Garagepunk des ersten Albums reichern sie mit einer vollen Schippe Postpunk der mal getragenen, mal straight rockenden Variante und einem deutlichen Wipers-Einschlag an.
Bluesiger Krach aus Brisbane. Wenn man The Gun Club und Feedtime gemeinsam in einen Topf wirft und dann durch einen Postpunk-Fleischwolf dreht, dürfte so was ähnliches dabei rauskommen.
Garage-/Postpunk aus Geelong, Australien. Es sind Mitglieder von Ausmuteants und Frowning Clouds mit dabei. Musikalisch ist das durchaus als Zwischending beider genannter Bands zu sehen. Mal eher relaxte, mal nervös zuckende Garagenrocker mit einem gewissen Psych- und Kraut-Vibe.
Spray Paint aus Austin hatten dieses Jahr offenbar etwas viel Energie übrig. Auf jeden Fall genug, um bisher ein Tape, ein Album und eine Splitsingle mit Exek rauszuhauen. Und jetzt ein weiteres Album, diesmal auf Monofonus Press erschienen. Immer noch abstrakt und dissonant, ist ihre Strategie hier aber weniger offensiv als auf dem gnadenlos vorwärts stürmenden “Punters On A Barge”, stattdessen üben sie sich auf diesem Album überwiegend in wohltemperierter rhythmischer Präzisionsarbeit.