Alien Nosejob - Suddenly Everything Is Twice As Loud

Alien Nosejob - Suddenly Everything Is Twice As Loud

Keine Ahnung ob Alien Nose­job aktu­ell als voll­zäh­lige Band exis­tie­ren, aber zumin­dest das zweite Album sei­nes Pro­jekts hat Jake Robert­son (Aus­mu­te­ants, School Damage, Lea­ther Towel, Hiero­phants, etc.) jeden­falls ganz alleine ein­ge­spielt. Nach­dem die letz­ten paar Ver­öf­fent­li­chun­gen ein recht wil­der Ritt waren, der von Power- und Jangle Pop über Synth Pop bis hin zu einer Hard­core-7" reichte, ist der neue Lang­spie­ler ein uner­war­tet homo­ge­nes Werk, das sich in einem Span­nungs­feld zwi­schen typi­schem Aus­mu­te­ants-Gara­gen­zeug und trau­ri­gem Power­pop bewegt, ver­packt in einer flau­schi­gen, mal mehr, mal weni­ger hoch­fi­de­len Ana­lo­g­äs­the­tik. Das Song­ma­te­rial ist aus­nahms­los vom feins­ten - Mr. Robert­son ganz in sei­nem Ele­ment.

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Radioactivity - Erased

Radioactivity - Erased

Die erste neue Musik von Jeff Burke und Kon­sor­ten nach gefühlt ziem­lich lan­ger Zeit dürfte wie­der mal so ziem­lich jeder im Span­nungs­feld von Garage Punk und melan­cho­li­schen (Power-)Popmelodien agie­ren­den Band die Erin­ne­rung auf­fri­schen, wer in die­ser spe­zi­el­len Nische der wirk­li­che Papa ist.

Microdoser - First Dose

Microdoser - First Dose

Drei Spa­cken aus Santa Fe, New Mexico zün­den auf ihrer Debüt-EP eine voll gela­dene Song­ka­none aus Schram­mel­folk­power­pop­punk. Auf lyri­scher Ebene hat das mehr Scha­den als auf ein Dach passt und musik­mä­ßig könnte man mit bes­tem Gewis­sen Ver­glei­che zu Bands wie TV Per­so­na­li­ties, Dead Milkmen, The Pooh Sticks oder spä­te­ren Mekons bemü­hen.

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Freak Genes - III

Freak Genes - III

Ich dachte eigent­lich, dass ich das letzte Album Quack Quack des ultra­sym­pa­thi­schen Duos hier irgend­wann schon gepos­tet hätte. Aber nein, das muss ich sei­ner­zeit mal wie­der ver­peilt haben. Dann hol ich's halt anläss­lich ihrer neuen LP nach. Darf ich vor­stel­len: Freak Genes, ein bri­ti­sches Duo bestehend aus Andrew Ander­son, der auch bei den Hip­shakes und den famo­sen Proto Idiot mit­mischt und Char­lie Mur­phy, den man viel­leicht von den eben­falls sehr geschätz­ten Red Chords kennt. Was die zusam­men fabri­zie­ren klingt aber nach kei­ner die­ser Bands. Dafür setzt es eine hoch­gra­dig ver­schro­bene Mischung aus ver­schram­mel­tem Fuzz-/Ga­ra­ge­pop und ver­spul­tem Elek­tro-/Syn­th­punk. Seit der letz­ten Platte hat sich der Fokus klar zuguns­ten der elek­tri­schen Sounds ver­scho­ben. Da haben einer­seits sicher uralte bekannte wie Despe­rate Bicy­cles, Tele­vi­sion Per­so­na­li­ties oder die der­zeit schein­bar mal wie­der als sehr schick gel­ten­den Devo als Inspi­ra­tion gedient. Manch­mal drängt sich mir der Begriff Bub­ble­gum Sui­cide gera­dezu auf. Und aktu­ell könnte man da Par­al­le­len zu Won­der Bread, ISS, Buck Goo­ter oder Wha­te­ver Brains drin erken­nen.

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Rays - You Can Get There From Here

Rays - You Can Get There From Here

Das erste Album der Band aus Oak­land im letz­ten Jahr gefiel mir schon nicht übel, ließ aber in Sachen Song­wri­ting noch etwas von der Kon­sis­tenz ver­mis­sen, die der Nach­fol­ger nun mas­sig nach­lie­fert und ihren char­man­ten Sound aus C86, Jangle- und Garage Pop auf eine bezau­bernde Art glit­zern lässt. Das erin­nert abwech­selnd mal an School Damage, The Clean, Woo­len Men, die aktu­elle Alien Nose­job LP und gele­gent­lich scheint sogar mal der eine oder andere Fun­ken Tele­vi­sion oder Vel­vet Under­ground durch.

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Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hell - Blue Lips

Ricky Hamil­ton aka Ricky Hell, der hier unter ande­rem schon mit sei­ner alten Band Fasci­na­ting  und außer­dem mit einem tol­len Solo-Tape auf­fiel hat inzwi­schen sei­nen Wohn­sitz von Cleve­land nach Los Ange­les ver­legt, vor­her aber noch schnell eine neue EP auf­ge­nom­men. Ohne seine Void­boys dies­mal, was sich in einem weni­ger knar­zi­gen Sound nie­der­schlägt. Davon abge­se­hen begeg­net einem hier aber eine sehr ähn­lich lie­bens­werte Mischung aus Power-, Fuzz- und Gara­gen­pop.

Vital Idles - Left Hand

Vital Idles - Left Hand

Ganz bezau­bern­der Krem­pel aus Glas­gow irgendwo zwi­schem relax­tem Indie­rock, mini­ma­lis­ti­schem Post­punk, son­nig daher geschram­mel­tem Power-/Ga­rage Pop und einem gele­gent­li­chen Hauch von Psy­che­de­lic.

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Corn /​ Universal Studios - Demo

Corn / Universal Studios - Demo

Zwei Bands/​Projekte irgendwo aus Indiana zusam­men auf einem Demo. Ver­mut­lich han­delt es sich in bei­den Fäl­len um die glei­chen Leute, viel­leicht aber auch nicht. Jeden­falls schep­pert die Musik dar­auf es sehr sym­pa­thisch. Stel­len­weise sehr Power­pop­pi­ger Syn­th­punk und Noi­se­pop mit dis­kre­tem Gara­gen­vibe, der ein biss­chen an die ver­spul­ten LoFi-Machen­schaf­ten des frü­hen Fly­ing Nun Kata­logs erin­nert. Schick.

The Exbats - I Got The Hots For Charlie Watts

The Exbats - I Got The Hots For Charlie Watts

Der erste heiße Tipp in die­sem Jahr kommt vom kürz­lich reak­ti­vier­ten Punk­blog Manie­ren­ver­sa­gen. Die Exbats sind ein Duo aus Bis­bee, Ari­zona, bestehend aus Inez McLain an Drums, Gesang und ihrem Vater Kenny an der Gitarre. Der Schram­me­lige, in jeder Menge ver­schro­be­nem Charme getränkte Power­pop, den die bei­den auf ihrem aktu­el­len Lang­spie­ler von der Leine las­sen weckt klare Asso­zia­tio­nen zu den alten 60s Girl­groups, hat häu­fig aber auch mehr als eine kleine Ahnung von Dead Moon. Oder vom Bri­tish Inva­sion-las­ti­gen Garage Rock der Reso­nars, deren Mas­ter­mind Matt Ren­don hier zufäl­lig auch für den Bass und die Pro­duk­tion ver­ant­wort­lich zeich­net.



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Parsnip - Parsnip 7"

Parsnip - Parsnip 7"

Eine äußerst stim­mige Debüt-EP von einer Band aus Mel­bourne, die rich­tig Spaß macht in ihrer fluffi­gen Mischung aus 60s Garage- und Psy­che­de­lic Pop.


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