Ceremony - Distance

Ceremony
Ce­re­mo­ny aus Fre­de­ricks­burg, Vir­gi­nia (nicht ver­wech­seln mit der gleich­na­mi­gen ka­li­for­ni­schen Ga­ra­ge-/HC-Band) dre­hen ja schon seit Jah­ren ih­re Run­den durch di­ver­se Mu­sik­blogs und -pu­bli­ka­tio­nen, aber so wirk­lich über­zeu­gen konn­ten sie mich bis­her nicht. Die bis­he­ri­gen Al­ben und EPs klan­gen mir ein­fach mal zu über­zu­ckert um auf Al­b­um­län­ge zu funk­tio­nie­ren, ein an­de­res mal ein­fach zu zer­fah­ren und un­aus­ge­reift. Dem al­len haf­te­te oft der Ge­ruch ei­ner Band an, die noch zu sich selbst fin­den muss.
Auf Di­stance ma­chen sie jetzt ei­nen ge­wal­ti­gen Sprung vor­wärts. End­lich fin­den sie hier ei­ne gu­te Ba­lan­ce zwi­schen Krach und Me­lo­die. Es scha­det auch nicht, dass hier ei­ni­ge ih­rer bes­ten Songs ver­sam­melt sind. Mu­si­ka­lisch ist das ir­gend­wo zwi­schen C86-Pop und dem frü­hen Pro­to-Shoe­ga­ze von The Je­sus And Ma­ry Chain zu ver­or­ten. Auch et­was Noi­se- und Ga­ra­gen­rock steckt da mit drin. Und nach wie vor ist das gan­ze mit ein­gän­gi­gen Pop­me­lo­dien gar­niert. Nur halt nicht mehr so auf­dring­lich. Ein biss­chen wie die pop­pi­ge­ren Mo­men­te von A Place To Bu­ry Stran­gers, wenn je­ne denn noch mal ein or­dent­li­ches Al­bum hin­krie­gen wür­den.
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The Wytches - Robe For Juda 7"

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Tod und Ver­der­ben trans­por­tiert die­se Band aus dem bri­ti­schen Pe­ter­bo­rough. Auf ih­rem neu­es­ten Sie­ben­zöl­ler brin­gen sie zwei her­vor­ra­gen­de Frust­at­ta­cken aus Noi­se­rock mit of­fen­sicht­li­chen Grunge- und Ga­ra­gen­ein­flüs­sen. Er­in­nert ein we­nig an al­te Cho­ke­bo­re Plat­ten oder ans ers­te Ten Kens-Al­bum, aber auch die Pi­xies-ar­ti­ge Surf­gi­tar­re nimmt hier ei­ne pro­mi­nen­te Stel­lung ein.
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Soupcans - Parasite Brain

Soupcans
Ihr letzt­jäh­ri­ges Al­bum Good Fee­lings war ei­ne der bes­ten er­bar­mungs­lo­sen Noi­se-At­ta­cken in ei­nem an er­bar­mungs­lo­sen Noi­se­at­ta­cken nicht all­zu ar­men Jahr. Jetzt legt die Band aus To­ron­to noch­mal ei­ne EP nach. Die Marsch­rich­tung bleibt die glei­che, ga­ra­gi­ger Noi­se­punk für Men­schen mit er­le­se­nem Ge­schmack.
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Dolfinz - Pagan Dating

Pagan DatingAuch schon was her, seit die­se Plat­te… äh, die­ses Tape zum durch­weg al­ber­nen Cas­set­te Store Day er­schien. Hab's auch erst jetzt über's Herz ge­bracht, mir die­ses voll­kom­men über­flüs­si­ge Ar­te­fakt aus Eng­land zu be­stel­len, ein Down­load hät­te mir ge­reicht. Den gibt's lei­der nur zu­sam­men mit dem Tape; doo­fe Idee. Nie­der mit dem Tape­fa­schis­mus!
Na­ja, die Plat­te Kas­set­te ist ein­fach zu geil um's sein zu las­sen. Me­lo­disch-Noi­si­ger Punk-/In­die Rock mit leich­ten Sur­fein­flüs­sen. Er­in­nert stel­len­wei­se et­was an das ers­te Ja­pan­dro­ids Al­bum, hat aber ge­nug ei­ge­nes Tem­pe­ra­ment un­ter der Hau­be um auf ei­ge­nen Fü­ßen zu ste­hen.
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Joey Fourr /​ H. Grimace - Nothing Beats Reality (Split EP)

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Hüb­scher Split-Re­lease der Lon­do­ner aus dem Hau­se Bad Pain­tings. Joey Fourr's drei Songs klin­gen ein we­nig so als hät­ten sich Je­sus and Ma­ry Chain mit den Ra­mo­nes zu­sam­men­ge­tan und Big Black ih­ren elek­tri­schen Schlag­zeu­ger "Ro­land" ge­klaut. Groß­ar­ti­ger Noi­se trifft auf ein­gän­gigs­ten Pop. Als har­ten Kon­trast da­zu gibt's dann den eher düs­te­ren, Grunge-be­ein­fluß­ten In­die­rock von H. Gri­mace auf der Rück­sei­te.
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Psychic Blood - Nightmare Beaches

a4034362175_10Die­se jun­ge Noi­se­punk-Band aus Ho­ly­o­ke hat be­reits ein paar EP- und Tape re­lea­ses auf'm Bu­ckel, so rich­tig auf­merk­sam wur­de ich aber erst mit ih­rer neu­es­ten EP. Das ist noi­si­ger Post­punk in Best­form. Schön druck­voll und dre­ckig, be­we­gen sich die fünf Songs im­mer ge­konnt im Span­nungs­feld aus Me­lo­die und Dis­so­nanz.

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Tiger! Shit! Tiger! Tiger! - Forever Young

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*PLOPP* Es wer­de Blog.
Und den Auf­takt macht mal ei­ne Band aus Ita­li­en, die noi­sig-me­lo­di­schen Post­punk spielt, mit ein­deu­ti­gem Surf- und Shoe­ga­ze ein­schlag und an­ge­nehm dre­ckig pro­du­ziert. Zu­ge­ge­ben, nicht ge­ra­de die ori­gi­nells­ten Ein­flüs­se im Jahr 2013, aber in­ner­halb des Gen­res gehört's zum bes­ten was ich in letz­ter Zeit ge­hört hab und ist gar nicht zu ver­glei­chen mit dem gan­zen halb­ga­ren Schmod­der der sonst aus die­ser Ecke so durch die Blogs ge­jagt wird.
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