Muscle Dungeon - Beef Angel

Die­se EP ei­ner Band aus Port­land ist schon nicht mehr so ganz neu aber da­für ei­ne ziem­li­che Bom­be mit ih­rem ast­rei­nen Fuzz Punk/​Noise Pop, der ir­gend­wie sein Jahr­zehnt ver­passt hat und ge­ra­de des­halb ab­so­lut will­kom­men in der Ge­gen­wart ist. Ganz be­son­ders für Freun­de von so me­lo­die­ver­lieb­ten Lär­mer­zeu­gern á la No Age, Di­ar­r­hea Pla­net, frü­hen Ma­le Bon­d­ing oder Jeff The Bro­ther­hood.

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Teksti-TV 666 - Aidattu tulevaisuus

Nach­dem die Band aus Hel­sin­ki mit den fünf Gi­tar­ris­ten an Bord im vor­letz­ten Jahr schon voll­ends zu be­geis­tern wuss­te mit ei­ner Com­pi­la­ti­on und ih­ren dar­auf ent­hal­te­nen ers­ten drei EPs, las­sen sie jetzt EP Nu­me­ro vier vom Sta­pel und lie­fern dar­auf mehr von der gei­len Schei­ße. Die Eu­pho­rie et­wa von Wav­ves trifft auf das in ei­nem Zu­ge glei­cher­ma­ßen der­be wie auch krau­tig-psy­che­de­li­sche Ge­bra­te der frü­hen The Men und über all dem schwebt un­ver­kenn­bar der Geist von Glenn Bran­cas aus­ufern­den Sin­fo­nien.

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Blood Cookie - Empty Your Mind

Hoch­po­ten­ter Scheiß, was die­ses Trio aus Min­nea­po­lis auf ih­rem be­reits drit­ten Lang­spie­ler ver­an­stal­tet. Me­lo­di­sche Frag­men­te und shoe­ga­zi­ge Tex­tu­ren kol­li­die­ren mit dis­so­nan­tem Lärm. Wuch­tig nach vor­ne ge­hen­der Post Punk á la Lié, De­ath Stuff, Shit Gi­ver oder Da­s­her trifft auf den Fuzz Punk/​Noise Pop et­wa von Slow­coa­ches oder UV-TV, Noi­se Rock der Mar­ke USA Nails oder Bat­piss. Un­vor­her­seh­bar, ei­gen­wil­lig und doch er­staun­lich ho­mo­gen, ab­so­lut ei­gen­stän­dig kommt die­se wil­de Mix­tur rü­ber.

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Problem People - Nobody Knows

Ein über­wie­gend sehr star­kes zwei­tes Al­bum von ei­ner Band aus Chi­ca­go, die sich ei­nem Sound ir­gend­wo zwi­schen me­lan­cho­lisch bis eu­pho­risch lär­men­dem, at­mo­sphä­ri­schem In­die Rock und Noi­se Pop ver­schrie­ben hat. Das hat An­klän­ge an Hüs­ker Dü und Re­pla­ce­ments, an so In­diero­ck/­Noi­se/Shoe­ga­ze-Grenz­gän­ger wie Swer­ve­dri­ver, Bail­ter Space, frü­he Ca­the­ri­ne Wheel so­wie an ak­tu­el­le­re Acts wie Ja­pan­dro­ids, Ti­de­land, Ovlov oder Wild Mo­th. Geht so­was von klar!

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Fir Cone Children - The Straight & The Curly

Wäh­rend das im letz­ten Som­mer er­schie­ne­ne No Gra­vi­ty Girls ir­gend­wie nicht so recht bei mir zün­den woll­te, trifft der vier­te Lang­spie­ler wie­der ziem­lich ins Schwar­ze. Sound­mä­ßig ist das nach wie vor die char­man­te Ver­schmel­zung aus Noi­se Pop, Shoe­ga­ze, ent­schlos­se­nen Punk­at­ta­cken und der son­ni­ge­ren Sei­te von 60s Psy­che­de­lia, wie sie man vom Ber­li­ner Ein-Mann-Pro­jekt ge­wohnt ist. Auch im Jahr 2018 klingt das noch voll­kom­men ei­gen­stän­dig. Deut­lich zu­ge­legt hat aber das zu­grun­de lie­gen­de, ver­gleichs­wei­se auf­ge­räum­te Song­ma­te­ri­al, das kei­nes­wegs mehr nach Gaf­fer­tape und Se­kun­den­kle­ber klingt, son­dern in sich ge­schlos­sen und aus ei­nem Guss.

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Tender Age - Becoming Real Forever

Ten­der Age aus Port­land lie­fern hier ein rund­um über­zeu­gen­des Lang­spiel­de­büt ab. Das ent­hält ei­nen dich­ten Sound aus klas­si­schem In­die Rock, Noi­se Pop, Shoe­ga­ze und ver­ein­zel­ten Spu­ren von Slow­core.  Klar ha­ben die sich die ei­ne oder an­de­re Schei­be bei den Bree­ders und 90er So­nic Youth ab­ge­schnit­ten, aber auch ak­tu­el­le Bands wie Melk­bel­ly kom­men mir da öf­ter mal in den Sinn.

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Leavings - Assemblage

Nach der aus­ge­zeich­ne­ten Sel­l/S­hark-Sin­gle im vor­letz­ten Herbst ist jetzt das De­büt­al­bum die­ses Tri­os aus Bris­bane am Start und über­trifft lo­cker mei­ne nicht ge­rin­gen Er­war­tun­gen. An­ge­sie­delt im Span­nungs­feld von me­lo­disch-me­lan­cho­li­schem In­die Rock und Noi­se Pop ha­ben Lea­vings ein sorg­sam kon­stru­ier­tes Werk aus ei­nem Guss, mit epi­schen Mo­men­ten und von ho­her emo­tio­na­ler In­ten­si­tät ge­schaf­fen. Ei­ne die­ser sel­ten ge­wor­de­nen, in sich ge­schlos­se­nen Plat­ten, die wirk­lich als Al­bum funk­tio­nie­ren (aber eben­so gut als ein­zel­ne Songs). Das kann mal an die Wel­le von Noi­se­pop-Du­os vor ei­ni­gen Jah­ren á la So­lids, Play­lounge, An­da­lu­cia oder Ter­ro­ris­ta, an das über­le­bens­gro­ße Dra­ma des noch fri­schen High Si­gns-Al­bums er­in­nern. Der be­reits von der EP be­kann­te Über­song Sell hat ein biss­chen was von Pi­les und im­mer wie­der kom­men An­klän­ge an al­te Fly­ing Nun-Acts und jün­ge­re Bands die­ser Tra­di­ti­on wie et­wa Sea­fog, Surf Friends und T54 durch.

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Psychic Flowers - Big Egg Universe

Psychic Flowers ist ein wei­te­res Pro­jekt von Da­vid Sett­le, der hier auch schon mehr­fach mit sei­nen Bands Ex-Brea­thers und Big Heet auf­ge­taucht ist. Auf dem De­büt­al­bum von Psychic Flowers ist aber we­nig von den Noi­se Rock- und Post­core-Sounds be­sag­ter Bands zu ver­neh­men. Statt­des­sen be­geis­tert die Plat­te mit durch­weg hoch­wer­ti­gem Fuzz-/Noi­se-/Power­pop, der hier in ei­nen wun­der­bar knar­zen­den aber den­noch ma­xi­mal druck­vol­len Lo-Fi Sound ver­packt ist und an dem (nicht nur) Freun­de von Bands wie et­wa Ovlov, Mil­ked, Ca­li­for­nia X oder Hap­py Di­ving si­cher ei­ni­gen Ge­fal­len fin­den wer­den.

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Corn /​ Universal Studios - Demo

Zwei Bands/​Projekte ir­gend­wo aus In­dia­na zu­sam­men auf ei­nem De­mo. Ver­mut­lich han­delt es sich in bei­den Fäl­len um die glei­chen Leu­te, viel­leicht aber auch nicht. Je­den­falls schep­pert die Mu­sik dar­auf es sehr sym­pa­thisch. Stel­len­wei­se sehr Power­pop­pi­ger Syn­th­punk und Noi­se­pop mit dis­kre­tem Ga­ra­gen­vi­be, der ein biss­chen an die ver­spul­ten Lo­Fi-Ma­chen­schaf­ten des frü­hen Fly­ing Nun Ka­ta­logs er­in­nert. Schick.

High Signs - If So, Then What?

Die­ses Duo aus To­ron­to spielt me­lo­di­schen In­die­rock der aus­ster­ben­den Sor­te. Sol­cher, der sich selbst noch ernst nimmt. High Si­gns sind hier vor ei­ner Wei­le ja schon mal mit der eu­pho­ri­schen Sin­gle A Much Lar­ger Oce­an auf­ge­schla­gen, die jetzt auch ihr neu­es Al­bum er­öff­net und klingt als trä­fe das hym­ni­sche Po­ten­zi­al von Bands wie Be­ach Slang, Needles/​/​Pins oder frü­he­ren Ja­pan­dro­ids auf­ein­an­der. Ich hät­te nicht er­war­tet, dass dar­auf ein über wei­te Stre­cken so tief­trau­rig klin­gen­des Al­bum fol­gen wür­de. Denn hier wird ein ge­wal­ti­ges Dra­ma auf­ge­fah­ren, das mich un­ter an­de­rem auch an So­lids, Res­to­ra­ti­ons oder P.S. I Love You er­in­nert. Ei­ne aus­ge­spro­chen an­ge­neh­me Über­ra­schung ist ih­nen da­mit ge­lun­gen.



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