Unverschämt starke Platte, der zweite Langspieler von Yeesh aus Chicago. Das pendelt irgendwo zwischen zwischen gleichzeitig angefressenem und euphorischem Indierock und melodischem Noiserock, angereichert um leichte Post- und Emocore-Einflüsse. Erinnert mich unter anderem an Pile und Ovlov oder deren Nachfolgeband Stove, die Hitdichte hier ist erstaunlich hoch.
Die Neuseeländer schlugen ja schon mit ihrem Debütalbum ein paar kleine Wellen, ihr aktueller Langspieler gefällt mir aber um längen besser. Kraftvoller Postpunk trifft hier auf psychedelische Klangflächen, melancholischen Jangle Pop und Indierock, getragen durch gekonntes Spiel mit Melodie und Dissonanz.
Okay, die Sleepies aus New York gibt es also auch noch. Schon ‘ne Weile her, das letzte Album ist bereits älter als dieses Blog. Ich sach mal die neue Platte haut rein. Das hat was von frühen The Men; sowohl die brachialen Noise- und Punkattacken von Leave Home als auch die vielseitige Verspieltheit von Open Your Heart kommen mir in Erinnerung, die Postpunkig groovende Seite von Useless Eaters und sogar die angepisste Melancholie von Protomartyrs zweiten Album Under Color Of Official Right bietet sich stellenweise als Vergleich an. Das alles eingebettet in einen auf den ersten Blick halbweg relaxten, unter der Oberfläche aber ordentlich blubbernden Indierock-Sound. Ein absolut willkommenes Comeback.
Neues Album der Band aus dem dänischen Aarhus. Das ist ein geballter Nachschlag von ihrem Indierock, der ohne Umschweife melodisch und melancholisch geradeaus rockt.
Paws aus Glasgow legen ihren dritten Langspieler auf Fat Cat Records vor. Das klingt wie ein Flashback in die Nullerjahre und den euphorischen Indierock, wie er damals vorwiegend von der britischen Insel zu uns rüberschwappte.
Für ihr neues Albun sind die Gotobeds aus Pittsburgh bei Sub Pop untergekommen, wäre ihnen zu wünschen, dass sie damit ein paar neue Freunde finden. An ihrem ultraeingängigen, aber dennoch angenehm ungeschliffen lärmenden Indierock hat sich grundsätzlich nicht viel geändert seit dem Debütalbum, wenn auch alles etwas kompakter und homogener erscheint. Und nach wie vor ist eine ordentliche Ladung unwiderstehlicher Ohrwürmer an Bord. Was nicht kaputt ist, muss auch nicht repariert werden.
Das neue Album der Band aus Nashville mit dem konstanten Schalk im Nacken ist mal wieder ein ausgesprochen powerpoppiger Spaß geworden. Die im Vergleich zu vergangenen Taten sehr geschliffene Produktion steht ihnen ganz ausgezeichnet und die augenzwinkernd aufs Stadion schielenden Songs fressen sich sofort im Gehörgang fest. Eine vor lauter Fett triefende Kalorienbombe, wie man sie ab und zu mal braucht.
Schön daher scheppernder Indierock aus Chicago mit gewissen Ahnlichkeiten z.B. zu Telepathic oder deren Vorgängerband Bleeding Rainbow, angereichert um Elemente aus 90er Noiserock und Grunge.
Angesägter Noise-/Postpunk aus Christchurch, Neuseeland, der unter der dissonanten Oberfläche aber durchaus poppige Elemente beherbergt und manchmal frühere Half Japanese oder die Sonic Youth der späten 80er in Erinnerung ruft.
Das neueste Tape von Beef Jerk-Frontmann Stefan Christensen ist sein stacheligster Output bisher. Post-/protopunkiger Indierock in Form von zwei kompakten Rockern und zwei ausufernden Jams.