Time Room – Like A Dream?

Diese Band aus Minneapolis deckt ein interessantes Klangspektrum ab auf ihrer neuesten EP, von der kräftigen Fuzz Punk-Attacke in Like A Dream? über den Math- und Noise Rock-angehauchten Post Punk von Yeehaw! zum vergleichsweise geradeaus gehenden Garage Punk in Saved, woraufhin dann der abschließende Track 5678 unerwartet zu einer Art vernebelten Space Rock-Jam abdriftet. In unterschiedlichen Momenten erinnert mich das an einen recht vielseitigen Haufen von Bands wie etwa frühe Rolex, Cutie, Shark Toys, Reality Group, The Cowboy und Big Bopper.

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Snow Caps – Broke Bay

Notes erscheint am 13. Dezember auf Strange Mono.

Charles Moothart – Little Egg

Black Holes Don’t Choke erscheint am 6. März auf In The Red Records.

Verspannungskassette #84 (C-60)

Tracklist

Shady Lady and the Malefactor Schwein on a mission
Spam Pelomuerte
Abscam Megafone
Bart and the Brats Hardest things in the world
Fishfly Mothman
Dick Hick Lock me up
Body World Eyes Of The State
Goblin Soap Goblin Offensive
Piss Wizard Organic Mechanic
Witch Piss Brighton Front
Lackey Drunk Tank

The Idgets The Punkest Song
Dick Hick Scary axe man
Clean Needle Human Condition
Ignorance Echo Chamber
Paprika Supply Chain Wallet
Speed Plans Lifestyle
Voltage Liar
Memory Strings Static
Delta 8 TK’s House
Dream World Inside

Tracklist

.cum Magic 8 Ball
Midgee (Somebody) Shot Me
The Vancooths Past Is Gone
Night Court My Last Acid Trip
Street Sweeper My World At Night
Polyglots A Cleansing Cure
Steröid After Dawn
Meow Meow And The Smackouts Numbers
Gonk One and the Same

Knee Damage
Electric Prawns 2 Portaloo
Online Friends & Misha Hivemind Threshold
Snarling Dogs Televised Violence
Psychbike Living in a Shadow
Zulo Extraña condición
Strangelight Gratitude Practice
Straw Man Army Staring At The Sun

Straw Man Army – Earthworks

Nach ihrem phänomenalen Debütalbum in 2020 und einer ungleich grimmigeren zweiten LP in 2022 liefert das New Yorker Duo jetzt etwas ab, für das mir das Wort Meisterwerk nicht zu weit gegriffen erscheint. Hier ist erneut eine absolut singuläre Vision am Werk, die sich einerseits im Rahmen von kontemporärem Post Punk und Postcore bewegt und sich gleichermaßen aber anschickt, dessen Grenzen und Limitierungen zu sprengen. Die Lyrics sind so unverblümt politisch wie auch emotional und introspektiv – desillusioniert aber dennoch immer mit einem Funken der Hoffnung… also kurz gesagt: Sie reflektieren die mentale Last die es mit sich bringt, mit offenen Augen durch eine Ära zu gehen in der die Menschheit mit einer Unzahl globaler und lokaler Krisen konfrontiert ist und gleichzeitig systemisch unfähig oder unwillig erscheint, einen nachhaltigen und praktikablen Weg für die Zukunft einzuschlagen; in der westliche Gesellschaften kollektiv den Kopf in den Sand stecken und globale Eliten allzu willig sind, jeglicher Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft zugunsten kurzsichtiger Anhäufung von Reichtümern eine Absage zu erteilen. Yo, der ganz alltägliche Zustand also. Aber nun gibt es großspurige politische Statements heute ja wie Sand am Meer und nichts hiervon wäre einer besonderen Erwähnung wert, wenn nicht die Musik so verdammt brilliant wäre, die hier erneut die Vielschichtigkeit der beiden Vorgänger aufweist mit filigranen Arrangements und dichter Atmosphäre, was sie hier letztendlich zur absoluten Perfektion verfeinern. Für mich fuhlt sich das an als hätte man den Geist der ersten Emocore-Welle – noch unbelastet von den Tropes, Klischees und Konventionen späterer Jahre – in die Gegenwart transportiert, mit einer einzigartig eigenen Stimme und ausgesprochen unvoreingenommen in seiner Vorstellung davon, was Punk Rock in 2024 sein und tun kann.

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Psychbike – Psychbike

Die Debüt-Langspielkassette dieser Band aus Greater Sudbury, Ontario liefert auf den ersten Blick relativ konventionelle aber ebenso auch durchweg solide konstruierte, effektive Post Punk-Smasher mit leichten Anarcho- und Death Rock-Anleihen, wobei als offensichtlichste Vergleiche mal wieder so bekannte Größen herhalten müssen wie Criminal Code, Sievehead, Schedule 1, die lokalen Stadtnachbarn Kommissars und etwas aktueller auch Negative Gears. Aber dann ist da wiederum auch eine besonders verblüffende Änlichkeit festzustellen zu Dead Cells aus Vancouver, die 2018 eine saugute LP auf Erste Theke raus hatten und deren Lead Singer hier zum verwechseln ähnlich klingt… oder es ist sogar der gleiche Typ, ich hab echt keinen blassen Schimmer.

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Witch Piss – Tape 2

Okay, hier ist also die zweite Kassette dieser nassen Hexen, die genüsslich an jede moderige Kerker- und Schlossmauer pissen, die ihre Heimat Simi Valley, Kalifornien so hergibt. Wie alles von denen bisher haben wir es mit einem vorzüglich brennenden Müllcontainer aus maximal fuzzigem Garage Punk-Chaos zu tun, knalldicht beladen mit belastungsfähigen Hooks und geschmeidigen Melodien, die absolutes Pflichtprogramm sind für Freunde von ähnlich besorgniserregenden Entwicklungen á la The Gobs, Slimex, frühe Exwhite, Exit Mould, Geoduck Diodes und 3D & The Holograms.

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Polyglots – A Cleansing Cure

Artistes Anciens erscheint am 7. März auf Public Tone Records.

TV Dust – Last Call

Transition erscheint am 24. Januar auf Maple Death Records.