Meine Fresse. Der auf den beiden Demos von Expose aus Los Angeles enthaltene, ultra-rudimentäre Synth- und Elektropunk gehört ohne Zweifel zum kruderen Zeug, das ich aus dieser Nische mal zu hören bekam. Wem Acts wie Victor, Set-Top Box oder C57BL/6 noch nicht abgefuckt genug sind, der wird dafür vielleicht diesen Lärm hier zufriedenstellend finden. Mir gefällt’s jedenfalls.
Synth-/Elektropunk aus Los Angeles, der durchaus komfortabel in der musikalischen Nachbarschaft etwa zu Isis, Set-Top Box, Isotope Soap und Channel 83 erblüht. An sowas werde ich mich in absehbarer Zeit nicht satthören.
Die Vorgänger zum dritten Album dieser Band aus Los Angeles hab ich irgendwie verschlafen und muss die gleich mal nachholen, denn was mir jetzt aus den Lautsprechern quillt ist exquisit. Das klingt in etwa so als hätte man den psychedelischen Synth- und Garagepunk der ebenfalls auf Castle Face beheimaten Pow! mit Suicide und Public Image Ltd. gekreuzt. Oder mit neueren Bands wie Whatever Brains und etwas geringfügiger deren Nachfolge-Projekt ISS. Um Spuren von Industrial angereichert. Auch neokrautige Abflüge und eine kleine Dub-Exkursion dürfen mal sein. Oder anders ausgedrückt: Stilistisch geht es hier drunter und drüber, aber daran gibt es mal sowas von gar nichts auszusetzen.
In Berlin, an einer im 12XU-relevanten Umfeld gerade ziemlich geläufigen Allee, ist mal wieder ein neues Tape von den Bäumen gefallen. Kruder Synth-/Elektropunk ist es diesmal geworden, der zwischen Genre-Hausnummern wie Mark Cone, Wonder Bread, Clarko, ISIS oder Skull Cult eine ästhetisch ansprechende Figur hergibt.
Das Postpunk-Trio aus Marseille hatte schon mit seiner letzten EP vor drei Jahren einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen und auch der neue Langspieler weiß zu gefallen. Ihr Sound hat sich dabei nicht nennenswert verändert, behält sich eine distanzierte Kühle, ein maschinelles Kalkül vor. Paradoxer Weise ist die Sache dabei auch catchy as fuck. Über eine ganze Albumlänge kann das in seiner konzeptionellen Gleichförmigkeit schon mal die Geduld strapazieren, aber ich würde ihnen mal unterstellen dass diese Eigenschaft auch genau so gewollt ist. Maschinen werden niemals müde.
Die letzte EP der australischen Elektro-/Synthpunks war ja schon jede menge schräger Spaß, ließ aber keineswegs erahnen, zu was für einem schrulligen Monster ihr Sound auf der aktuellen digitalen Single mutieren würde, auf der sie ihre Songs scheinbar mit’m Gameboy aufgenommen, durch ’nen Chor defekter Furbys gefiltert, mit der Türsprechanlage gemischt und auf Muttis Videorekorder gemastert haben. Oder anders ausgedrückt: Klingt gut!
Ungewohnt flott nach dem Vorgänger vor zwei Jahren ist der dritte Langspieler des Lütticher Duos auf dem zuverlässigen Spezialistenlabel Teenage Menopause erschienen und trumpft mit ihrem bislang wohl stärksten Bündel an geballter Songpower auf. Soundmäßig hat man sich aber nicht groß umorientiert, das ist auch gut so. Erneut gibt es köstlich reinknallenden Synth-/Elektropunk zu genießen, dessen Herz aber eindeutig in der Garage zuhause ist. Etwa wie ein Mix aus S.B.F. und den energischeren Momenten von Digital Leather.
Ich dachte eigentlich, dass ich das letzte Album Quack Quack des ultrasympathischen Duos hier irgendwann schon gepostet hätte. Aber nein, das muss ich seinerzeit mal wieder verpeilt haben. Dann hol ich’s halt anlässlich ihrer neuen LP nach. Darf ich vorstellen: Freak Genes, ein britisches Duo bestehend aus Andrew Anderson, der auch bei den Hipshakes und den famosen Proto Idiot mitmischt und Charlie Murphy, den man vielleicht von den ebenfalls sehr geschätzten Red Chords kennt. Was die zusammen fabrizieren klingt aber nach keiner dieser Bands. Dafür setzt es eine hochgradig verschrobene Mischung aus verschrammeltem Fuzz-/Garagepop und verspultem Elektro-/Synthpunk. Seit der letzten Platte hat sich der Fokus klar zugunsten der elektrischen Sounds verschoben. Da haben einerseits sicher uralte bekannte wie Desperate Bicycles, Television Personalities oder die derzeit scheinbar mal wieder als sehr schick geltenden Devo als Inspiration gedient. Manchmal drängt sich mir der Begriff Bubblegum Suicide geradezu auf. Und aktuell könnte man da Parallelen zu Wonder Bread, ISS, Buck Gooter oder Whatever Brains drin erkennen.
Yay! Drei neue Minuten gepflegte Schrottästhetik vom Synthpunk-Projekt aus Orlando, Florida. Wem die letzte EP schon etwas zu behämmert klang, der wird diese hier erst richtig hassen. Die drei Songs senken nachweislich den IQ des Hörers. Das gute dabei: Einem geschädigten Denkvermögen ist das scheißegal.
Zwei digitale Singles von einem Typen aus London. Dessen Lärm irgendwo zwischen Noiserock, Elektro-, Garage- und Post Punk erinnert etwas an eine Variante der ebenfalls aus London stammenden Powerplant, der irgendwer eine kleine Dosis Big Black ins Bier gekippt hat.