Slayer Jr - Slayer Jr

Mal wie­der ein viel zu kur­zes Tape mit gu­tem, be­scheu­er­tem old­school Punk-Ge­pol­ter und deut­li­cher KBD-Schlag­sei­te, auf's Band ge­keucht von zwei Mit­strei­tern der Spa­cken Laun­cher aus L.A.. So ein An­ge­bot kann ich na­tür­lich kei­nes­falls ab­leh­nen.

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Cosas Ilegales - Cosas Ilegales

Das ist jetzt schon der zwei­te saustar­ke Re­lease aus Me­xi­ko für die­se Wo­che. Zu­ge­ge­ben, die Plat­te hat jetzt schon ein paar Mo­na­te auf dem Bu­ckel aber nichts des­to trotz… da drü­ben braut sich doch ir­gend­was zu­sam­men. Das De­büt­al­bum die­ser Band ist ei­ne star­ke Kof­fe­in­sprit­ze aus elek­trisch an­ge­trie­be­nem Voll­gas-ge­ra­de­aus-style Ga­ra­ge Punk mit leich­ten Ähn­lich­kei­ten zu Bands wie S.B.F., Kid Chro­me oder Ar­se. Mal eher noi­sy, mal me­lo­disch, im­mer schön catchy und en­er­gisch.

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Alien Nosejob - HC45-2

Die zwei­te Hard­core-7" für Iron Lung Re­cords ist das hier von Mu­te­ant Ja­ke Robertson's Ali­en No­se­job, sein drit­ter Hard­core-fo­kus­sier­ter Re­lease ins­ge­samt, wenn ich mich nicht ir­re. Und na­tür­lich ar­tet das mal wie­der in ei­nen prach­vol­len klei­nen Hau­fen an ver­spiel­ten und ein­falls­rei­chen in­ter­pre­ta­tio­nen des Gen­res aus. Was hät­te man auch sonst er­war­tet?

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Cosme - Demo

Na das ist mal ein Le­cker­bis­sen! Ei­ne Band aus Ciu­dad Ló­pez Ma­te­os, Me­xi­ko lie­fert hier ei­ne Con­tai­ner­la­dung pu­rer Glück­se­lig­keit ab, die sich in drei un­mit­tel­bar vor­wärts ge­hen­den Song­ka­no­nen ma­ni­fes­tiert. Die Syn­th-Gla­sur oben­drauf per­fek­tio­niert ei­nen drin­gend be­nö­tig­ten Zu­cker­flash, der so­fort ins Blut über­geht.

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Dollhouse - The First Day Of Spring

Das De­mo von 2019 war schon ei­ne sehr re­spek­ta­ble Spreng­la­dung des durch­dach­ten Lärms und auf die neue EP der New Yor­ker trifft das noch um­so mehr zu, dank ei­ner ver­gleichs­wei­se aus­ge­feil­ten Pro­duk­ti­on, die ihr Klang­werk aus ei­ner Grau­zo­ne zwi­schen Hard­core, Post Punk und Post­core in ge­nau das rech­te Licht rückt, sau­ber die Ba­lan­ce zwi­schen kan­ti­gem Dreck und blan­ker Wucht hält. Das gan­ze Ding schwemmt mir ei­nen recht viel­sei­ti­gen Klum­pen an Bands ins Ge­dächt­nis wie et­wa Mys­tic Ina­ne, Hot Sna­kes, Wymyns Pry­syn, Laun­cher, Ce­ment Shoes oder Li­quid As­sets.

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Set-Top Box - Max Headroom

Vier neue und ge­wohnt un­wie­der­steh­li­che Ga­ra­ge- und Syn­th­punk-Le­cke­rei­en von die­ser doch recht mys­te­riö­sen Band ir­gend­wo aus Aus­tra­li­en, mit de­nen sie sich ein Stück wei­ter der de­vo­fi­zier­ten DIY Punk-Per­fek­ti­on an­nä­hern und ih­ren be­reits im Auf­stieg be­find­li­chen Sta­tus un­ter den ge­gen­wär­ti­gen Übers­pa­cken des Gen­re­pools un­ter­mau­ern.

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Electric Chair - Social Capital

Auf ih­rer neu­es­ten EP neh­men Electric Chair aus Olym­pia, Wa­shing­ton den zu­vor sehr prä­sen­ten Ga­ra­gen­fak­tor et­was zu­rück, oh­ne da­bei ih­ren spe­zi­el­len Vi­be auf­zu­ge­ben - ge­schickt ver­mei­den sie es, in ei­nen schnö­den Old­school-Pu­ris­mus zu ver­fal­len, in­dem sie die al­ten und er­prob­ten Hard­core-For­meln in ge­nau den rich­ti­gen Mo­men­ten auf­bre­chen, um aber den­noch ih­re zeit­lo­se Durch­schlag­kraft an­zu­wen­den, wo es drauf an­kommt.

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Civic - Future Forecast

Der ers­te Lang­spie­ler der Ka­pel­le aus Mel­bourne setzt naht­los fort, was schon die frü­he­ren EPs so lie­bens­wert mach­te. Si­cher, ih­rem old­schoo­li­gen Ga­ra­ge Punk mit deut­li­chem Ra­dio Bird­man-Ein­schlag ist in­zwi­schen ein ganz schön lan­ger Bart ge­wach­sen. Aber was für ein char­man­ter, ja gött­li­cher Bart das ist! Es ist ih­nen zu­gu­te zu hal­ten, dass sie auch et­was Ab­wechs­lung ver­su­chen, hier und da mal ei­nen kla­ren Wi­pers-Ein­fluss durch­schei­nen las­sen, mit düs­te­rem Post Punk rum­spie­len oder sich an Am­Rep-mä­ßi­gem Sludge- und Noi­se Rock ver­su­chen. Aber ma­chen wir uns hier nichts vor; am bes­ten sind sie im­mer noch dar­in, strai­gh­te aber aus­ge­feil­te Ro­cker am flie­ßen­den Band raus­zu­hau­en wie ei­ne gut ge­öl­te Ma­schi­ne.

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T.L.B.M. & The Joy Toys - T.L.B.M. & The Joy Toys

Für je­den Käu­fer die­ser net­ten klei­nen Kas­set­te - er­schie­nen bei den all­seits be­lieb­ten Ver­ti­ckern in­kor­po­rier­ter, in­no­va­ti­ver Dis­kon­ti­nui­tät - gibt's ei­ne gra­tis fake Back­sto­ry da­zu. Nee klar, 1982… das ist na­tür­lich im­mer noch der glei­che Typ, der vor ge­rau­mer Zeit das Ding hier ver­bro­chen hat­te. Sein neu­es­ter Out­put hat ein bi­schen wei­ni­ger ka­put­tes Rum­ge­schwur­bel im Tee, was er aber mit mehr Fuzz, mehr Me­lo­dien und durch Ab­we­sen­heit glän­zen­den Pro­duk­ti­ons­wer­ten aus­zu­glei­chen ver­steht. Für mei­ne Oh­ren klingt's ge­nau rich­tig.

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The Stools - Half Track Mind

Vom im­mer be­ach­tens­wer­ten Boll­werk Drun­ken Sailor Re­cords be­kom­men wir ei­ne wei­te­re 7" mit ro­her und pri­mi­ti­ver, ab­ge­fuz­zt hy­per­ven­ti­lie­ren­der und stel­len­wei­se Hard­core-an­ge­trie­be­ner Ga­ra­ge Punk-Glück­se­lig­keit vor­ge­setzt, ver­bro­chen von ei­ner Band aus De­troit, wel­che hier noch mal lo­cker ih­re be­reits sehr ge­fäl­li­ge letz­te EP in den Schat­ten stellt, die erst kürz­lich via Good­by Boo­zy auf­ge­taucht ist.

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