Electric Chair – Weed Out The Rat
Electric Chair / Physique Split erscheint am 17. Juni auf Iron Lung Records.
Electric Chair / Physique Split erscheint am 17. Juni auf Iron Lung Records.

Smoocher Gimme The Gears
Groind Debt
Hollywood Fuckheads Shit Blows Up
Kram-A-Xam Pick Up the Phone, Idiot
Thought Partner Trop Chug
Cortada Fossa Séptica
A/Lpaca Laughter, Us Us
Thyroids Suited & Tied
Pill Time Pill Time
Frizbee So Sick
Snarewaves John Mcafee Shit
No Sector Flush Your Brain
Ideomotor U.C.S.A. (Don’t Need It)
Psychic Vampire Sophomaniac
Degrowth Degrowth
Zyph Schnell Schnell
Oova En Tu Casa No Te Quieren
Crying Form Comm-unity
Destruxion Amerika Putrefaxion
Sword Breaker Under The Banner Of Vengeance
Missvnaries Ov Charity Radium Girls
Ex Iguana Growing Skin
Håndgemeng The Cauldron Born
Split System Chemicals
Meditation Big Frown
Dog Lips Brain Feeder
The Vacant Lot Age
Les Lullies A L’etroit
Laxisme 7 Secondes
Monda Everything You Wanted
The Gotobeds Goes Away

Thyroids aus Dallas, Texas hatten schon einige Jahre in variierenden Styles und Vibes herumgeschaufelt, aber sind erstmals so richtig auf Gold gestoßen mit der ausgezeichneten EP Toppings and Droppings aus dem letzten Jahr. Und jetzt, anlässlich ihres ersten Langspielers, haben die ihren Sound erneut mal ziemlich durchgeschüttelt und diversifiziert, mit nur noch leichten Rückständen des Synth Punk-Sounds, welcher den Vorgänger noch dominiert hatte. Der Opener ABCs of Assimilation entzückt mit einer Variante von verwinkeltem Post-meets-Garage Punk-Scheiß á la Reality Group, Uranium Club oder Exit Group und obendrein ein bisschen Skull Cult. Letzteres trifft sogar noch mehr auf Tracks wie Static/Dynamic und The New Poor zu, die gleichzeitig aber auch einen unbestreitbaren Knowso-Vibe ausstrahlen. The Loot und Don’t Ask, Dumbass sind schnörkellos präzise Hardcore-Schläge in die Magengrube. Daily Habits hüllt die Band in eine fast schon Egg-mäßige Tarnkleidung wohingegen Enterview und Suited & Tied etwas von einer Math Rock-Kante haben, die vage an so Bands der Sorte Big Bopper, Rolex, Brandy und Mystic Inane erinnert. Check Engine Light beschwört eine oldschoolige Useless Eaters oder Ex-Cult-Energie herauf. Cop Out ist ein ultrafokussierter Garage Punk-Smasher, der den maximalen Effekt aus einem althergebrachten Riff ausbeutet und der letzte Song !!! Click Now To Claim Your Reward !!! springt dann wieder kopfüber in die bereits erwähnten Skull Cult- und Uranium Club-Versatzstücke zu einem absolut hypnotischen Ergebnis.
Album-Stream →
Eine durchweg verblüffende Debüt-LP kommt hier von einem Duo aus Alamance, North Carolina, die darauf eine hypnotisch-vernebelte Mischung aus Noise Rock, Post Punk, oldschooligem Indie Rock und den dunkelsten Gassen des Americana-Spektrums erschafft. Letztere Tendenz kommt dabei oft so rüber wie eine hartnäckigere und treibendere Variante des staubigen Southern Gothic-Charmes von den (paradoxer Weise) aus New York operierenden Weak Signal, hat in vielen Momenten aber auch Spuren des bluesigen Proto-Noise Rock von Feedtime oder Scratch Acid, dem Swamp Rock von ’80er Scientists. Die alles durchtränkende Melancholie des Ganzen erinnert mich einerseits wiederum an eher in Richtung Indie Rock tendierende Bands wie die Australier Kitchen’s Floor und Treehouse oder das frühe Schaffen der Londoner Witching Waves, andererseits aber auch an den dunklen Post Punk etwa von den auf der Auckland/Berlin-Achse agierenden Trust Punks und Dead Finks, den tiefschwarzen Abgründen der in Atlanta ansässigen Uniform, Glittering Insects, Mother’s Milk oder dem Folk-infizierten, tief in der Schuld von Angst und Meat Puppets stehenden Neo-Proto-Grunge von Bands wie Pig Earth aus Bellingham, Washington und Dharma Dogs aus Madison, Wisconsin. Das alles ist dann hier meisterlich aufbereitet zu zehn all-killer-no-filler Melodramas in prachtvollem Cinemascope und auf einer Basis der opulenten Klangarchitektur und brilliant eingefädelten Dramaturgie.
Album-Stream →
Exzellenter Garage-lastiger Horror Punk von gleich noch so einer Band aus Minneapolis. Ich muss zugeben ich war nicht sofort davon überzeugt, kann ich doch den Opener Lobotomized ihres Langspieldebüts nicht anders beschreiben als ein wenig richtungslos, aber dankenswerter Weise findet die Platte nachfolgend schnell ihre Balance und alle weiteren Tracks sind eigentlich ein ganz anderes Level, wie da Stilmittel aus früh-’80er Goth- und Death Rock mit Elementen von frühem Westküsten-Punk und -Hardcore kollidieren sowie Riffs und Solos, die vielmehr der Mottenkiste des ’70er Metal und Motörpunk entspringen zu scheinen, in einer erfinderischen und verdammt tighten Entladung von derbe süchtig machenden Hooks.
Album-Stream →
Meditation aus Minneapolis zünden hier eine Handvoll ausgesprochen prächtiger Postcore-Sprengsätze, die sich wohl grob an dem etwa von Drive Like Jehu und – mehr noch – Hot Snakes etablierten Strickmuster orientieren, das später dank so Bands wie Wymyns Prysyn oder Bloody Gears seine zweite Jugend erlebt hat, wobei ich es in diesem spezifischen Fall aber auch für besonders angebracht halte, so Krempel wie Ascot Stabber oder Flowers Of Evil nicht unerwähnt zu lassen, sozusagen die ungleich räudigere Seite der gleichen Medallie, die sich besonders in der zweiten Hälfte dieser EP bemerkbar macht. Jetzt wo ich mal drüber nachdenke, meine ich auch ein bisschen Video oder frühe Bad Breeding zu hören.
Album-Stream →410,757,864,530 Dead Carps erscheint am 11. Juli aud VOD Records.
Get Outta Here erscheint am 6. Juni auf Dummest Records.
Nada Brilla erscheint am 30. Mai auf Desorden Sonoro.
Autos erscheint am 13. Juni auf Dandy Boy Records.