Gute zwei Jahre nach dem vielversprechenden Debüt legen Softlines aus Buffalo, New York eine neue EP vor. Das ist wie gehabt schrammeliger, melodischer Indierock von ganz ausgezeichneter Qualität. Diesmal allerdings mit viel mehr Wumms und einem deutlich verfeinerten Songwriting.
Eine ausgezeichnete Musikeinreichung von dieser Band aus NYC. Auf ihrem Debütalbum präsentieren sie eine vielseitige Melange aus melodischem, fuzzlastigem Indierock, vertracktem und dissonantem Postpunk, psychedelischen Einsprengseln, Noise-/Mathrock-Versatzstücken und Sonic Youth-mäßigen Kracheskapaden.
Mannrquin Pussy aus Philadelphia bleiben auch auf ihrem zweiten Album verspielt und vielseitig, oszillieren in ihren kurzen Songfragmenten unter anderem zwischen eingängigem Indierock, wuchtigem Noiserock und entschlossenen Punkattacken. Und das alles auf durchgehend hohem Niveau.
Der zweite Kurzspieler von Big League aus Melbourne erfreut mit melodischem Indierock/Powerpop und ausgezeichnetem Songwriting im Geiste vergangener Indie-Größen wie Guided By Voices und frühe Archers Of Loaf.
Vielversprechende Debütsingle eines Trios aus Leeds. Besonders der Titeltrack lässt aufhorchen, wie er im Midtempo durch einen abgehangenen Indierock-Groove schlendert, der dann durch punktgenau platzierte Noise-Eruptionen aufgebrochen wird.
Mit Male Bonding aus London hatte ich eigentlich ja nicht mehr gerechnet, nach über fünf Jahren Funkstille. Und plötzlich ist vor zwei Wochen kommentarlos diese Platte aufgetaucht. Selbstveröffentlicht, ohne Ankündigung oder jeglichen Promowirbel. Es wird darüber spekuliert, ob’s die Band jetzt noch gibt, oder ob das hier ihr Abschiedsalbum sein könnte. Wie dem auch sei, ihr Sound hat sich ganz schön gewandelt. Etwas langsamer ist das ganze geworden, ganz schön düster und durchweg sehr Grimmig im Vergleich mit früheren Werken. Die Euphorie der alten Platten ist nur noch selten zu spüren, überwiegend einem beißenden Gefühl der Ernüchterung gewichen.
Auf ihrem zweiten Kurzspieler lassen Casper Skulls aus Toronto die Stoner-Elemente hinter sich, die auf der letztes Jahr erschienenen King Of Gold 7″ noch deutlich zu hören waren. Stattdessen gibt es hier Indierock zu hören, der seine fühler auch ein wenig in Richtung Psychedelic und Postpunk ausstreckt.
Wunderbar dahergeschrammelter Indierock aus Brisbane. Man darf sich ruhig an so unterschiedliche Bands wie Archers Of Loaf, Superchunk, The Wedding Present oder Guided By Voices erinnert fühlen.
Mal wieder ein neues Lebenszeichen der Shoegazer/Noisepopper aus Oakland. Wie schon auf der letzten EP nimmt ihr Sound immer kompaktere Formen an und auch das Songmaterial ist nochmal griffiger geworden.