Plataforma - La Equitativa

Er­neut haut ei­ne Band aus Bar­ce­lo­na über­zeu­gend in die Schei­ße. Pla­ta­for­ma macht das in Form ei­nes ma­xi­mal DIY-mä­ßi­gen Sounds im Um­feld von Dark-/Post Punk und ei­ner ge­sun­den Do­sis Go­th. Cri­sis kom­men da mal wie­der in den Sinn, frü­he 2010er Ko­pen­ha­gen-Schu­le á la Lower und Iceage oder auch jün­ge­re Acts wie Dis­joy ste­hen dem nicht all­zu fern.

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False Act - Extended Memory

Aus Toruń, Po­len kommt die­se Band und was die auf ih­rer ak­tu­el­len EP ze­le­brie­ren fällt nicht un­be­dingt durch Ori­gi­na­li­tät oder be­son­de­ren Fein­schliff, da­für aber um­so mehr durch ent­schlos­se­nes Vor­ge­hen und ro­he En­er­gie auf. Das ist dun­kel­grau ge­färb­ter Post Punk in re­la­ti­ver Nä­he zu Cri­mi­nal Code, Pret­ty Hurts oder Sie­ve­head.

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Heterofobia - Queremos Ver El Mundo Arder

So ei­ni­ge son­nen­scheue Ge­schöp­fe sind ja in den letz­ten Jah­ren aus der trü­ben Dark Punk /​ De­ath Rock-Re­vi­val Pfüt­ze ge­stie­gen und trotz ei­ni­ger kla­rer Hö­he­punk­te hält sich mein In­ter­es­se doch meis­tens in Gren­zen auf­grund der Gleich­för­mig­keit, die von den meis­ten die­ser Bands an den Tag ge­legt wird. Sel­ten aber kam mir ei­ne der­ar­ti­ge Kon­se­quenz und ra­di­ka­le Vi­si­on un­ter wie auf dem zwei­ten Mi­ni­al­bum von He­tero­fo­bia aus Mon­ter­rey, Me­xi­ko. Ihr ro­her und un­ge­wa­sche­ner De­ath­core ist das idea­le Ge­gen­gift für die weit­ge­hen­de Ste­ri­li­tät des Gen­re­spek­trums.

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Disjoy - Human Pandemic

Nach ei­nem De­mo und ei­ner EP ahnt man in­zwi­schen, dass der Sound von Dis­joy aus Car­diff sich auch auf EP nu­me­ro Zwei nicht groß­ar­tig ver­än­dern wird. Das hat in die­sem Fall auch nichts schlech­tes zu be­deu­ten. Ihr simp­ler, don­nern­der Post­punk mit der Ex­tra­ladung Noi­se und leich­tem Go­th-/De­ath Rock-Ein­schlag bleibt ei­ne ul­tra-strai­gh­te, arsch­tre­ten­de, eben ver­läss­li­che An­ge­le­gen­heit und ge­fällt mir da­mit bes­ser als 99% der Bands, die im Zu­ge der ak­tu­el­len Dark Punk-Wel­le an­ge­schwemmt wer­den.

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Vidro - Allt Brinner

Ganz schö­nen Wind macht die For­ma­ti­on aus Stock­holm auf ih­rem ers­ten Lang­spie­ler. Der Sound ist ir­gend­wo an den Tel­ler­rän­dern von Hard­core und Post Punk zu ver­or­ten, bringt aber eben­so den Vi­be der ak­tu­el­len Dark-/De­ath Punk-Wel­le mit. Das klingt ge­ring­fü­gig ver­wandt mit Acry­lics, Dauðy­flin, Ta­ran­tu­la, The Bug oder den der­be­ren Mo­men­ten von Cri­mi­nal Code. Je­de Men­ge schlech­te Lau­ne al­so. Und schlech­te Lau­ne kann man in die­sen Ta­gen ja nie ge­nug ha­ben.

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Eyesøres - Eyesøres

Mit ver­dammt arsch­tre­ten­dem Post Punk wie er kaum druck­vol­ler sein könn­te zieht mich das De­büt-Tape der Eyesø­res aus Mel­bourne vom ers­ten Mo­ment an auf ih­re Sei­te. Das hat in et­wa die kom­pro­miss­lo­se At­ta­cke der Pret­ty Hurts an Bord, den tief­schwar­zen Blick von Cri­mi­nal Code. Au­ßer­dem Dark Punk/​Death Rock-Ver­satz­stü­cke á la Hal­dol und zwi­schen­drin gibt's im­mer wie­der klei­ne Über­ra­schun­gen wie die me­lan­cho­li­schen, Red Dons-ar­ti­gen Me­lo­dien im Ope­ner oder ei­nen Hauch von So­nic Youth in Gol­den Soil. Ei­nen der­art star­ken ers­ten Ein­druck hab ich in die­sem Gen­re-Um­feld schon län­ger nicht mehr ge­bo­ten be­kom­men.

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Padkarosda - Visszatérő Rémálom

Auf ih­rem neu­es­ten Lang­spie­ler hält sich die Dark Punk/​Death Rock-For­ma­ti­on aus Bu­da­pest wie schon auf dem Vor­gän­ger bis auf's letz­te Kom­ma an die eta­blier­te Gen­re-Re­zep­tur, aber das auf ei­nem aus­ge­zeich­ne­ten Ni­veau.

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Haldol - UK​-​Ireland​-​Iceland Tour Tape

Auf ih­rem neu­es­ten Kurz­spie­ler be­weist die Post Punk/​Goth/​Dark Punk-For­ma­ti­on aus Phil­adel­phia ein­mal mehr, dass sie in ih­rem Gen­re-Um­feld ganz vor­ne da­bei ist. Be­son­ders her­aus­ste­chend sind dies­mal die et­was ge­tra­ge­ne­ren High­lights Bull's Blood und Gol­den Calf. Was bei we­ni­ger gu­ten Bands meis­tens eher ein­schlä­fernd wirkt, ent­fal­tet hier sei­ne vol­le Wir­kung und zeigt ein star­kes Wachs­tum in sei­nem sau­ber kon­stru­ier­ten Song­wri­ting.

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Tangent - Fit

Net­tes Tape von ei­ner Band aus Phil­adel­phia. Post-/Düs­ter­punk, der be­son­ders in der ers­ten Hälf­te mit stark psy­che­de­li­schen Ak­zen­ten et­was aus der ge­gen­wär­ti­gen Mas­se art­ver­wand­ter Bands her­aus­sticht.

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Masses - Masses

Die meis­ten ha­ben es ja si­cher schon mit­be­kom­men, dass der in­ter­na­tio­na­le An­ar­cho­punk-Un­ter­grund der­zeit auf 'nem ganz schö­nen To­destrip ist. Ger­ne auch un­ter dem Buz­z­word Dark Punk ge­han­delt. Dem bin ich an sich ja durch­aus zu­ge­neigt, mit der gro­ßen Mas­se an neu­en Ver­öf­fent­li­chun­gen wird aber auch zu­neh­mend der be­grenz­te Ho­ri­zont der ak­tu­el­len Gen­re-Ge­nera­ti­on deut­lich. Wenn's dann aber so kraft­voll und stil­si­cher rü­ber kommt wie auf der ak­tu­el­len EP die­ser Trup­pe aus Mel­bourne, mit durch­weg so­li­dem Song­fun­da­ment, dann ge­be ich mir auch ger­ne noch et­was mehr vom ewig glei­chen Lied.