Death Pedals – Death Pedals

Die Auflösung der Band war schon beschlossene Sache, da haben die Londoner Noiserocker noch schnell ihr drittes und letztes Album geschrieben und aufgenommen, welches jetzt über Hominid Sounds zu bekommen ist. Die neuen Songs versprühen einen kompromisslosen Vorwärtsdrang, der die beiden eh schon ausgesprochen energischen Vorgänger locker in den Schatten stellt. Gleichermaßen ihr explosivstes, aber auch reifstes und zugänglichstes Album.



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Abstract Sense – No Signal

Sehr geiler Krempel aus der Türkei. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie beschissen die Realität sich für die Subkultur dort gerade anfühlen muss. Abstract Sense ist jedenfalls ein Solo-Recordingprojekt von Ozan Bodur aus Istanbul und seine mit minimalem Gerät aufgenommene erste EP zieht mich schnell auf seine Seite. Irgendwo im Ballungsraum von oldschooligem Indierock, Noise und Punk zuhause, versprüht das starke 90er Sonic Youth Vibes und sein Gitarrenspiel hat besonders in den letzten zwei Songs diesen gewissen Wipers-Touch. Da nehm ich doch gleich ein volles Pfund von mit!


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Scul Hazzards – Epitaph; reset

Die Noiserocker aus Melbourne haben sich schon vor längerer Zeit aufgelöst und ihre letzten Aufnahmen aus dem Jahr 2015 gammelten bisher unveröffentlicht vor sich hin. Erst vor kurzem wurde das Zeug dann via Bandcamp zugänglich gemacht und herausgekommen ist ein durchweg starkes, letztes Album. Vinylbevorzuger dürfen schon mal nach dem angekündigten Release auf Rejuvination Records Ausschau halten.



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Foam – Test Flight

Nach längerer Funkstille geben die Lärmerzeuger aus dem kanadischen London mal wieder ein Lebenszeichen von sich; oder genauer gesagt schon im letzten Sommer, denn so ganz neu ist die Platte jetzt auch nicht mehr. Natürlich bringt ihre Mischung aus Noise Rock und -punk, einem kleinen Spritzer Sludge und Postpunk nach wie vor sehr kompetent die Wände zum Wackeln. Überraschend ist dann aber der oldschoolige, relaxt daherschlendernde Indierocker In Life and Death, der die EP abschließt.

The Hand – The Hand Vol. 4

Die neueste EP der Band aus Minneapolis – bestehend aus Mitgliedern von so unterschiedlich bekannten Bands wie Low, Steel Pole Bath Tub und Gay Witch Abortion – ist einerseits mal wieder genau der zu erwartende Wirbelsturm aus ungestüm vorgetragenem, minimalistisch und roh produziertem Noisrock und Postcore; andererseits handelt es sich aber auch um ihre bislang melodischste und zugänglichste Veröffentlichung. Besonders herausragend finde ich die letzten beiden Songs Get Free und I Already Know, die für einen nahezu perfekten Abschluss einer erneut sehr starken EP sorgen.


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Tropical Trash & Brutal Birthday – Split 7″

Starkes Zeug aus dem Hause Maple Death Records. Tropical Trash aus Louisville, Kentucky kamen hier ja schon mal mit ihrem ausgezeichneten Debütalbum UFO Rot vor und ihre Mischung aus Noise Rock, Garage- und Fuzz Punk macht auch diesmal wieder eine gute Figur. Vollkommen überrascht bin ich hingegen von den Italienern Brutal Birthday, die hier ihr Debüt abliefern. Ebenfalls im Spektrum von Fuzz und Noise angesiedelt, hat das aber auch einen leicht Krautigen Vibe, der etwas an Spray Paint oder noch mehr an deren Kollaborations-Projekt Contributors erinnert. Grandioses Zeug von einer Band, die man im Auge behalten sollte.


Mutton – Gould Street Demos

Die Noiserocker aus Melbourne haben sich schon vor einem guten Jahr aufgelöst, schieben jetzt aber noch schnell das neu gemischte und gemasterte Ergebnis einer Demosession hinterher, deren Songs sie eigentlich noch mal für’s nächste Album neu aufzunehmen gedachten. Warum eigentlich? Klingt doch ziemlich perfekt so wie es ist!



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Spark Unit – Blizzard

Vielleicht erinnert sich noch wer: Vor (gefühlten) zehn Jahren kam hier mal ’ne Band namens Chicago Typewriter vor. Eine der (gefühlt) zweieinhalb guten Bands aus meiner Region. Hatte mich schon gefragt was aus denen geworden ist. Die Antwort kommt jetzt in Form einer ganz schön gelben EP und lautet: Eine andere Band ist aus denen geworden. Na ja, fast. Es sind wohl die meisten oder sogar alle Mitglieder erhalten geblieben, der Sound hat sich deutlicher in Richtung von 75% Noise Rock und 25% Postcore verschoben und erinnert an so einige der alten und neueren Genre-Hausnummern. Neben dem kantigen Riffing der unvermeidlichen Jesus Lizard kommen mit vor allem die walzenden Grooves von Tar in den Sinn. Außerdem die Repitition von METZ, der Drive von Drive (duh!) Like Jehu und diverses altes Gedöns aus dem BluNoise-Umfeld. Kann was.



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Shit City – Sword City

Schön brachialer Noise Rock aus Philadelphia, der durch seinen weitgehenden Hang zur totalen Melodieverweigerung eine experimentell-no-wavige Note verpasst bekommt. Die fünf Songs dieser EP stammen aus einer Livesession für das freie Radio WKDU.


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Girls In Synthesis – Suburban Hell 7″

Die Londoner Girls In Synthesis fielen hier vor einigen Monaten ja schon mal mit der digitalen Single The Mound / Disappear sehr positiv auf und ihre aktuelle 7″ setzt da noch einen drauf. Ordentlich zubeißenden Qualitätslärm im Spektrum von Noise Rock, Post- und Fuzz Punk gibt’s auf die Ohren, der mir besonders in Fucked und Solid Effect ein wenig wie eine Noise-Infizierte Variante von Wire rüberkommt.


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