Dadar – I’m A Töch 7″

Keine Ahnung was nun ein Töch sein soll, aber der neue Kurzspieler von Dadar aus Rovereto, Italien ist mal wieder ein schnörkelloses, angenehm dummes Garagenhäppchen irgendwo im Umfeld von Ausmuteants und Useless Eaters geworden.

Optic Nerve – Optic Nerve

Verdammt geiler Stoff aus Sydney. Beherzt vorwärts bretternder Postpunk/-core, der mich vor allem an älteren Krempel erinnert; etwa an ein Mix aus Man Sized Action und Saccharine Trust mit starkem Garage-Nachbrenner, veredelt durch eine GItarrenarbeit á la Angst und einen Hauch von Hot Snakes. Bitte mehr davon!

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Healthy Competition – Vol. 1

Mächtig schrägen Scheiß enthält das erste Tape von Healthy Competition aus Minneapolis. Solchen, der sich ums verrecken nicht einordnen lassen will, insbesondere weil hier oft im Sekundentakt ein Genre-Hopping von extremer Ausprägung betrieben wird. So lassen sich Fragmente aus Garage-, Fuzz- und Post Punk erkennen, aus Noise Rock, Post-, Hard- und Weirdcore. Ein äußerst ansprechendes Chaos, muss ich sagen.

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Belly Jelly – Belly Jelly 7″

Eine sehr nette 7″ auf Goodbye Boozy kommt von da einer Band aus Melbourne. Fuzzy verwinkelter Garagepunk mit dezentem Syntheinsatz, der klingt als träfe ein moderates Maß Ausmuteants auf eine Wagenladung Erik Nervous und Andy Human.

Civic – Sucking. Selling. Blackmail. Bribes 7″

Die neueste Kleinscheiß von Civic aus Melbourne wird diesmal von gleich zwei einschlägigen Garage-Powerhäusern, nämlich von Anti-Fade und Total Punk unter’s Volk gebracht. Die geweckten Erwartungen erfüllt man natürlich wieder mit links, in Form von von zwei straighten, unwuchtig rotierenden Knallern und einem starken Saints-Vibe.

Quitter – Powerstrip

Knappe drei Jahre nachdem mich die Band aus Baltimore schon mal mit einer EP überzeugen konnte ist nun ihr erster Langspieler raus. Der gefällt erneut ganz ausgezeichnet mit einem Mix aus Garage- und Synthpunk, der vom etwas relaxteren Ausmuteants-Style über schörkellos geradeaus gehende Rocker, Pisse-mäßiges Geschrammel und postpunkige Grooves bis hin zu kurzen Hardcore-Eruptionen ein bemerkenswertes Spektrum abdeckt. Alles davon funktioniert einwandfrei und wird von der Band in einer ultralässigen Darbietung aus dem Ärmel geschüttelt.

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Zhukov – EP II

Wunderbar abgefuckt erbauliches Gekloppe aus Christchurch, Neuseeland. Das hat ganz viel angefressenen Fuzzpunk an Bord, rustikale Garagenästhetik, eine Spur Hardcore und ultraklassische KBD-Qualitäten. Also alles was man für eine gesunde, vollwertige Beschallung braucht. Als Referenzen ziehe ich da mal Launcher, Crisis Man, Ill Globo, Glue oder Frühe Beast Fiend heran.

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The Busymen – Tick Tock

Garage Punk aus Brisbane. Diesmal von der ultra-altschuligen, jedoch ganz und gar nicht langweiligen, angenehm abgefreakten Sorte. Klar hat das jede Menge Stooges-Energie an Bord, die Orgelsounds lassen so einen subtilen 80er Flying Nun-Vibe durchschimmern und der Wilde hinter’m Mikro channelt so einen seltsamen Mix aus Iggy, Jad Fair, Mark E. Smith und einem Damo Suzuki, der gerade seinen siebten Kaffee gehabt hat.

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Dregs – The Worst

Fuzzy bis garagig angehauchtes Punkzeug gibt’s auf dem Minialbum der Dregs aus Austin zu goutieren, außerdem mit einer Spur von Hardcore und einer postpunkigen Note in ihrem Gitarrengebrate irgendwo zwischen Wipers und Negative Scanner – überwiegend simpel gestrickt, schnörkellos und hocheffizient in seiner Kraftübertragung.

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Cement Shoes – Too

Falls Garagecore tatsächlich ein valides Subgenre sein sollte, hat kaum eine Band in letzter Zeit jenes so perfekt auf den Punkt gebracht wie Cement Shoes aus Richmond, Virginia es auf ihrem neuen Minialbum abziehen. So unverfrohren wie hier teilweise ganz schön breitbeinige Riffs durch den Hardcorestall gejagt werden ohne der Band auch nur annähernd zum Fettnäpfchen zu werden, finde ich mehr als beeindruckend. Das alles mag unter anderem an einen Mix aus den Golden Pelicans, Ivy und frühen Kaleidoscope erinnern.

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