Puss – Antimatter

Was für’n geiler Scheiß ist das denn bitte? Auf der aktuellen EP dieser New Yorker Formation begegnet einem kaputter Lärm zwischen Elektropunk, Noise und einer Spur von No Wave. Am Mikro dann eine Art Damo Suzuki auf einem sehr bösen Höllentrip, der ihrem schrägen Sound den letzten Schubser in Richtung Wahnsinn verpasst. Auch wenn mir da Vergleiche z.B. zu Primitive Calculators oder Holiday Inn einfallen – das Zeug ist ziemlich weit draußen.

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Escape-ism – The Lost Record / XYZ – Artificial Flavoring

Ian Svenonius (u.a. Nation Of Ulysses, The Make Up, Weird War, Chain & The Gang) konnte auch in diesem Jahr nicht still sitzen. Zum einen wäre da der neue Langspieler seines Soloprojekts Escape-ism. The Lost Record ist gerade erst frisch gepresst und angeblich schon verloren. Auf die Ohren gibt’s mehr von seinem leicht Suicide-infizierten, minimalistischen Meta-Rock’n’Roll und natürlich bringen die Lyrics einen wieder abwechselnd zum schmunzeln, nachdenken und rätseln.
Ein besserer Kandidat für eine „verlorene“ aber keineswegs ungeliebte Platte ist der zweite Langspieler von XYZ, dem gemeinsamen Projekt von Svenonious und dem Franzosen Didier Balducci a.k.a. Memphis Electronic, der dem einen oder anderen vielleicht als Teil von u.a. Dum Dum Boys und NON! bekannt ist. Die Platte wurde nämlich bereits zum Jahresbeginn mit ca. null Promotion ausgerollt und fiel mir erst im Zuge der neuen Escape-ism auf. Jedenfalls zeigt sich Svenonius hier wie schon auf dem Vorgänger von seiner zugänglichsten, spaßigsten, tanzbarsten Seite.

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Channel 83 – TVS16

Extra kruder Synth-/Elektropunk weiß auf der Debüt-EP von Channel 86 aus Orlando zu verstören. Freunde von skurrilen Geräuscherzeugern wie etwa Wonder Bread, Skull Cult oder C57BL/6 werden zustimmend mit den Zehen dazu wippen.

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Coeval – Coeval

Eine durchweg gelungene EP ist da von einer Londoner Band auf dem pariser Label Le Turc Mechanique aufgepoppt. Zu hören gibt’s elektrifizierten und durchaus vielseitigen Post Punk mit angenehmer Noise-Kante, starken Songfundamenten und bittersüßen, eingängigen Melodien.

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Victor – + / – ?

Garagepunk der durchweg kruden Sorte aus Tel Aviv. Wem Skull Cult oder das R. Clown Tape zusagen, der darf hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. Eine Schwäche für minimalistisch pluckernde Lo-Fi Suicide-Beats vom Flohmarkt ist dem Hörgenuss auch nicht abträglich.



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C57BL/6 – Lawn Mower

Die aktuelle EP der Elektro-/Garagepunk-Formation aus Los Angeles ist mal wieder ein ausgesprochen spaßiger Volltreffer geworden. Mit sechs Songs in weniger als zehn Minuten lässt sich das in einem Schluck weghören wie eine stärker Noise-orientierte Variante von S.B.F. oder Race Car.


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ISS – ISS 7″

Neuer Kleinscheiß von den Samplebaukasten-Punks aus North Carolina wird in der Form einer 7″ auf Sorrry State Records abgeliefert. Dem Format angemessen lärmen sie hier sehr explosiv und deutlich ungezwungener drauf los als auf den Langspielern.


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Digital Leather – Pink Thunder

Das Synth-/Electropunk-Projekt um Frontmann Shawn Foree hat mal wieder eine Platte aufgenommen. Und wie er dazu auf der Bandcamp-Seite anmerkt: „Felt like shit during the entire process“. Entsprechend gibt es auf lyrischer Ebene das gewohnt hohe Maß an Tod und Verderben zu verarbeiten. Aber was die Musik angeht, gehören die minimalistischen Arrangements der Platte – nach dem besonders grimmig klingenden letzten Album Whack Jam – mitunter zum poppigsten Material der Band.



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Hystérie – Campagne / Capitale

Das erste Album von Hystérie aus dem französischen Castres bietet sich als passender Compagnon für das aktuelle Le Prince Harry Album an, klingt in etwa so wie dessen dystopisch-pessimistischer kleiner Bruder mit einem grob im Umfeld von Synth/Elektro- und Postpunk angesiedelten Sound und ein paar Sprengseln von Noise und Industrial.



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ISS – (Endless Pussyfooting)

ISS sind ein Duo irgendwo aus North Carolina bestehend aus Rich Ivey, dem ehemaligen Sänger von Whatever Brains und Eddie Schneider, den der eine oder andere vielleich aus seiner alten Band Brain F≠ kennt. Ihr zweites Langspiel-Tape überzeugt wieder auf ganzer Linie mit einer Mischung aus Elektro- und Postpunk aus der Sample-Konserve, der einen gewissen Garagenvibe mitbringt und diesmal deutlich fokussierter wirkt als auf dem eher verspielten Debüt.



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