Facs A Room Yorchh Nada A Que No Dr. Flying Dracula That Makes You Be On Acid Do the Hacksaw Outside View No Way Jacket Burner Living Like A Creep Brody And The Grodies Johnny Is a Mutant Now Fast Johnny And The Slow Burners Walk Of Shame Kostenvoranschlag Mindset Cult Crime Throwaway Kids Split System On The Loose
Embargo Un Día En Grimma Sexykitten69 Said So John List Society Beast Of Satan Big Bopper Oh,The irony Criminal Assault Carton Portrait Brown Eyed Girl Big Brown Eyes M.U.X. Dystopian Bliss The Tarrys Burn the Blame Intermission Castle (Artillery)
Tracklist
Zulo Vida De Crimen Doms Primitive Game Show Models Crazy Daisy Positive Thinking Cruising Tripe KrispPringle Cosme ☿/♇ Dick Hick Skank Amor, Muerte Y Leonora Mi Madero Möney UCSOM Thee Mutilators Totalmutilation
Vape Me Vape Me Kowboje Elvis-Hendrix Snarewaves Psyops Whelpwisher True Joy Wetnap Mortality Gus Baldwin And The Sketch Slacker’s Prom Sex Mex #1 Fan Elvis 2 Grub Club Melter Leave The Pain Shrapnel Ice Cream
Eine neue Split System-Veröffentlichung ist ja immer schon ein großes Ereignis hier in der 12XU-Zentrale, auch wenn es sich “nur” um eine weitere 7″ handelt, denn obwohl mir die LPs der Band durchweg als der substanziellere Zweig ihres Schaffens erscheinen und mehr Raum für eine ausgefeiltere Songarchitektur und einen starken Sinn für Melancholie lassen, sind ihre Kurzform-Artefakte auf keinen Fall zu unterschätzen, präsentieren typischerweise eine geradlinigere Variante ihres Handwerks, die einfach nur abrocken möchte und zweifellos am besten auf einem solchen Siebenzöller funktioniert. Auch hier hält die Band es einfach. Die A-Seite On The Edge ist eine unaufhaltsame Dampfwalze von einem Song, konstruiert um ein ultra-simples Rock’n’Roll-Riff das kaum altmodischer sein könnte und sich leicht als reichlich redundanter Genre-Standard abtun ließe, wäre da nicht diese unnachgiebig energische und saumäßig tighte Performance der Band und das immerzu brilliante Gebell vom Frontmann Jackson Reid Briggs – in gleichen Maßen trotzig und verwundbar, ganz klar von Herzen kommend, transportiert das eine Dringlichkeit, ohne die der Song gar nicht funktionieren könnte. Ähnlich einfach gestrickt und effektiv ist dann On The Loose, ein deutlich flotterer und ausgesprochen spaßiger Track, der hier als perfektes Gegengewicht dieses kleine Kraftpaket ausbalanciert.
Möney aus Bristol haben ‘nen Moment gebraucht um als Band zu sich selbst zu finden, aber nachdem ihr 2023er Demo durchaus vielversprechend klang und das Split-Tape mit SPRGRS von stetigem Fortschritt zeugte, fügt sich zu guter letzt alles perfekt zusammen auf ihrer neuesten EP dank ihres ausgereiftesten Songmaterials bislang in ihrer ausgesprochen psychedelischen, Post Punk-lastigen Herangehensweise an zeitgenössichen Eggpunk, die man hier ins beste Licht zu setzen vermag mit einer ordentlich fluppenden Performance und einer vergleichsweise glitzernden Produktion. Ich würde mal sagen damit katapultiert sich die Band erstmals in die Erwachsenen-Liga des Genres und das in einer Sub-Nische, die ihnen relativ zu eigen erscheint. Ungeachtet dessen würde ich aber auch mal behaupten, dass der Krempel auf Bewunderer von so Acts wie Molbo, Prison Affair, Winky Frown, Electric Prawns 2 und Beta Máximo magisch anziehend wirken sollte.
Der Sound dieser Band aus Ciudad López Mateos, Mexiko bleibt auch auf ihrem dritten Demo eine ausgesprochen eigenartige Mischung, selbst im von sich aus schon durchweg farbenfrohen Kontext der gegenwärtigen Eggpunk-Szene und fühlt sich dabei ein bisschen an wie ein Flashback zu den melodischeren Auswüchsen des Punk Rock-Spektrums der mittleren bis späten ’80er – frühen Pop Punk-Artefakten, die noch nicht ihre rohe Energie aufgegeben hatten und hier jetzt eine schön angefuzzte LoFi-Spezialbehandlung verpasst bekommen, angereichert um eine maßvolle Dosis charmanter Synth-Action zu einem unwiderstehlichen, melodischen Zuckerrausch.