Chubby And The Gang – All Along The Uxbridge Road 7″

Schnörkellos nach vorne gehender Garage Punk aus London, dessen ausgeprägte 77er UK-Vibes sich in zwei treffsicheren Song-Knallkörpern entladen. Nicht mehr, nicht weniger, aber einfach saugut.

Proto Idiot – Find Out For Themselves

Auch die neueste Platte der liebenswerten Spacken aus Manchester besticht wieder mit einem spaßigen wie auch ausgewogenen Mix aus Garage Punk, Art Punk und Punk Punk, dem noch stärker als zuvor auch ein betont britischer 77er-Geruch entweicht. Soundmäßig geht’s diesmal eher geradlinig und etwas dreckiger zu als auf dem Vorgänger und die Lyrics halten mal wieder die Balance zwischen Fuchsschlau und Strohdumm, was sich in der Summe zu so etwas mittelschlauem ausgleicht. Wie im echten Leben.

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Prettiest Eyes – Vol. 3

Die Vorgänger zum dritten Album dieser Band aus Los Angeles hab ich irgendwie verschlafen und muss die gleich mal nachholen, denn was mir jetzt aus den Lautsprechern quillt ist exquisit. Das klingt in etwa so als hätte man den psychedelischen Synth- und Garagepunk der ebenfalls auf Castle Face beheimaten Pow! mit Suicide und Public Image Ltd. gekreuzt. Oder mit neueren Bands wie Whatever Brains und etwas geringfügiger deren Nachfolge-Projekt ISS. Um Spuren von Industrial angereichert. Auch neokrautige Abflüge und eine kleine Dub-Exkursion dürfen mal sein. Oder anders ausgedrückt: Stilistisch geht es hier drunter und drüber, aber daran gibt es mal sowas von gar nichts auszusetzen.

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Cereal Killer – The Beginning And End Of Cereal Killer

Wenn sich mit Anti-Fade und Drunken Sailor Records gleich zwei gegenwertige Punk-Bollwerke zur einer Veröffentlichung genötigt sehen, macht das schon mehr als nur neugierig. Was sie da ausgegraben haben ist eine Band aus Geelong, Australien und ein Sound, bei dem kontemporärer Garagepunk auf uralten Hardcore etwa von der Circle Jerks-Varietät zu einem so Ideenreichen wie mordsmäßig abgehenden Gesamtpaket verschnürt wird, dessen Spaßfaktor nahezu die Skala sprengt. Geiler Scheiß!

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Dots – Dots

Fuzz Punk mit einer subtil psychedelischen Note kreiert diese Band aus Oakland, deren Besetzung personelle Überschneidungen u.a. mit FM Knives und Midnite Snaxx aufweist. Das Resultat klingt ein bisschen so als träfe der Psych-Pop letztgenannter Band auf eine Mixtur aus Vexx und den britischen Noisepoppern Feature.

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Spit Bubble – Spit Bubble

Mit Inbrunst heraus gekeifter, dummer wie unterhaltsamer Garage- und Fuzzpunk mit rhythmischem Antrieb aus dem Sample-Restpostenverkauf. Da kann man natürlich kaum genug von haben, aber besonders wer Acts wie S.B.F., Kid Chrome oder Race Car was abgewinnen kann wird hier dran sicher auch Gefallen finden.

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Booji Boys – Tube Reducer

Booji Boys haben mal wieder eine neue LP auf dem zuverlässigen britischen Qualitätslabel Drunken Sailor Records draußen. Vinylbevorzuger müssen sich noch bis zum späten August gedulden, digital ist das gute Teil aber jetzt schon zu bekommen. Erneut in diesem perfekt fuzzy charmant schreddernden LoFi-Sound festgehalten, wie er sich für diese Band ja schon in der Vergangenheit bestens bewährt hat, bleibt des weiteren nur zu sagen dass die Band aus Halifax, Kanada nach wie vor zur absoluten Schaumkrone des gepflegt schnörkellosen Lärms zwischen Powerpop, Garage- und Fuzzpunk gehört.

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Xenu & The Thetans – Xenu & The Thetans

Xenu And The Thetans sind eine neue Band aus Mexiko-Stadt, bestehend unter anderem aus Dr. Papi von den Garagenpunks Davila 666 und dem kürzlich nach Mekoko gezogenen Brandon Welchez, den man bisher von den musikalisch mal überhaupt nicht nahe liegenden Crocodiles und den etwas plausibleren Flowers of Evil kannte. Soundmäßig geht es also mehr in die Richtung von erst- und letztgenannter Band mit sehr direktem, explosivem Garage Punk und ein wenig altem Westküsten-Drive, der auf Slovenly Recordings natürlich wieder mal sehr passend aufgehoben ist.

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Hairnet – Anarchy Is A Comin‘

Tolles Garagenzeug mal wieder aus Calgary, Kanada. Einerseits auf der eher lässig rollenden Seite des Genrespektrums einzuordnen, mangelt es dem angenehm rustikalen Sound ihrer Debüt-EP aber keineswegs an Punch. Irgendwo in der Nachbarschaft von Tyvek, The UV Race, Sauna Youth und Ex Cult wären Hairnet sicher gut aufgehoben.

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Aborted Tortoise – Do Not Resuscitate

Eine neue EP dieser Band aus Perth, deren bisherige Veröffentlichungen ich bislang entweder übersehen oder ignoriert haben muss. Der geradlinige Garage Punk darauf wird in seinem Genre keine Revolution auslösen, zieht aber ohne Zweifel sein Ding mit überzeugender Kompetenz durch.

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