Oldschooliger und ausgesprochen sommerlich-melodischer Punk-/Indierock im groben Umfeld von Superchunk, Jawbreaker, Pale Angels weiß auf dem zweiten Langspieler der Notches irgendwo aus New Hampshire, England problemlos zu überzeugen.
Nachdem die Band aus Oakland mit der Fun Limbo EP im letzten Jahr ihr bislang derbstes Artefakt abgeliefert hat, kommt jetzt ein zweites Album hinterher, das nicht nur alle Tendenzen des bisherigen Outputs vereint, sondern auch das Klangspektrum noch deutlich erweitert. Die Hüsker Dü-artigen Melodien der ersten EP sind wieder vermehrt am Start, so wie auch der erbarmungslos sägende Weirdo Hardcore. Darüber hinaus bewegen sich die Songs dann noch zwischen Momenten von energischem Garagepunk, beherzt zubeißendem Sludge-/Noise Rock und einem Anflug von verquerem Post Punk. Ein unvorhersehbares rundum-sorglos-Paket also, bei dem sie sich keine nennenswerten Fehltritte leisten.
Schönes LoFi-Punkgedöns mit garagiger Note aus Sydney, unter dessen ungeschliffener Oberfläche sich doch so einige hartnäckige und unerwartet melodische Ohrwürmer verbergen.
Die ersten Töne vom zweiten Album der Punkrocker aus Philadelphia hatten auf mich eine etwas abschreckende Wirkung, schrammen die gefühlt doch gefährlich nah am auswechselbaren Pop Punk-Einheitsfraß vorbei. Ein zweites hinhören lohnt sich aber, denn was darauf folgt ist ein zwar stark zuckerhaltiges aber auch sehr bezauberndes Album, bis zum bersten Vollgestopft mit ultra-simplem aber absolut treffsicherem Songwriting. Ramonescore sagt das Label dazu. Der Vergleich hinkt. Wie dem auch sei, das ist gerade eben so Pop wie Punk werden darf, ohne mich anzupissen.
Die Debüt-EP dieser Band irgendwo aus New Jersey zündet dreieinhalb erstklassige Songknallkörper aus melodischem Punkrock und unwiderstehlichen Powerpop-Hooks, denen Freunde von Acts á la Bad Sports, Radioactivity oder Cheap Wine ganz bestimmt nicht abgeneigt sind.
Während das im letzten Sommer erschienene No Gravity Girls irgendwie nicht so recht bei mir zünden wollte, trifft der vierte Langspieler wieder ziemlich ins Schwarze. Soundmäßig ist das nach wie vor die charmante Verschmelzung aus Noise Pop, Shoegaze, entschlossenen Punkattacken und der sonnigeren Seite von 60s Psychedelia, wie sie man vom Berliner Ein-Mann-Projekt gewohnt ist. Auch im Jahr 2018 klingt das noch vollkommen eigenständig. Deutlich zugelegt hat aber das zugrunde liegende, vergleichsweise aufgeräumte Songmaterial, das keineswegs mehr nach Gaffertape und Sekundenkleber klingt, sondern in sich geschlossen und aus einem Guss.
Das neue Album der Wimps aus Seattle ist mal wieder mehr vom gleichen und für mich geht das vollkommen in Ordnung. Was der Band an Originalität abgeht, hat ihr minimalistischer Garage Punk schon immer durch seinen verschrobenen Charme und hohen Spaßfaktor mehr als ausgeglichen. Eine kleine Überraschung gibt es dann aber doch: Mope Around entpuppt sich als ein unwiderstehliches kleines Powerpop-Juwel. Da hätte ich gern noch mehr von beim nächsten mal!
Entschlossen walzender Punkrock aus Nantes, Frankreich. Der klingt etwas nach anderen heimischen Bands wie Telecult oder Youth Avoiders, vermischt mit ein bisschen Red Dons-Melancholie sowie den Lärmattacken und Reibeisen-Shouts von Tarantüla.
Cold Leather aus Berlin bleiben auch auf ihrem ersten Langspieler eine vorzüglich operierende Punk-Dampframme und die Maschine läuft besser als je zuvor. Insbesondere macht sich diesmal eine stark verfeinerte Gitarrenarbeit mit leicht Wipers-esken Zügen bemerkbar, die den – verglichen mit der letzten Herbst erschienenen Past Remedy EP – wieder etwas simpler gestrickten Songs den finalen Schliff verpasst.
Nachschub in Form einer neuen 7″ der Band aus Portland. Wie gehabt erinnert das Geschepper stark an Wipers, Nervosas oder Daylight Robbery und hat nichts von seinem speziellen Charme verloren.