Ein gutes Jahr nach der äußerst vielversprechenden Kaputt EP haben die Postpunker aus Bergkamen jetzt ihr Debütalbum am Start. Rundum stimmiger und druckvoller Postpunk, der offensichtlich mehr als nur ein wenig von der stuttgarter Szene beeinflusst ist.
Schon eine Weile her seit der ausgezeichneten Soft Sheets 7″, jetzt legen die Postpunker aus Kansas City nach. Und sowohl das Lineup als auch ihr Sound haben sich ganz schön gewandelt, auf ihrer neuen EP kleiden sie ihre Songs in ein ausgesprochen sprödes LoFi-Klanggewand mit deutlichem Garage-/Protopunk-Einschlag.
Eine ausgezeichnete Entdeckung der geschätzten Kollegen von RRRSoundz. Diese Kapelle aus Paris erzeugt auf ihrer neuen EP ultragradlinigen Post-/Elektropunk mit kalt- bis dunkelwelligem Unterton und griffigen Songs, die sich in nullkommanix im Gehörgang festbeißen.
Etwas gewöhnungsbedürftiger Indierock mit postpunkigem Unterton aus Leeds. Repetitives Geschrammel mit hohem Fuzzfaktor trifft auf rudimentäre Melodien. Als hätte man dissonante Mittachtziger Sonic Youth-Gitarren mit den abstrakten Songkonstrukten von The Fall aus der gleichen Ära und etwas C86-Pop gekreuzt. Schräg und schön.
Etwas ungewohnte Klänge auf John Dwyers sonst eher für psychedelisch-garagige Klänge bekannten Label Castle Face Records. Synthetic ID kommen aus San Francisco und auf ihrem zweiten Album setzt es erstklassigen Postpunk. Abstrakt, pulsierend, dissonant und mit genau der richtigen Menge Dreck unter den Fingernägeln.
Album Nummer zwei der Postpunker aus Stuttgart. Deutlich zurückgenommener und spröder ist der Sound hier als auf noch ihrem Debütalbum, in der deutschsprachigen Musiklandschaft bleiben sie eine erfreulich unangenehme, kompromisslose Ausnahmeerscheinung.