Auf dem vierten Album dieser Band aus Montreal gibt’t powerpoppigen Punkrock á la Radioactivity mit ein paar Sprengseln von Buzzcocks oder Undertones zu hören. In der zweiten Albumhälfte kommt dann zunehmend ein gewisser Postpunk-Einfluss zum Vorschein, dann erinnern sie eher an die Mind Spiders.
Nach einigen etwas sperrigen EPs besinnen sich Ex-Cult aus Memphis wieder zunehmend auf alte Stärken, nämlich hochenergetischen Garagepunk auf durchweg höchstem Niveau mit Spuren von Post- und Protopunk, vorangetrieben mit einer Wucht, die einen recht sprachlos hinterlässt.
Hübscher Post-/Synthpunk auf der Debüt-EP von Es aus London. Es sind hier unter anderem (ehemalige?) Mitglieder von Primetime und Gloss Rejection am Werk.
Eigentlich eine ganz schöne Mogelpackung, das Debütalbum von Exek aus Melbourne. Ist doch die A-Seite eine Neuaufnahme der Songs einer bereits 2014 erschienenen EP, das die komplette B-Seite ausfüllende Baby Giant Squid hingegen ist schon von ihrem letztjährigen Split-Tape mit Halt Ever bekannt. Aber auch wenn es hier kein wirklich neues Material zu hören gibt, die Platte entfaltet gekonnt ihren hypnotischen Sog. Mit ihrer ungewöhnlichen Mischung aus Dub, Kraut, Postpunk, Psychedelic und Noise stehen sie derzeit ziemlich allein da und gehören ganz klar zu den eigenständigsten Bands dieser Zeit.
Beta Boys, ehamals aus Kansas City, haben jetzt offenbar in Olympia, Washington ihre Zelte aufgeschlagen. Auf ihrer aktuellen EP gesellt sich neuerdings ein subtiler postpunkiger Vibe und eine Schippe Hardcore zum altbewährten Garagepunk. Nach wie vor knallt das ganz vorzüglich.
Mal wieder was neues von den DIY-Punks aus Hoyerswerda. Ihr aktueller Tonträger ist in der physischen Welt auf sechs verschiedenen Labels wahlweise als Tape oder zwei 7″s erschienen. Kaum zu glauben, aber was vor geraumer Zeit noch als ultrachaotisches und -dilettantisches Schrammelprojekt für fassungslose Reaktionen sorgte, nimmt so langsam tatsächlich konkretere Formen an.
Eine ganze Weile nachdem die Berliner mit der absolut großartigen Identitätsverlust 7″ auf sich aufmerksam machten, ist jetzt auf Slovenly endlich ihr Debütalbum erschienen. Diese erneut äußerst chaotisch-liebenswerte Garage-/Post-/Synthpunk-Fusion zementiert ihren Status als eines der bestgehüteten Geheimisse des deutschen Punkuntergrunds.
Passive aus Vanvouver legen gar nicht so lange nach ihrem Debütalbum eine neue EP nach. Ihr atmosphärisch dichtes Noise/Postpunk-Geschrabbel mit gelegentlichem Sludge-Einfluss kann natürlich auch hier mal wieder überzeugen.
Beef Jerk-Frontmann Stefan Christensen hat schon wieder eine neue EP am Start und gibt darauf den gewohnt verschrobenen und kantigen Protopunk-beeinflussten und noiselastigen Indierock zum besten.