Policy – Rubbernecking

Hardcorepunk aus New Orleans, genau so wie er mir am liebsten ist. Etwas abgefahren und ungewöhnlich nämlich, so wie es die Zucht und Ordnung liebende Szenepolizei gar nicht gerne sieht. Mit einem unhygienischen Schmutzfilm aus Noise überzogen und einem unaufhaltsam rund laufenden Antrieb ist das eine abgefuckte Pracht, die unter anderem auch Genießer von Bands wie Fried Egg, Acrylics, Mystic Inane oder Anxiety sicher zu goutieren wissen.

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Nots – 3

Endlich mal wieder ein neues Nots Album! Nun eilt Nots Alben ja der Ruf voraus, sehr gute Alben zu sein. Auch das neueste davon wird niemanden vom Gegenteil überzeugen. Die eiskalte Konsequenz beeindruckt mich immer noch, mit der die Postpunk-Formation aus Memphis, Tennessee seit einem halben Jahrzehnt ihren kompromisslos monotonen Sound durchzieht und sich dabei offensichtlich ’nen Scheiß dafür interessiert, auf welchen Zug die restliche Szene gerade wieder aufpringt. Ganz im Gegenteil, Nots haben sich schon lange ihre eigenwillige kleine Mikronische erobert und perfektionieren eben diese zunehmend. Das alte Feuer haben sie sich bei all dem bewahrt, bleiben so roh und stachelig wie man es von ihnen nicht anders kennt.

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D7Y – D7Y

Diese Band bringt Mitglieder der beiden isländischen Krawallerzeuger schlechthin zusammen: Dauðyflin und ROHT. Da ist natürlich von Anfang an klar, worauf man sich einzustellen hat. Eine kompromisslose Wucht aus maximal angepisstem Hardcore mit eingebautem Noise-Exzess par excellence gilt es zu verarbeiten.

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Haunted Horses – Severed Circle

Auch die neuese EP des Duos Haunted Horses aus Seattle ist mal wieder ein kompromissloser Brocken geworden: ein Albtraum aus pechschwarzem Postpunk, experimentellem Noise und industriellen Soundscapes, der unter Bewunderern von Bands wie etwa Exhaustion, Narrow Lands, Spray Paint oder Housewives für ganz ausgezeichnet schlechte Laune sorgen wird.

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Science Man – Science Man

Dieses New Yorker Ein-Mann-Projekt richtet ein so saumäßiges Garagen-Blutbad an, dass es nur so platsch macht. Dessen Intensität lässt mich z.B. an das Geschredder von Kid Chrome, S.B.F. oder Race Car denken. Angesichts der durchgängig elektrischen oder gesampelten Drums und eines gewissen Noise-Faktors kommt man aber stellenweise auch um den abgedroschenen Vergleich zu Big Black nicht herum.

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Metro Crowd – Planning:

Mit wahrlich abgefahrenem Scheiß im Spektrum von Post Punk und Noise überrollt das zweite Album von Metro Crowd aus Rom seine Hörer. Eine einzige Reizüberflutung, durchsetzt von Dub-Versatzstücken, metallischen Samples und Vocals, die ich mal als schwer gestört bezeichnen würde. Man stelle sich so ein Zwischending aus Membranes und Swell Maps auf ’nem extrabösen Trip vor. Aber auch aktuellere Bands wie Ice Balloons, Housewives oder Exek kann man zu den entfernten Verwandten davon zählen.

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208L Containers – Knitted Family Helmet

Reichlich eigenwilliges Zeug – wie es in dieser Unverfrohrenheit eigentlich nur der australischen Szene entspringen kann – knallen uns 208L Containers aus der tasmanischen Hauptstadt Hobart vor die Füße. Ein schrammeliger Mix aus Fuzz- und Garagepunk, der gerade deshalb seinen besonderen Charme entfaltet, weil alle beweglichen Teile irgendwie fehl am Platz wirken ohne dass die Maschine dabei abschmiert.

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Man-Eaters – Man-Eaters

Kaum zu überhören, dass bei dieser Band drei Viertel von Tarantüla am Werk sind, denn die klanglichen Unterschiede zu denen sind eher marginal. Vielleicht tritt der Post Punk-Faktor etwas in den Hintergrund, der Hang zu prähistorischem Metal-Riffing wird ein bisschen schamloser ausgelebt. Ansonsten gilt: Was nicht kaputt ist, muss auch nicht gefixt werden. Nach wie vor ein Heidenspaß.

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Stickers – Office Spaced

Die Postpunker Stickers aus Seattle verbreiten auf ihrer neuesten EP mal wieder ausnahmslos giftige Vibes. Aktuell könnte man auf die Idee kommen, dass sie seit dem letzten Album vermehrt Spray Paint sowie alten No Wave gehört haben. Das resultiert in einem stark erhöhten Noise-Faktor und einem Klangkostüm, das auch etwas an vergangene Platten von Pill erinnert.

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Fried Egg – Square One

Nach einigen verdammt arschtretenden EPs legt die Band aus Richmond, Virginia ihren nicht weniger potenten ersten Langspieler nach. Der löst zum wiederholten mal Glücksgefühle aus mit ihrer ziemlich schrägen und alles andere als keimfreien Mischung aus Hard- und Postcore, Sludge, einer guten Portion Noise und einer rustikal-garagigen Oberfläche.

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