Lumpy & The Dumpers – Those Pickled Fuckers

Lumpy & The Dumpers - Those Pickled Fuckers

Äh… Wei­ter­ent­wick­lung? In einem Atem­zug mit die­ser Band? Jeden­falls haben Lumpy & The Dum­pers aus Saint Louis mal wie­der ein neues Häuf­chen Dung fal­len las­sen. Nach wie vor ist das im Umfeld von Noise, Punk und Garage zu ver­or­ten, aber was sie auf ihrer neu­es­ten EP fabri­zie­ren könnte man teil­weise schon als semi-kom­pe­tent bezeich­nen. Neu dazu kommt außer­dem ein zag­haf­ter Ein­satz elek­tro­ni­scher Lär­mer­zeu­gung und in Someone’s in the House hat sich über­ra­schend ein No-Wavi­ges Saxo­fon ver­irrt. Aber zu kei­nem Zeit­punkt droht das ganze auch nur annä­hernd nor­mal zu klin­gen. L&TD bewah­ren ihren rohen, abge­fuck­ten Charme.



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Flat Worms – Flat Worms

Flat Worms - Flat Worms

Flat Worms aus Los Ange­les dran­gen mir erst­mals vor andert­halb Jah­ren mit einer äußerst appe­tit­an­re­gen­den EP auf Volar Records ins Bewusst­sein. Jetzt hat die Band, die sich aus durch­aus bekann­ten Musi­kern mit Ver­bin­dun­gen zu u.a. Wet Illus­tra­ted, Kevin Morby, Oh Sees, Ty Segall und Sic Alps zusam­men­setzt, ihren ers­ten Lang­spie­ler – nahe­lie­gen­der Weise auf Castle Face – ver­öf­fent­licht. Die Platte passt natür­lich ganz her­vor­ra­gend ins Port­fo­lio des Labels mit ihrem ordent­lich Wind erzeu­gen­den, abge­fuz­z­ten Gara­ge­punk, den sie gele­gent­lich mit einer Mes­ser­spitze Noise und dem hier eher sub­ti­len, jedoch unver­meid­li­chen psy­che­de­li­schen Unter­ton ver­fei­nern.



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Datenight & Spodee Boy – Split 7″

Datenight & Spodee Boy - Split 7"

Das in Port­land ansäs­sige Label Drop Medium hat eine sehr nette Split-7″ raus­ge­hauen mit zwei Gara­ge­punk-Band­s/­Pro­jek­ten aus Nash­ville. Datenight spie­len davon eine etwas tra­di­tio­nel­lere Vari­ente mit die­sem gewis­sen 77er-Touch. Das Solo­pro­jekt Spodee Boy hin­ge­gen kommt hier noch mal eine Spur unter­ir­di­scher in sei­nem LoFi-Sound rüber als auf der eh schon sehr knar­zi­gen letz­ten EP. Klang­lich ist das irgendwo in der Nähe von Neo Neos und Won­der Bread zu ver­or­ten, aber auch dem jün­ge­ren Schaf­fen von Erik Ner­vous, der sich hier auch an einem Song betei­ligt, ist das nicht ganz unähn­lich.


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Andy Human & The Reptoids – Kill The Comma

Andy Human & The Reptoids - Kill The Comma

Die Punks aus Oak­land haben bis­her noch nie ent­täuscht und auch die neue 7″ auf Emo­tio­nal Response ist mal wie­der A-Mate­rial ohne beson­dere Über­ra­schun­gen. Eben ihr ganz eige­ner, unver­kenn­ba­rer Sound aus 77er-, Garage- und leicht ange­wa­ve­tem Post Punk.

Bruised – Bruised

Bruised - Bruised

Eine vor­züg­lich abge­hende Mix­tur aus Post-, Garage Punk und ein biss­chen Noise fin­det sich auf dem ers­ten Tape die­ser Band aus Chi­cago wie­der. Beson­ders ange­tan bin ich vom defi­ni­ti­ven High­light Satis­fy­ing Tex­ture, das einen aus­ge­präg­ten Geruch von Pink Flag-meets-Youth Of Ame­rica abson­dert.



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Leisure – Inferno

Leisure - Inferno

Leisure sind zwei Typen auf zwei Kon­ti­nen­ten, die zwi­schen ihren Heim­stu­dios in Lon­don und New York diverse Geräu­sche durch die See­ka­bel schie­ben. Das Ergeb­nis davon ist auf ihrem ers­ten Album zu hören und hat durch­aus sei­nen Charme. Synth- und Garage Punk, an dem Freunde von Useless Eaters, Skull Cult, Pow! oder Aus­mu­te­ants sicher eini­gen Gefal­len fin­den.



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Room 101 One Man Band – Room 101 One Man Band

Room 101 One Man Band - Room 101 One Man Band

Room 101 One Man Band ist das Pro­jekt eines gewis­sen Robert (Roburt?) Reynolds aus New Orleans, der hier­mit nach eini­gen EPs sei­nen ers­ten (mehr-oder-weniger-)Langspieler ablie­fert. Dar­auf gibt’s ganz wun­der­bar abge­fuck­ten Kra­wall zu hören, der auf aus­ge­spro­chen schräge Art und Weise zwi­schen Garage, Math- & Noise Rock, Post Punk und Hard­core rums­packt. Das klingt öfter mal nach Big Black in einer ver­dreh­ten Garage-Par­al­lel­welt, nach dem irren Noi­se­core von Soup­cans oder Vul­ture Shit. Aus diver­sen Dokus und mehr oder weni­ger bekann­ten Fil­men zusam­men­ge­klaute Visu­als wer­den gleich mit­ge­lie­fert.



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Radiation Risks – Headless Horseman

Radiation Risks - Headless Horseman

Die Band aus Buf­falo, New York schiebt hier nach einer sehr schö­nen EP im letz­ten Win­ter noch mal zwei strai­ghte Gara­ge­punk-Kra­cher ohne über­flüs­si­gen Bull­shit hin­ter­her.

Leather Towel – Leather Towel VI

Leather Towel - Leather Towel VI

Diese EP der Super­group (u.a. Mit­glie­der von Aus­mu­te­ants, Hie­rophants, Exhaus­tion) aus Mel­bourne ist eigent­lich schon ein ziem­lich alter Hut, aber jetzt zum ers­ten mal in digi­ta­ler Form zu bekom­men. Keine Über­ra­schun­gen hier. Es han­delt sich wie gehabt um schnör­kel­lo­sen Gara­ge­punk, der nichts anbren­nen lässt.

Lipups – 7ep2

Lipups - 7ep2

Die dritte EP der Band aus Tokyo (auf Band­camp für einen sehr, nun ja… japa­ni­schen, also recht gesal­ze­nen Preis zu bekom­men) gefällt mal wie­der mit einem sehr ver­spiel­ten Sound, der sich zu glei­chen Tei­len aus Garage- und Post­punk speist. Könnte man z.B. als eine post­pun­ki­gere Ver­sion von Rea­lity Group oder eine gara­ge­las­ti­gere inkar­na­tion von Marbled Eye bezeich­nen.