Melkbelly - Pennsylvania

melkbelly

Melk­bel­ly aus Chi­ca­go schram­men ge­le­gent­lich haar­scharf an po­pu­lä­ren Spiel­ar­ten mo­der­nen In­dierocks vor­bei, bei de­nen ich ob ih­rer über­trie­be­nen Schwur­be­lig- und Seich­tig­keit nor­mal Ei­mer­wei­se kot­zen könn­te. (Er­war­tet jetzt kei­ne Na­men, ir­gend­was mit Vam­pi­ren oder so… un­ter an­de­rem.) Die­sen be­dau­erns­wer­ten Ei­gen­schaf­ten des neu­zeit­li­chen In­die­breis ent­zie­hen sie sich aber er­folg­reich un­ter ex­zes­si­ver Zu­hil­fe­nah­me von Noi­se, Fuzz und ge­witz­ten Ar­ran­ge­ments.


Al­bum-Stream gibt's dies­mal kei­nen. :-|

Lenin Lennon - Hell EP

hell

Schon län­ger kei­nen räu­di­gen, dis­so­nan­ten Noi­se­rock mehr im Pro­gramm ge­habt. Des­halb hier ein biss­chen äl­te­rer Shit, der räum­lich we­der mit Wa­shing­ton noch Min­nea­po­lis was am Hut hat, son­dern dem aus­tra­li­schen New­cast­le ent­springt. Aber sound­mä­ßig trotz­tem ex­akt den Sweet Spot zwi­schen Di­schord und Am­Rep trifft.


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The Man - The Man

the man

The Man kom­men wohl aus Chi­ca­go, an­sons­ten herrscht hier ei­ne et­was maue In­for­ma­ti­ons­la­ge. Die Mu­sik hat's aber faust­dick hin­ter den Oh­ren, die­ses wild vor­wärts pum­pen­de Ge­döns aus Ga­ra­gen­punk und Noi­se­rock.


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Law$uits - Future Failure

future failure

Die Plat­te ist mir im letz­ten Win­ter ir­gend­wie durch die Lap­pen ge­gan­gen. Law$uits sind ei­ne New Yor­ker Noi­sero­ck/­Post­core-Band, die aber eher nach Wa­shing­ton klingt. Sie grei­fen näm­lich ziem­lich tief in die Di­schord-Trick­kis­te und er­in­nern da­mit an al­te Hau­de­gen wie Blue­tip oder Jaw­box, ver­bun­den mit dem ge­wis­sen Cha­os von Ri­tes of Spring oder Na­ti­on of Ulys­ses. Aber auch zu ver­wand­tem Zeug wie Dri­ve Li­ke Je­hu oder den Noi­sero­ckern Tar darf man Be­zü­ge her­stel­len.


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Low Fat Getting High - Poor Circulation

low fat getting high
Ein et­was selt­sa­mes Re­lease­for­mat hat sich die New Yor­ker Band da für ih­re EP aus­ge­sucht: Ein Zi­ne oh­ne jeg­li­che Ton­trä­ger­bei­la­ge, da­für mit 'nem Mu­sik­down­load. Macht aber Sinn im di­gi­ta­len Zeit­al­ter, ge­ra­de an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass zei­ti­ge Vi­nyl-Re­lea­ses ge­ra­de nicht wirk­lich mach­bar sind. Den Down­load gibt's dan­kens­wer­ter Wei­se auch ein­zeln.
Die Mu­sik kann auch sehr gut al­lei­ne für sich ste­hen. Aus­ge­zeich­ne­ter Noi­se-/Post­core, der in ei­ne ähn­li­che Ker­be schlägt wie et­wa Greys, Ge­roni­mo oder Cham­pion Lo­ver. Und jetzt bit­te ei­nen Lang­spie­ler, ja?

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Stickers - Swollen

stickers
Sti­ckers aus Se­at­tle spie­len kom­pro­miss­lo­sen Post Punk der sei­ne lan­gen Ar­me da­zu noch in Rich­tung Ga­ra­gen- und Noi­se­rock aus­streckt. Ein sub­ti­ler Go­th-Vi­be ist auch mit an Bord. Mo­no­ton, Hyp­no­tisch und frei von un­nö­ti­gen Schnör­keln. Wie ei­ne et­was zu­gäng­li­che­re Va­ri­an­te von East­link oder im Tem­po ge­dros­sel­te Ex-Cult auf 'nem fie­sen Trip. Der re­gel­mä­ßi­ge Sa­xo­phon-Ein­satz gibt die­sem dis­so­nan­ten Biest dann noch den letz­ten Schliff.


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Animal Lover - Guilt

animal lover
Wie­der ein­mal schö­ner, klas­si­scher Noi­se­rock. Ani­mal Lo­ver aus Min­nea­po­lis spie­len ei­ne sehr old­schoo­li­ge Va­ri­an­te da­von. Man kann ei­ne deut­li­che Vor­lie­be für die frü­hen Shel­lac her­aus­hö­ren, an­sons­ten re­giert hier die al­te Am­Rep-Schu­le, ins­be­son­de­re Un­sa­ne und frü­he Hel­met wür­de ich hier mal als Ver­gleich an­bie­ten.


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Stella - Big Table No People

stella
Chao­ti­scher Math-/Noi­se­rock aus Co­lum­bus, Ohio. Das trägt die Ge­ne der üb­li­chen Gen­re-Ver­däch­ti­gen in sich, aber man kann auch par­al­le­len zu et­was un­wahr­schein­li­che­ren Re­fe­ren­zen wie Mi­nu­te­men oder The Pop Group zie­hen, wenn man will.


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No Hands - No Hands

no hands
Hard-/Post- und ähn­li­che Chor­mu­sik mag mich ja am bes­ten zu be­geis­tern in den Dar­bie­tungs­for­men, die sich am we­nigs­ten um an­ge­staub­te Gen­re­kon­ven­tio­nen sche­ren und auch nicht den ak­tu­el­len Trends in den Arsch krie­chen müs­sen. Wie et­wa die­se Band aus To­ron­to, die das bes­te aus den Wel­ten des Mitt­ach­zi­ger Di­schord Sounds und dem prä­gnan­ten Früh­neun­zi­ger-Out­put von Am­Rep oder Touch&Go zu ver­bin­den weiß.


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Christian Fitness - I Am Scared Of Everything That Isn't Me

christian fitness
Fu­ture Of The Left-/ Ex-Mclus­ky-Front­mann An­drew Fal­k­ous hat schein­bar aus rei­ner Lan­ge­wei­le ein neu­es So­lo­pro­jekt am Start und ver­scheu­ert die Plat­te jetzt oh­ne gro­ßen Pro­mo­wir­bel auf Band­camp. Ehr­lich ge­sagt, das Ding sagt mir bes­ser zu als so ei­ni­ge sei­ner nach wie vor ex­zel­len­ten Haupt­wer­ke. Ent­spann­ter, ver­spiel­ter und me­lo­diö­ser geht es hier zu Werk. Auch wenn sich hin und wie­der das von sei­nen Haupt­bands eta­blier­te, dis­so­nan­te Ge­rif­fe ein­stellt: hier ist auch mal Platz für leicht fol­ki­ge Ein­la­gen und ge­ne­rell ten­diert das gan­ze eher in die Rich­tung von old­schoo­li­gem In­die­rock, man darf sich ge­le­gent­lich durch­aus an al­te Hel­den wie Ar­chers of Lo­af er­in­nert füh­len. Die Ly­rics hin­ge­gen blei­ben so bis­sig wie eh und je.


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