Ice Balloons - Body In The Park

Ice Balloons - Body In The Park

Lehnte sich das Debüt­al­bum der New Yor­ker Combo mit Mit­glie­dern von u.a. Samiam und TV On The Radio an Bord noch mehr in die Rich­tung von unte­kühl­tem Post­punk und Indus­trial mit einem Hauch von Minis­try, gibt sich ihre neu­este 7" auf Mud­guts etwas leicht­fü­ßi­ger und ver­spiel­ter, begrüßt den Hörer mit einer infek­tiö­sen, leicht dub­bi­gen Groo­ve­ka­none auf der A-Seite und weiß auch auf der B-Seite mit einer ange­nehm abge­fah­re­nen Psy­che­de­lic Num­mer sehr zu gefal­len; jeweils mit einer wohl­do­sier­ten Ladung Noise ver­setzt.

Tot - Untergang

Tot - Untergang

Garage Punk mit deut­schen Lyrics ist aus irgend­ei­nem Grund ja eine ziem­lich rare Ange­le­gen­heit und genau das macht diese Debüt-EP einer Band irgendwo aus Nie­der­sach­sen zu einer erfri­schen­den Ano­ma­lie. Musi­ka­lisch hält sich das am psy­che­de­lisch-spa­ce­ro­cki­gen Rand des Gen­re­spek­trums auf, erin­nert mit sei­nen mas­si­ven Reverb- und Feed­back­or­gien z.B. an Dest­ruc­tion Unit oder die an die­ser Stelle neu­lich zu bewun­dern­den Aus­tra­lier Wash, aber auch große Teile der kali­for­ni­schen Dwyer-Con­nec­tion sind als Ver­gleich nicht ganz fehl am Platz. Zudem weckt ein leicht post­pun­ki­ger Unter­ton in Ver­bin­dung mit den mini­mal aber deut­lich gehal­te­nen Tex­ten Asso­zia­tio­nen zum Stutt­gar­ter Unbe­ha­gen. Sau­ber!

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Football & White Savage - Split LP

Football & White Savage - Split LP

Hätte man mir diese Split­scheibe zweier Bands aus Lees­burg und Chi­cago als ein vol­les Album einer ein­zi­gen Band ver­kauft, wäre mir - abge­se­hen von etwas unter­schied­li­cher Fide­li­tät der Pro­duk­tion - über­haupt nichts auf­ge­fal­len, so sehr ähnelt sich der Sound von Foot­ball und White Savage. Beide Bands bewe­gen sich selbst­be­wusst im Umfeld von Garage und Psy­che­de­lic, Noise Rock, Sludge Punk und ein wenig Post­core, dabei las­sen sie aber auch gar nix anbren­nen. In ver­schie­de­nen Momen­ten erin­nert mich das z.B. mal an The Blind Shake, ein ande­res mal an Hot Snakes. Knallt ganz vor­treff­lich.

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Wash - Undercover Slimo

Wash - Undercover Slimo

Wash kom­men irgendwo aus der Gegend des aus­tra­li­schen Küs­ten­städt­chens Byron Bay und fie­len mir zum ers­ten mal vor knapp zwei Jah­ren durch ein Split-Tape mit Dumb Punts und eine sau­mä­ßig rohe Dar­bie­tung ihres Fuzz­punks auf. Seit­dem haben sich die Typen wohl ein paar hal­lu­zi­no­gene Frö­sche rein­ge­zo­gen und ihr Sound hat sich ent­spre­chend ein wenig ent­spannt, eine psy­che­de­lisch schil­lernde Ober­flä­che ent­fal­tet, ohne dabei die kratz­bürs­tige, ultrapri­mi­tive Ener­gie ein­zu­bü­ßen.

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Thriller Party - Gelfling Wanderer

Thriller Party - Gelfling Wanderer

Ich seh das Cover und denk mir was zum Fick? Dahin­ter kann sich doch nichts gutes ver­ber­gen. Sicher eine die­ser aus­ge­lutsch­ten Psy­che­de­lic­Stoner­Pro­gres­si­ve­Spa­ce­Doom-Kapel­len, die seit Jahr­zehn­ten jeg­li­cher Ent­wick­lung und Krea­ti­vi­tät erfolg­reich aus dem Weg gegan­gen sind. Oder best case: Ein unin­spi­rier­ter Oh Sees-Klon.

Und wie falsch ich da lag! Bis auf den Teil mit Oh Sees. Diese Platte würde näm­lich tat­säch­lich gut auf Dwyer's Label Castle Face pas­sen, aber die Band aus Los Ange­les ist auch reich­lich inspi­riert. Die Fan­tasy- und Sci­ence Fic­tion-Ver­weise sind nicht da um ernst genom­men zu wer­den und rie­chen mehr nach Heavy Metal. Dem Film. Na ja, manch­mal auch dem Genre (siehe Ferengi Mad­ness!). Und ja, es gibt auch viel psy­che­de­li­sches bis abge­spa­ce­tes Zeug aber Thril­ler Party haben Punk im Arsch. Fuzz­punk, mit dem sie die hal­lu­zi­no­ge­ne­ren Ele­mente kom­ple­men­tie­ren und der mich an No Age, Male Bon­ding, Hüs­ker Dü oder Japan­dro­ids erin­nert. Oder wenn's eher Psy­cho­din­gens wird an Pow!, spä­tere Parts & Labor und deren Nach­fol­ge­band Upper Wilds. Und natür­lich auch mal Oh Sees. Das hat Ener­gie, das macht Krach und Spaß. Spaß, wie er ande­ren Bands tabu zu sein scheint, die mit ähn­li­chen Ver­satz­stü­cken rum­han­tie­ren.

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Blaha - Survival Climb

Blaha - Survival Climb

Mal wie­der was neues von Mike Blaha, des­sen andere Bands The Blind Shake und Shadow In The Cracks sicher eini­gen ein Begriff sind. Auch auf dem neu­es­ten Lang­spie­ler gibt er seine unver­kenn­bare, eigene Spiel­art von Garage Punk mit gele­gent­lich psy­che­de­li­schem Unter­bau zum Bes­ten. Meis­tens eher sim­pel gestrickt aber jeder­zeit reich­lich Ärsche tre­tend; einen gan­zen Tick weni­ger mono­ton und dafür deut­lich melo­di­scher als man's von sei­nen ande­ren Pro­jek­ten gewohnt ist.

Paul Jacobs - Easy

Paul Jacobs - Easy

Fand ich den letz­ten Lang­spie­ler des Gara­gen­ro­ckers aus Mont­real stel­len­weise etwas über­la­den, lie­fert der gute Mann hier ein ver­gleichs­weise flau­schi­ges, ent­spann­tes Fuzz-Kis­sen ab. Wie von ihm gewohnt ist das eine ordent­lich viel­sei­tige Ange­le­gen­heit, die sich auch gerne mal Abste­cher in psy­che­de­li­schen Nebel leis­tet und so schnell keine Lan­ge­weile auf­kom­men lässt.

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Teksti-TV 666 - Aidattu tulevaisuus

Teksti-TV 666 - Aidattu tulevaisuus

Nach­dem die Band aus Hel­sinki mit den fünf Gitar­ris­ten an Bord im vor­letz­ten Jahr schon voll­ends zu begeis­tern wusste mit einer Com­pi­la­tion und ihren dar­auf ent­hal­te­nen ers­ten drei EPs, las­sen sie jetzt EP Numero vier vom Sta­pel und lie­fern dar­auf mehr von der gei­len Scheiße. Die Eupho­rie etwa von Wav­ves trifft auf das in einem Zuge glei­cher­ma­ßen derbe wie auch krau­tig-psy­che­de­li­sche Gebrate der frü­hen The Men und über all dem schwebt unver­kenn­bar der Geist von Glenn Bran­cas aus­ufern­den Sin­fo­nien.

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Nag & Lip - Split 7"

Nag & Lip - Split 7"

Eine sehr gelun­gene Split­scheibe zweier Bands, die jeweils irgendwo zwi­schen den Eck­pfei­lern Noise, Post Punk und ein wenig Gara­ge­zeug agie­ren. Dass Nag aus Deca­tur, Geor­gia ordent­lich die Scheiße los­tre­ten kön­nen, haben sie ja schon mit meh­re­ren EPs bewie­sen. Gänz­lich unbe­kannt waren mir hin­ge­gen Lip aus Bal­ti­more, die ihrem Kra­wall eine dezent psy­che­de­li­schen Note ver­pas­sen. Eine über­aus erfreu­li­che Über­ra­schung.

Fir Cone Children - The Straight & The Curly

Fir Cone Children - The Straight & The Curly

Wäh­rend das im letz­ten Som­mer erschie­nene No Gra­vity Girls irgend­wie nicht so recht bei mir zün­den wollte, trifft der vierte Lang­spie­ler wie­der ziem­lich ins Schwarze. Sound­mä­ßig ist das nach wie vor die char­mante Ver­schmel­zung aus Noise Pop, Shoegaze, ent­schlos­se­nen Punk­at­ta­cken und der son­ni­ge­ren Seite von 60s Psy­che­de­lia, wie sie man vom Ber­li­ner Ein-Mann-Pro­jekt gewohnt ist. Auch im Jahr 2018 klingt das noch voll­kom­men eigen­stän­dig. Deut­lich zuge­legt hat aber das zugrunde lie­gende, ver­gleichs­weise auf­ge­räumte Song­ma­te­rial, das kei­nes­wegs mehr nach Gaf­fer­tape und Sekun­den­kle­ber klingt, son­dern in sich geschlos­sen und aus einem Guss.

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