Zwei bislang eher noch etwas am Rand der Szene agierende Akteure der Eggpunk-Welle machen gemeinsame Sache auf dieser netten Split-LP und machen klar, dass man jenen „Unter ferner liefen…“-Status besser noch mal überdenken sollte. Auch wenn hier wie gehabt das Rad nicht neu erfunden wird, haben beide Bands klar ihr Rezept verfeinert. SPRGRS aus Granada, Spanien sorgen dabei schon mal einen ausgezeichneten Start mit ihrer quirlig-pulsierenden und melodischen Herangehensweise ans Genre, die man so ähnlich in jüngerer Zeit etwa von Bands wie Prison Affair, Beer, Paulo Vicious und Goblin Daycare gehört hat. Noch mal ein stärkeres Kaliber sind dann aber die neuen Tracks von Möney aus Bristol, die hier eine recht vielseitige Klangpalette und tadellose Songkonstruktion präsentieren, insgesamt auch durchtränkt von einem Surf- und Psych-lastigen Post Punk-Vibe – besonders prominent im abschließenden Track Emancipation – was insbesondere die Sounds von Electric Prawns 2, Checkpoint, Gremlin und Powerplant ins Gedächtnis ruft. Plastic Trees wiederum ist ein überraschendes kleines Juwel des glitzernden Noise-/Dream-/Powerpops und bekommt einen besonderen Glanz verliehen von einer tollen Gast-Gesangsperformance, die in den Credits einer mysteriösen Miss Clienti zugeschrieben wird.