Jazz V.O.S.T. – Jazz for Your Soul

Ein fantastisches Stück des psychedelischen, monoton pulsierenden Post Punk mit Echos aus der Proto- und frühen Art Punk-Ära. Diese neue Kassette der Pariser Jazz V.O.S.T. kommt ein bisschen so rüber wie eine unheilige Allianz aus Métal Urbain, MX-80 und Chrome, ein bisschen Swell Maps obendrein… oder vielleicht auch so japanischen Grenzgängern zwischen Psychedelic und Post Punk wie The Rabits und frühe High Rise. Das alles wird hier in eine vage Kontur eines Cold Wave-Kontexts transportiert, hat dabei aber dankenswerter Weise überhaupt nichts von der formelhaften Gleichschaltung jenes Genres, das ich in den letzten Jahren mitunter leider für eines der unkreativsten und eingefahrensten halte. Nein, das hier ist eine ganz andere Tasse Tee. Die Pulse, Zuckungen und Donnerschläge auf dieser Platte entstammen ganz und gar nicht den kühlen Rotationen einer austauschbaren Maschine, sondern der unaufhaltsamen menschlichen Schaffensfreude kreativ getriebener Geister, die hartnäckig grimmigen Realitäten ins Gesicht lachen, unwillig, sich von ihnen erdrücken oder bestimmen zu lassen.

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Teledrome – Teledrome

teledrome
Normal mach ich um so waviges Zeug ’nen großen Bogen, aber dieses total aus der Zeit gefallene Ding aus New-/Coldwave, Punk-, PowerPop und Goth-Versatzstücken ist dann doch einfach zu geil um mich kalt zu lassen. Saugt einen sofort rein in eine seltsame Parallelwelt aus Frühachtziger Science Fiction-Filmen und Teenagerkomödien, Cyberpunk, Discokugeln und Laserkanonen. Vollkommen unsubtiler Pop mit einer ansteckenden Dreistigkeit und haufenweise Hits, die in einer gerechteren Welt auch wirklich welche wären. Zurück in die Zukunft von gestern. Sisters of Mercy auf Gummibärchen. Ramones auf Mikrochips. Aktuell vielleicht noch Digital Leather in einem gelackteren, drockvolleren Klangkostüm. Und bessere Songs.

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