Hoaries – Crudforms Vol. 1-3

Die drei EPs dieser Band aus Dallas strahlen mit recht abwechslungsreichem Noise Rock, der ausgezeichnet die Balance zwischen Chaos und Struktur hält, wobei Vol. 1 noch etwas unkontrollierter losbollert. Spätestens bei Vol.3 fließt sich das ganze dann aber in deutlich konkretere Strukturen und versprüht so einen gewissen Jesus Lizard-meets-Shellac Vibe. Geht klar, das.

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Drool – Print A / Print B

Angenehm quergedachter Post Punk aus Chicago mit Momenten von Psychedelic, Math- und Noise Rock, der es musikalisch dicker hinter den Ohren hat als es die verschrobene LoFi-Produktion anfänglich suggeriert.

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Cutty’s Gym – Zante

Angry Britain maldet sich mal wieder lautstark zu Wort in Form dieser ausgezeichneten Debüt-EP von Cutty’s Gym aus Glasgow. Entschlossen knüppelndes Postcore- und Noise Rock-Gedöns, das sich mit anderen britischen Bands wie Idles, USA Nails und den leider schon aufgelösten Death Pedals in bester Gesellschaft befindet.

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Germ House & Far Corners – Split Tape

Gelungene Splitkassette zweier Bands aus Rhode Island, die jeweils den Frontmann Justin Hubbard gemeinsam haben. Die mir bislang weniger vertrauten Germ House gefallen dabei schon mal ganz ausgezeichnet mit weitgehend relaxtem, minimalistisch-repetitivem Lo-Fi Indierock, dem man einen gewissen Woolen Men-Vibe oder Ähnlichkeiten zum Psych-/Fuzz Pop von Violent Change nicht absprechen kann.
Deutlich derber geht dann der noiselastige Postpunk der Far Corners zur Sache, die ja hier in der Vergangenheit schon mit ein paar klasse EPs aufgefallen sind. Die neuen Songs sind natürlich ebenfalls wieder erste Sahne.

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Flesh Narc – Pillow Talk

Flesh Narc aus Denton, Texas sorgten bei mir letztes Jahr bereits mit ihrem Tape Frisky / Gardens für ausgesprochen gute Laune, auf dem aktuellen Langspieler hat ihr maximal abgefuckter Weirdo-Noiserock aber einiges an Grip dazugewonnen. Es wäre übertrieben, hier den Begriff aufgeräumt anzuwenden. Aber immerhin ist schon mal der Boden halbwegs frei und das Chaos ohne akute Unfallgefahr navigierbar.

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Lithics – Mating Surfaces

Hinkte auf dem Erstling dieser Band aus Portland das Songmaterial noch etwas den eigenen Ambitionen hinterher, stimmt auf dem aktuellen Langspieler einfach alles. Verschwurbelter Postpunk, bei dem etwa die gemeinen Grooves von Uranium Club auf das abstrakt-dissonante Gepolter der frühen The Fall treffen und obendrein wurde das ganze noch mit ’nem geheimen Mathrock-Schlüssel gegen’s auslaufen abgesichert.

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Girls In Synthesis – We Might Not Make Tomorrow

Die EP Nummer drei der Londoner ist – was hätte man auch anderes erwartet –  ein unverschämt bollerndes Kraftpaket im Grenzgebiet von Post Punk und Noise Rock. Freunde von Bands wie Idles oder Tunic werden ihren Spaß dran haben.

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The Sediment Club – Stucco Thieves

Das dritte Album dieser New Yorker Band ist ihr bislang zugänglichstes Stück Musik, sofern man derartig dissonantem Lärm überhaupt dieses Attribut zuschreiben kann. Mir macht ihre Mischung aus kantigem Post Punk und Noiserock mit starker No Wave-Prägung und gleichermaßen knackigen wie auch kaputten Grooves jedenfalls richtig Spaß.

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Pigeon – Pigeon

Ein ziemlicher Knaller kommt da mal wieder aus Berlin. Ein treibender Sound aus Noise und Post Punk, der bei mir sofort Assoziationen zum hartnäckig vorwärts walzenden Beat und den sperrigen Noise-Eruptionen von Live Skull hervorruft, zu den dissonanten Klangflächen von Sonic Youth der Daydream Nation-Phase. Außerdem fühle ich mich an die kompakten Grooves von No Sister erinnert und aktuelle Bands aus dem Postcore- und Noiserock-Spektrum á la Tunic oder Batpiss liegen da sicher auch nicht ganz fern.



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Bo Gritz – Tape

Die Londoner Bo Gritz landen bei mir einer ausgezeichneten ersten Eindruck mit dieser EP und einem kratzbürstigen Sound irgendwo zwischen Noise und Post Punk. Ein bisschen wie ’ne extra-ungeschliffene Variante von Haunted Horses oder Spray Paint, der man jede Menge garagigen Dreck beigemischt hat.


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