Beta Máximo – Ataque Frontal

Nachdem eine Handvoll jüngerer Releases von Spaniens bester Eggpunk-/Noise Pop-Hausnummer Beta Máximo sich vor allem mit etwas gemächlicheren Sounds befasst hat, schraubt die neueste EP das Tempo wieder empfindlich höher und weiß das in vergangenen Exkursionen gelernte tadellos anzuwenden zum Vorteil ihrer bislang wohl stärksten Veröffentlichung, die durchweg nur Hits an Bord hat, verankert in einfachem aber ausgesprochen robustem Songhandwerk als unerschütterliches Fundament.

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Hög – True Romance

Exzellenter Scheiß. die zweite EP dieser Band aus Christchurch, Neuseeland. Darauf kombinieren sie reichlich an oldschooligem Aussie-Rock’n’Roll á la Radio Birdman, Saints und New Christs mit einer ordentlichen Schaufel von oldschooligem „heavy“ Ur-Metal und Motörpunk zu vier dampfenden Pfützen aus Schweiß, einem unverfrohren schmierigen Abzweig des ungewaschenen Garage Punk, der mich besonders stark an Golden Pelicans aus dem letzten Jahrzehnt erinnert, etwas weniger stark auch an Cement Shoes und den Sleazepunk-Act Polute aus dem erweiterten Split System/Stiff Richards/Cutters-Umfeld.

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Kitchen People – EP ’24

Kitchen People aus Melbourne sind schon ähnlich alt wie dieses Blog und auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis sie zu der explosiven Garage Punk-Gewalt mutierten als die wir sie jetzt kennen, war die 2020er EP Planet Earth doch fraglos ein kreativer Quantensprung für die Band und auch diese neueste EP ist jetzt nicht weniger als brilliant! Rückblickend mal auch kein Wunder, sind hier doch Leute am Werk die unter anderem auch mitverantwordlich waren für so Bands wie Ghoulies, Pleasants, Aborted Tortoise und Dr. Sure’s Unusual Practice, die allesamt durchaus auch geeignete Referenzen darstellen um den Sound dieser quirligen Ausbrüche von moderat Egg-mäßigem Garage-, Post- und Synth Punk zu umschreiben, vielleicht noch unter weiterer Zuhilfenahme von so weiteren einschlägigen Hausnummern wie Ausmuteants, Checkpoint und Research Reactor Corp..

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Kalte Hand – Säureblocker

Eine zweite saustarke EP dieser verdächtig nach Berlin klingenden aber in Augsburg ansässigen Band liefert vier perfekt ausbalancierte, elegante Schübe von Post Punk, der die Genre-typische Formel aus Tod und Verderben zu würzen versteht mit einer guten Dosis von Estranged-mäßiger Melodieverliebtheit, der außerdem durchweg sehr elegant die gängigen Tropes, Konventionen und Möglichkeiten des Genres ausreizt und sich gleichzeitig hartnäckig gegen die Grenzen und Limitierungen von selbigem stemmt. Wie schon bei der ersten EP führt hier kein Weg vorbei an Vergleichen zu einem Strauß von vorwiegend Berliner Bands wie etwa Pigeon, Glaas, frühe Diät und Pretty Hurts, sowie deutssprachige Acts im Fahrwasser von Die Wärme, Hyäne, Maske, Die Verlierer und L’appel Du Vide und nicht zuletzt auch internationalen Schwergewichten wie Rank/Xerox, Criminal Code, Sievehead und den bereits erwähnten The Estranged.

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Exo – Demo

Ein unglaublich starkes Debüt kommt hier von einer New Yorker Band angerollt, die darauf irgendwo zwischen den groben Parametern von Hardcore, Fuzz-, Art- und Post Punk pendelt. Nicht zuletzt wegen dem ausgesprochen psychedelischen Synth-Einsatz hier fühle ich mich besonders an noch so eine New Yorker Gruppe erinnert, nämlich an die Halluzinogenen Cowpunk-Albträume von Murderer. In einigen der freundlicheren Momente hingegen hat das unbestreitbar eine ähnliche Qualität zu gewissen Fuzz Punk-Acts des vergangenen Jahrzehntes á la Feature und Slowcoaches.

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La Llama – Negro

Nachdem bereits ihre vielversprechende Debüt-EP im letzten Jahr ein paar Wellen geschlagen hat, kommt die Band aus Madrid jetzt mit einem noch mal deutlich stärkeren Nachfolger um die Ecke. Los geht’s mit zwei simplen und unverdünnten Punkattacken in einer Art Hardcore-meets-Post Punk-Modus, gefolgt vom ultramelodischem Fuzz Punk in Quiero Ser Olvidado und zu guter Letzt dem krönenden Rausschmißer La Luz, einem perfekten Beispiel für antriebsstarken Post Punk, der grob in den oldschooligen Sphären von Criminal Code und Sievehead operiert. Mehr davon, bitte!

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Raya – Raya

Noch eine nette kleine Kassette des vage Eggpunk-verwandten Wahnsinns kommt zu uns von einer Band aus Madrid, die irgendwo in einer ungewissen Zone zwischen Garage Punk und abgespacetem, melodischem Fuzz Punk herumfuhrwerkt, erweitert um eine gute Dosis von Surf Rock-Twang und eingehüllt in einen dichten psychedelischen Nebel. Alles in allem würde ich mal sagen, verschmilzt der Krempel einige der besten Tendenzen von so Bands wie Beta Máximo, Beer, Pringue und Prison Affair mit durchschlagendem Erfolg zu einer kohärenten Einheit.

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Alien Nosejob – Bird Strike

Turns the Colour of Bad Shit erscheint am 20. September auf Total Punk Records, Anti-Fade Records & Drunken Sailor Records.

The Carp – Fairview Park Skins

Knock Your Block Off erscheint am 20. September auf Total Punk Records.

Rixe – Tir Groupé

Tir Groupé erscheint am 16. August auf La Vida Es Un Mus Discos.