Die Powerpopper aus St. Paul, Minnesota sind vielleicht nicht gerade die produktivste, dafür aber eine absolut pünktliche Band. Wie schon die letzten zwei Jahre erschien im September eine neue EP mit fünf relaxt dahergeschrammelten, von grundsolidem Songwriting getragenen Songs.
Future Of The Left/Ex-Mclusky Frontmann Andrew Falkous hat mal wieder einen neuen Langspieler seiner imaginären Band Christian Fitness raus, wie gewohnt zum äußerst fairen Preis bei Bandcamp zu bekommen. Auch musikalisch hat sich hier nicht viel gedreht, wer sein bisheriges Solowerk oder seine anderen Bands mochte, wird auch jetzt wieder entzückt sein wenn der gute Mann sich in seiner typisch scharfzüngigen Art durch elf neue Songs rantet.
Beef Jerk-Frontmann Stefan Christensen hat schon wieder eine neue EP am Start und gibt darauf den gewohnt verschrobenen und kantigen Protopunk-beeinflussten und noiselastigen Indierock zum besten.
Mal wieder was neues von der Band aus Chicago. Auf der neuen 7″ gibt’s zwei mal Nachschlag von ihrem charmanten Indierock mit Postpunk- und Noiserock-Elementen.
Death By Unga Bunga kommen aus dem norwegischen Städtchen Moss und haben in letzter Zeit offenbar viel Sheer Mag gehört. Jedenfalls kommt ihre aktuelle EP daher wie eine perfekte Verschmelzung des hymnischen Southern Punk besagter Band mit dem ultrastraighten Rock’n’Roll von Diarrhea Planet.
Über vier Jahre sind vergangen seit dem Debütalbum von Radar Eyes aus Chicago. Das warten zahlte sich aus, der neue Langspieler begeistert mit melodisch-melancholischem, starkem Songmaterial. Das gehört mit zum besten, was wir dieses Jahr an Songorientiertem Postpunk zu hören bekommen werden.
Was Lingua Nada aus Leipzig auf dieser EP fabrizieren ist reinster musikalischer Wildwuchs. Da trifft fuzzlastiger Indierock unvermittelt auf Psych-/Dreampop-momente, Surf-Anleihen und ab und zu sogar mathrockige Rhythmen. Angenehm unberechenbar.
Die neue Platte der kalten Raubkatzen aus Brighton ist so mitunter das zugänglichste, was sie bisher abgeworfen haben, bewegt sich fast schon in indierockige Gefilde, angereichert um Elemente aus Postpunk, Kraut und Neo-Psychedelia á la Spacemen 3.
Justus Proffit kommt aus Los Angeles und seine erste EP hat er ganz im Alleingang aufgenommen. Das Ergebnis ist erstaunlich ausgereifter oldschooliger Indierock mit powerpoppigen Melodien und tadellosem Songmaterial.