Pura Crema – Fin De La Era 7″

Exzellenter Stoff einer Band aus Monterrey, Mexico, der über das Washingtoner Label Ressurection Records den Weg hierher gefunden hat. Ein garagiger Sound bildet hier die Basis, auf der sich ein farbenfrohes Spektakel entfaltet als wären etwa die Red Dons mit ihrem Hang zur großen Hymne zusammen mit dem allgemeinen Vibe von Apache Dropout in einem Meer aus 60s Psychedelia und Surfrock eingetaucht. Die B-Seite bekommt dann noch einen leichten Post Punk-Schliff á la Ex-Cult verpasst und der no-wavige Saxofoneinsatz transportiert den Song in unerwartet abgehobene Sphären.

R.M.F.C. – Hive Vol. 2

Ich dachte eigentlich, Vol. 1 hier schon mal gepostet zu haben, aber das hab ich seinerzeit wohl irgendwie verplempert. Jedenfalls erweist sich auch die zweite EP des australischen Garagenprojekts als eine unwiderstehliche Spaßkanone, an der u.a. Freunde von Erik Nervous, UV Race oder früheren Useless Eaters sicher nicht vorbei kommen. Wer das ganze auf Vinyl bevorzugt, sollte übrigens noch bis zum Monatsende abwarten. Dann erscheinen nämlich Vol. 1&2 zusammen auf einer LP aus dem guten Hause Erste Theke Tonträger.

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Ditches – The Taste

Melodisch-melancholisches Punkgedöns aus Stockholm, das stark in eine altbekannte, von Bands wie Marked Men, Radioactivity und Red Dons etablierte Kerbe schlägt, seine Sache dabei aber auch mit tadelloser Kompetenz durchzieht.

Man-Eaters – Man-Eaters

Kaum zu überhören, dass bei dieser Band drei Viertel von Tarantüla am Werk sind, denn die klanglichen Unterschiede zu denen sind eher marginal. Vielleicht tritt der Post Punk-Faktor etwas in den Hintergrund, der Hang zu prähistorischem Metal-Riffing wird ein bisschen schamloser ausgelebt. Ansonsten gilt: Was nicht kaputt ist, muss auch nicht gefixt werden. Nach wie vor ein Heidenspaß.

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Bloody Head – Narco Bulldozer​ / ​Black Dog Blues 7″

Eine Band aus Nottingham liefert auf diesem Kurzspieler zwei ultra-stumpfe Jams zwischen Noise Rock und Sludge Punk ab. Ein Sound der eher quetscht als drückt, eine durchaus effektive Strategie.

N0V3L – Novel

Ultrafies groovender Dance-/Postpunk aus Vancouver mit starker New Wave- und Disco/NotDisco-Geruchsnote. Erfreulicher Weise klaut die Platte nicht ausschließlich bei den üblichen Verdächtigen Gang Of Four sondern weckt in meinem Kopf eher Assoziationen zu den etwas unterbewerteten Briten Transmitters. Erfährt man nun noch, dass hier Mitglieder von Crack Cloud am Werk sind, passt das alles wieder wie Arsch auf Eimer. Ganz besonders angetan bin ich vom Track Suspicion, der in etwa so klingt als hätten Television eine Discosingle aufgenommen.

Stickers – Office Spaced

Die Postpunker Stickers aus Seattle verbreiten auf ihrer neuesten EP mal wieder ausnahmslos giftige Vibes. Aktuell könnte man auf die Idee kommen, dass sie seit dem letzten Album vermehrt Spray Paint sowie alten No Wave gehört haben. Das resultiert in einem stark erhöhten Noise-Faktor und einem Klangkostüm, das auch etwas an vergangene Platten von Pill erinnert.

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Andy Human & The Reptoids – Psychic Sidekick

Album Nummer zwei der Garage-/Postpunk-Kapelle aus Oakland verzichtet mal wieder auf große Überraschungen, ist dafür aber auch frei von Enttäuschungen und arbeitet einfach weiter an der Kultivierung ihres quirligen, unverkennbar eigenen Sounds mit Rückständen von britischer 77er Schule sowie klaren Spuren von Devo und ein bisschen Wire. Trotz dieser klaren Bezugspunkte sind AH&TR eine der wenigen Garagenbands dieser Tage, deren Verwechslungspotenzial gegen Null tendiert.

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Bedwetters Anonymous – R.U. Experiencing Discomfort (?)

Das erste Kurzspieltape der Bettnässer aus Vancouver ist ein so kurzer wie auch schmerzfreier Ohrenschmaus aus Post- und Garagepunk mit 'nem ordentlichen Hardcore-Boost. Ein zwölf Songs und Minuten andauernde Beleidigung des Intellekts. Ein Dachschaden der Referenzklasse. In dieser gelben Pfütze bleib ich doch gerne noch was länger sitzen.

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Flat Worms – Into The Iris

Wie schon auf der letzten 7" setzen die Flat Worms aus Los Angeles konsequent die dort schon angedeutete Entwicklung fort - weg vom relativ straighten, schnörkellosen Garagepunk des Debütalbums, hin zu einem tendenziell etwas experimentelleren, postpunkigen Sound, der dabei aber keineswegs das Schreddern verlernt hat und dem auch zu keiner Zeit die schrägen Ideen ausgehen. Nach wie vor eine spannende Band.

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