Kudzu – Defeated

Kudzu - Defeated

Das zweite Album des Duos aus Spring­field, Mis­souri gefällt mir auf Anhieb sehr gut, rollt einen Sound aus Syn­th­pop/-punk aus, der in jeder Menge Goth und was-auch-immer-für-ein-Wave (Sorry, hier enden meine Genre-Kom­pe­ten­zen. RRRHund, über­neh­men sie!) getränkt ist. Das Song­ma­te­rial ist über­wie­gend recht ein­fach gestrickt, der Klang­tep­pich dafür reich an noi­si­gen Tex­tu­ren. Mehr braucht es auch gar nicht, das Ding fluppt sehr ordent­lich. Das defi­ni­tive Pop­song-High­light When You Were Mine lehnt sich mit sei­nen star­ken Shoegaze-Vibes dann aber doch noch vor­sich­tig aus dem Fens­ter.



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Teenanger – Teenager

Teenanger - Teenager

Hab mich schon gefragt, was mit denen pas­siert ist. Die Ex-Gara­gen­band aus Toronto ist zurück mit dem ver­wir­rends­ten Album­ti­tel des Jah­res und einem etwas uner­war­te­ten Sound. Aber auch nicht ganz unlo­gisch, waren Teen­an­ger doch irgend­wie schon immer eine Post­punk-Band im Gara­gen­pelz. Und das neue Album ist genau was man erwar­ten würde, wenn man den bis­he­ri­gen Sound der Band von jeg­li­chem Gara­gen­crunch befreit. Übrig bleibt bis auf die Kno­chen ent­schlack­ter, leicht ange­wav­ter und sehr dis­zi­pli­niert vor­ge­tra­ge­ner Post­punk. Oh, und sau­gu­ten Syn­th­pop kann die Platte außer­dem auch. Ich bin jeden­falls durch­aus ange­tan von Teen­an­ger Mark II.



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Digital Leather – Pink Thunder

Digital Leather - Pink Thunder

Das Synth-/Elec­tro­punk-Pro­jekt um Front­mann Shawn Foree hat mal wie­der eine Platte auf­ge­nom­men. Und wie er dazu auf der Band­camp-Seite anmerkt: „Felt like shit during the ent­ire pro­cess“. Ent­spre­chend gibt es auf lyri­scher Ebene das gewohnt hohe Maß an Tod und Ver­der­ben zu ver­ar­bei­ten. Aber was die Musik angeht, gehö­ren die mini­ma­lis­ti­schen Arran­ge­ments der Platte – nach dem beson­ders grim­mig klin­gen­den letz­ten Album Whack Jam – mit­un­ter zum pop­pigs­ten Mate­rial der Band.



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Trauma Harness – Ghost Of A Flea 7″

Trauma Harness -  Ghost Of A Flea 7"

Ein paar auf ihrer Band­camp-Seite ver­streute Songs ent­pup­pen sich bei genaue­rem hin­schauen als die neue 7″ der Band aus St. Louis, Mis­souri auf Lumpy Records. Die A-Seite führt den Post­punk ihres letz­ten Albums Tried My Har­dest fort, die Songs der B-Seite hin­ge­gen zele­brie­ren den quir­li­gen Syn­th­pop und -punk, wie es ihn auch auf den letz­ten paar Tapes und EPs zu bestau­nen gab.


Trauma Harness – Pain, Defeat, Death And Revival

Trauma Harness - Pain, Defeat, Death And Revival

Auf dem letzt­jäh­ri­gen Album Tried My Har­dest der Band aus St. Louis gab es noch äußerst ein­gän­gi­gen Post­punk zu hören, auf den nach­fol­gen­den EPs wech­selte sich das dann zuneh­mend mit quir­li­gem Syn­th­pop ab. Auf ihrem aktu­el­len Tape ist vom alten Krach gar nichts mehr zu bemer­ken. Das ist ein lupen­rei­nes, mini­ma­lis­ti­sches Syn­th­pop-Album gewor­den mit Song­ma­te­rial das von pop­pig über melan­cho­lisch bis ziem­lich düs­ter reicht, wobei letz­tere Ten­denz auch wie­der durch den fast schon absur­den Gesamt­sound rela­ti­viert wird.



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Duchess Says – Sciences Nouvelles

Duchess Says - Sciences Nouvelles

Die gran­diose Split-EP mit Le Prince Harry machte schon sehr neu­gie­rig auf das neue Mate­rial von Duch­ess Says aus Mont­real. Über­ra­schend gering ist dage­gen der Lärm­fak­tor auf dem neuen Album aus­ge­fal­len. Statt­des­sen bewegt sich die Band tritt­si­cher auf einem schma­len Grat zwi­schen Post­punk und Syn­th­punk/-pop. Auch wenn das zwi­schen­zeit­lich mal recht käsig wer­den kann und meine Pop-Tole­ranz öfter mal arg stra­pa­ziert.



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Sex Tourists – Demo

Sex Tourists - Demo

Sex Tou­rists sind ein Syn­th­pop/-punk-Duo aus Syd­ney. Die drei Songs auf ihrem Demo­tape geben sich gera­dezu hym­nisch, haben aber auch eine schön raue Ober­flä­che und blei­ben vor Genre-typi­scher Über­zu­cke­rung ver­schont.

Teledrome – Teledrome

Teledrome - Teledrome
Nor­mal mach ich um so wavi­ges Zeug ’nen gro­ßen Bogen, aber die­ses total aus der Zeit gefal­lene Ding aus New-/Cold­wave, Punk-, Power­Pop und Goth-Ver­satz­stü­cken ist dann doch ein­fach zu geil um mich kalt zu las­sen. Saugt einen sofort rein in eine selt­same Par­al­lel­welt aus Früh­acht­zi­ger Sci­ence Fic­tion-Fil­men und Teen­ager­ko­mö­dien, Cyber­punk, Dis­co­ku­geln und Laser­ka­no­nen. Voll­kom­men unsub­ti­ler Pop mit einer anste­cken­den Dreis­tig­keit und hau­fen­weise Hits, die in einer gerech­te­ren Welt auch wirk­lich wel­che wären. Zurück in die Zukunft von ges­tern. Sis­ters of Mercy auf Gum­mi­bär­chen. Ramo­nes auf Mikro­chips. Aktu­ell viel­leicht noch Digi­tal Lea­ther in einem gelack­te­ren, drock­vol­le­ren Klang­kos­tüm. Und bes­sere Songs.

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