Zwei junge Bands aus den Niederlanden, die beide bereits ihre Qualitäten im Laufe der vergangenen Monate unter Beweis gestellt haben, machen hier gemeinsame Sache auf einer netten Split-EP. Die Chaoten von Achterlicht aus Haarlem liefern dabei ziemlich routiniert zwei neue Egg-/Garage-/Synth Punk-Klopper ab. Schön das, aber No Brains aus Utrecht kommen daraufhin nochmal eine ganzes Nummer energischer rüber, wobei man ein Stück weit das Naked Raygun-mäßige Riffing der Debüt-LP gegen einen deutlich roheren Garage-Vibe eintauscht. Ich finde, auch das steht ihnen ausgesprochen gut.
Vorzügliche Lärmware hier, die irgendwo zwischen den groben Koordinaten von Noise-getränktem Post-, Garage- und Synth Punk ihr Unwesen treibt auf dem Langspieldebüt dieser Band aus Raleigh, North Carolina. Jederzeit grimmig und wütend aber gleichsam auch bis zum Bersten abgefüllt mit gefährlichen Hooks, erinnert mich das Zeug unter anderem äußerst positiv an so Kraftpakete á la Freak Genes, Isotope Soap, Broken Prayer, Powerplant, Kerozine, Cthtr, Beef und S.B.F..
Die Debüt-EP dieser Band aus Denver, Colorado verfolgt eine bestechend simple Formel bestehend aus durchweg melodischen (und teilweise ganz wörtlich zu nehmenden) Ramones-Standardriffs, welche hier in dicke Schichten aus Fuzz und Distortion getaucht werden und einer Gesangsperformance, die gleichermaßen distanziert und angepisst rüberkommt. Da ist also nicht viel was daran schiefgehen kann und so eine Überraschung... das tut es auch nicht. Es ist eine Machart des ausgefuzzten Garage-Minimalismus, die mich mal mehr, mal weniger an jüngere Artefakte von so Spezis wie Robbie Thunder, Boogie Board, Corpus Earthling und Zoids erinnert.
Jau, es handelt sich in der Tat um eine weitere Gobs EP, die erneut alle diese Dinge tut die wir von einer neuen Gobs EP erwarten. Verschrobene Garage-, Fuzz- und Synth Punk-Ekstase eingehüllt in einen dichten Schleier aus Fuzz, Noise und perfekten LoFi-Produktionswerten, nie um eine hartnäckige Melodie verlegen. Wie ich bereits sagte, es sind halt die verfickten Gobs!
Dadgad The Air Looks Crispy Power Pants Boycott Billiam Hydraulic Press Media Puzzle Crime Thrills Slugs Southern Dog Raya Compañero The Gobs Hologram Dame Kitchen People Control Big Baby Tomb In Mind Thyroids Don't Ask, Dumbass Easers Peaked Species
H8 Mile Go Out Franky and the Slight Incline Second Prize Cardi O. The Night is Here The MFC Nightmare Baby Citric Dummies Driving a Piece of Shit 鏡 Kagami Bear the Guilt Parliament Ruins Victimless Crime Wasted Age Dead End World Human Trophy Devotion Poison Ruïn Execute
Tracklist
Winky Frown Legs ¡Miau! El Diablo A Bajo Precio Osees Cochon D'argent Rixe Tir Groupé Blitzer Smug Face Hog Line Haul Eyes Ninety New Sense Ryan Kidd Glued On You Beta Máximo Antimateria
Cowgirl Wake Up Jrdn And The Switchblades No Sun Temporary Curse Funny Feeling Starburst Theres Mold Booji Boys Hotline Guiding Light Magpie Cammy Cautious and the Wrestlers Distaste Electric Prawns 2 Who I Am
Ich muss schon sagen, es war bis jetzt eine durchweg vergnügliche Reise, das Wachstum von Billiam zu verfolgen wie er im Laufe weniger Jahre von einem schlabberigen Eggpunk-Act zu der mächtigen Garage-/Synth Punk-Institution wurde, als die wir ihn heute kennen, nachdem er mit so ziemlich jeder neuen Veröffentlichung sein Klangspektrum graduell verfeinert und erweitert hat. Die neueste EP setzt diesen Trend fort. Nicht nur ist diese Platte dichter vollgepackt mit eingängigen Hooks als je zuvor, auch die Performance ist die tighteste, die wir von ihm bisher gehört haben und die Songs und Arrangements haben ein ganz neues Level an Raffinesse, Eleganz und stilistischer Vielfalt erreicht in diesem endlosen Sturm von hinterhältigen Ohrwürmern.