Milk Music – Mystic 100’s

Wow. Mit diesen verdammten Hippies aus Olympia, Washington hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr gerechnet. Aber hier ist es. Sieben Jahre nach ihrer grandiosen Debüt EP und einem mittelgradigen, von einem bekannten Musikmagazin losgetretenen Hype. Und vier Jahre nach einem etwas durchwachsenen ersten Album, tauchte letzten Mittwoch ohne Vorwarnung plötzlich diese Platte bei Bandcamp auf.
Darauf befinden sich wie zu erwarten ein paar der gewohnten Rocker mit dieser gewissen Mischung aus Euphorie und Melancholie, für die viele die Band so liebgewonnen haben. Vor allem werden hier aber auch die folkigen Einflüsse des ersten Albums weiter ausgebaut, auch für etwas Psychedelic und krautige Versatzstücke ist hier Platz. Und das funktioniert diesmal auch alles ganz ausgezeichnet, aufgrund des durchweg starken Songmaterials.



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Dancehall – Vs and Gs 7″

Diese 7″ einer londoner Band weiß durch kompakten und eingängigen Indierock mit Postpunk-Kante zu gefallen. Besonders die B-Seite Magazines bringt so einen angenehmen Gotobeds-Vibe mit.

VCE1DA – Pogrom

Medizin für audiophile Spacken. Diese EP von VCE1DA aus Kiev liefert eine Mischung aus Fuzzpunk und etwas Indierock des vergangenen Jahrzehnts, verpackt in einen rohen LoFi-Sound, der unter anderem an den ganz frühen Krempel von No Age oder Wavves erinnert.


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Street Stains – Street Stains

Street Stains sind ein Duo bestehend aus dem ehemaligen Q And Not U-Sänger/Gitarristen Chris Richards und Sean Mcguinness, dem Drummer von Pissed Jeans. Und genau genommen ist das hier ziemlich alter Scheiß.
Die Songs haben ihren Ursprung in gemeinsamen Jam Sessions im Jahr 2008. Danach vergingen fünf Jahre, bevor man auf die Idee kam, den Krempel doch mal aufzunehmen. Das geschah im Laufe der folgenden zwei Jahre; danach gammelten die Recordings wieder eine ganze Weile rum, bis sie dieses Jahr erstmals auf Bandcamp veröffentlicht wurden. Und wie die beiden dazu anmerken: “…can finally be forgotten forever”.



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DiCaprio – I Went To The Mall Yesterday And I Got Sick

Starkes Debüt von diesem Trio aus Atlanta. Die Platte hält eine Balance zwischen dissonantem, gelegentlich etwas noiserockigem Postpunk und getragenem Geschrammel. Besonders letzteres klingt ausgesprochen resigniert. Wie der verzweifelte Versuch, die aufgestaute Frustration mit starken Medikamenten im Zaum zu halten. Von dieser Art Gefühl sind diese Songs durchzogen.



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Champion Lover – Russian Prince

Die neue EP der Noiserocker aus Toronto erfüllt mal wieder alle Erwartungen mit gutem Songmaterial und einem Sound, der genau so vorzüglich knarzt wie man es von ihnen gewohnt ist.

Submarines – Oh Well

Auf der Debüt-EP von Submarines aus London entfaltet sich melodischer Indierock, der deutlich nach einem Flashback in die post-Strokes-Nullerjahre klingt.

Tiger! Shit! Tiger! Tiger! – Corners

Das erste Album dieser Band aus Foligno, Italien ist mir noch gut in Erinnering, kam ihnen vor gut drei Jahren doch die Ehre des allerersten Posts auf diesem Blog zu. Ihr Debüt erscheint mir auch mit einigen Jahren Abstand immer noch als ein herausragender Beitrag zum damals schon im Aussterben befindlichen Fuzzpunk-Genres á la No Age, frühe Wavves oder Male Bonding.
Die neue Platte drosselt das Tempo empfindlich, das Ergebnis lässt sich als melodischer, gelegentlich etwas Shoegaze-beeinfluster Noisepop/Indierock einordnen, der aber immer noch eine große Freude an ausgedehnten Lärm-Ausbrüchen zeigt.

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Hung Toys – Welcome To Repayment

Auf dem zweiten Album der aktuellen Band um Kelly Johnson, den ehemaligen Gitarristen und Frontmann von Geronimo, wird die euphorisch-straighte Rock’n’Roll-Katharsis des Debütalbums etwas zurückgenommen, stattdessen eine gut geölte Riffmaschine voll aufgedreht. Das erinnert jetzt wieder mehr an den ultraeingängigen Noiserock seiner alten Band, kommt aber insgesamt etwas kantiger daher.



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Halfsour – Charm School

Auf dieser EP von Halfsour aus Boston wechselt sich mal kraftvoll rockender, mal entspannt dahergeschrammelter Indierock mit ultramelodischem Powerpop und einem gelegentlichen C86-Vibe ab.



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