Diese Band aus Trient, Italien spielt Hardcorepunk ganz nach meinem Herzen. Stockdüster und ungewaschen, mit einem Frontmann, der reale Wut und Unbehagen kanalisiert anstelle des vor lauter Testosteron glitschig gewordenen Dicke-Eier-Gehabes, das große Teile des Genres ja leider immer noch definiert. Ich fühle mich sehr positiv an Bands wie Sesso Violento oder Dauðyflin erinnert.
The Cowboy kommen aus Cleveland und bestehen aus Mitgliedern von Homostupids und Pleasure Leftists. Das verspricht ja schon von vorneherein gut zu werden und das Ergebnis löst das Versprechen auch ganz problemlos ein. Das ist schön druckvoller aber auch ordentlich verschrobener Garagepunk mit subtilen, dissonanten Noise-Texturen, der hin und wieder an Bands wie Uranium Club, Beast Fiend, Ex Cult oder Advlts erinnert.
Einen absolut tadellosen Mix aus Garage- und Synth-/Elektropunk gibt’s auf der zweiten EP der Labormäuse aus Los Angeles zu bewundern. Ausmuteants treffen auf elektrifizierte Garagenbands wie etwa S.B.F., Race Car oder Process Of Elimination und etwas krudere Verwandtschaft á la Droids Blood und Wonder Bread. Geht klar, das.
Nicht verwechseln mit der gleichamigen New Yorker Garagenband, deren neues Album bald auf Wharf Cat erscheint. Nee, diese Band kommt aus dem kanadischen Winnipeg und auf ihrem Demo geht es ein ganzes Stück roher und rudimentärer zu mit einem Sound, der zur einen Hälfte aus Garage Punk, zur anderen aus sehr oldschooligem Hardcore-Gedöns besteht.
Nach einem äußerst appetitanregenden Demo im letztem Herbst legen Reality Group aus Winnipeg, Kanada jetzt eine neue EP nach, die locker das beachtliche Qualitätsniveau des Demos fortsetzt. Zu hören gibt’s fünf weitere Garagepunk-Perlen mit Spuren von Postpunk und ein paar kleinen Überraschungen. Das macht auf den ersten Blick lediglich den Eindruck von solider Hausmannskost. Die Grundzutaten sind altbekannt. Hat man aber erst mal angebissen, entfaltet sich eine unerwartete Geschmacksexplosion.