Strange Attractor - Good Boy Bad Boy

Da­mit hat­te ich ei­gent­lich gar nicht mehr ge­rech­net, ein knap­pes Jahr­zehnt nach dem letz­ten Le­bens­zei­chen der Ka­na­di­er. Aber in der Tat gibt es hier ei­ne neue LP der lie­bens­wert schrul­li­gen Stran­ge At­trac­tor zu be­wun­dern. Die ist von An­fang bis En­de ein mas­si­ves Brett ge­wor­den als wä­re kei­ne Se­kun­de ver­gan­gen seit ih­rer letz­ten EP, ihr Sound so ab­ge­han­gen wie eh und je in ih­rer pa­ten­tier­ten Mach­art, in der sie nur die olls­ten, ur­sprüng­lichs­ten Grund­zu­ta­ten des Ga­ra­ge Punk mit ei­ner ro­hen, um­ge­kämm­ten En­er­gie und At­ti­tü­de auf­la­den, die ih­nen letzt­end­lich doch ganz ei­gen ist. Mit be­ängs­ti­gen­der Fre­quenz und be­ein­dru­cken­der Leich­tig­keit wer­den hier die hoch­in­fek­tiö­sen Hooks von der Stan­ge ge­las­sen.

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Silicone Values - Bystander Apathy /​ When The Future Seems Futile

Die Band aus Bris­tol hat sich et­wa ein Jahr Zeit ge­las­sen für die neu­es­te in ei­ner Se­rie von bis­lang aus­nahms­los spek­ta­ku­lär zu nen­nen­den (di­gi­ta­len) Sin­gles. Ich freue mich ver­kün­den zu dür­fen, dass es auch über die­se zwei Songs nichts wirk­lich neu­es zu er­zäh­len gibt - die sind ein­fach zwei wei­te­re ma­kel­lo­se Meis­ter­stü­cke der me­lo­di­schen Post Punk und Power Pop mit kla­ren Echos von Buzzcocks, Te­le­vi­si­on Per­so­na­li­ties, Me­kons, De­spe­ra­te Bicy­cles und noch vie­len wei­te­ren Ar­te­fak­ten aus der über­wie­gend bri­ti­schen DIY Punk-Ver­gan­gen­heit.

Noch 'ne Runde Boozy…

Ein wie ge­wohnt hoch­wer­ti­ger Bat­zen von neu­en Sie­ben­zöl­lern und so­gar ei­ne CD von Ita­li­ens zu­ver­läs­si­ger Ga­ra­ge Punk-In­sti­tu­ti­on Good­bye Boo­zy Re­cords.
Bei Tee Vee Re­pair­man han­delt es sich mal wie­der um ein Pro­jekt von Ish­ka Ed­me­a­des, den ihr ver­mut­lich schon von so Haus­num­mern wie Sa­ta­nic To­gas, Set-Top Box, Re­se­arch Re­ac­tor Corp., Gee Tee, Re­mo­te Con­trol, Main­frame kennt… der Typ hat ge­fühlt in 90 Pro­zent des er­wei­ter­ten Wart­tman-Kos­mos sei­ne Fin­ger drin. Sa­gen wir mal, der Typ war in den letz­ten Jah­ren ei­ne ech­te Bank in die­se Blog und wird si­cher noch öf­ter auf­tau­chen, denn al­les was der an­fasst trans­for­miert spon­tan zu pu­rem Ga­ra­ge Punk- und Power Pop-Gold.
Ein deut­lich an­de­res Biest ist da die 7" von Way­ne Pain & The Shit Sta­ins - ei­ne simp­le und schön dum­me At­ta­cke des aus­ge­spro­chen old­schoo­li­gen Ga­ra­ge Punk mit dem ge­wis­sen Rocka­bil­ly-Ein­schlag.
Von letz­te­rem ha­ben auch Qinqs et­was ab­be­kom­men, al­ler­dings riecht das bei de­nen we­ni­ger nach Cramps son­dern mehr nach The Fall - The Gre­at White Won­der hät­te man pas­sen­der mit How i re-wro­te Ela­s­tic Man be­ti­teln kön­nen aber auch jün­ge­res Zeug á la Shark Toys, Ex Cult, Par­quet Courts oder The UV Race steckt da ir­gend­wie mit drin.
Die neu­es­te EP der Mys­te­riö­sen Zo­ids ist auch mal wie­der ein lie­bens­wert schrul­li­ges Mach­werk des so ex­zen­tri­schen wie mi­ni­ma­lis­ti­schen Elec­t­ro-/Space-/Ga­ra­ge Punk ge­wor­den des­sen Vi­be ei­ni­ges von Sui­ci­de-meets-Me­tal Ur­bain /​ Dr. Mix and the Re­mix an sich hat. Und ja, fickt Vi­nyl. Die Zu­kunft ge­hört der Com­pact Disc Bro.
Die Tracks von Dad­gad auf ei­ner Split-EP bil­den dann die per­fek­te Über­lei­tung vom er­wähn­ten Space Punk hin zu den Songs von noch so 'nem an­de­ren üb­li­chen Ver­däch­ti­gen der hier auf den na­men Zhoop hört… aber si­cher auch als Feed, Djinn, Brund­le oder was auch im­mer ein Be­griff ist. Mir doch egal, ist al­les gei­ler Scheiß.

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Légumes Sex - LPette

Ein übeflie­ßen­des Fass des Ver­gnü­gens, die neu­es­te LP(ette) ei­nes Du­os aus Mon­treuil, Frank­reich. Dar­auf er­zeu­gen die ei­nen Mix aus Ga­ra­ge Punk, old­schoo­li­gem In­die Rock, Fuzz- und Jang­le Pop, der an ei­ne gan­ze Rei­he mehr oder we­ni­ger ak­tu­el­ler Bands er­in­nert wie Dumb Punts, Woo­len Men, Her­me­tic, Land­li­nes, The Ex­bats, Tape/​Off… oder viel­leicht ei­ne bo­den­stän­di­ge­re Va­ri­an­te von P.S. I Love You so­wie an al­te In­diero­cker á la Ar­chers Of Lo­af und Su­perch­unk. Lezt­zend­lich stellt die Plat­te auch mal wie­der bes­tens un­ter Be­weis, dass wer aus­rei­chend hart­nä­cki­ge Me­lo­dien zu lie­fern ver­steht, gar kein gro­ßes Spek­ta­kel auf­fah­ren muss.

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Klint - Guilty

Noch mehr gu­tes Fut­ter vom Syn­th-/Elec­t­ro Vi­king Punk-Ma­es­tro Klint auf ei­ner schnie­ken Com­pi­la­ti­on, die ne­ben dem di­gi­ta­len Re­lease auch in Form wie­der­ver­wer­te­ter Kas­set­ten ein neu­es Zu­hau­se sucht - dem kann ich na­tür­lich nur ap­plau­die­ren! Hier ha­ben wir al­so ei­ne Mi­schung aus al­tem Scheiß den ihr viel­leicht schon kennt, al­tem Scheiß den ihr ver­mut­lich noch nicht kennt und neu­em Scheiß, den ihr de­fi­ni­tiv noch nicht ge­hört habt. Oh, und oben­drein wä­re da noch die An­ge­le­gen­heit um ein paar lan­ge ver­schol­len ge­glaub­te Wachs­zy­lin­der zu er­wäh­nen, wun­der­bar roh und un­ge­hört seit ca. 1904-1912. Krank!

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Witch Piss - Tape 1

Ei­ne kur­ze und schmerz­lo­se At­ta­cke aus Ga­ra­ge- und Syn­th Punk, glei­cher­ma­ßen cat­chy und schred­dernd, von ei­ner Band oder Per­son aus Si­mi Val­ley, Ka­li­for­ni­en. Das hat durch­aus ei­ni­ges von so Gen­re-Haus­num­mern wie S.B.F., The Gobs, Slim­ex, Ghoulies, Quit­ter oder C.H.I.M.P - ne­ben vie­len an­de­ren - und muss sich da­hin­ter auch kei­nes­wegs ver­ste­cken.

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Itches - Kingdom Upstairs

Die neu­es­te EP die­ser Band aus Ant­wer­pen ist ein ein­wand­frei los­ge­hen­der Arsch­tre­ter aus Grund­zu­ta­ten des ten­den­zi­ell eher tra­di­tio­nel­len, aber dan­kens­wer­ter Wei­se im­mer so­li­de kon­stru­ier­ten Ga­ra­ge Punks, fest ver­an­kert in durch­weg ex­zel­len­ter Song-Sub­stanz mit dem ge­wis­sen Bri­tish In­va­si­on-Flair á la Re­so­nars, an­sons­ten auch nicht ganz un­ähn­lich zu Bands wie Da­dar, Shit­ty Life, Mi­t­raille, Big Ba­by oder Sau­na Youth.

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Cheap Heat - Demo 2022

Die­se Band aus Schenec­ta­dy, New York tritt ei­nen mas­si­ven Sturm des leicht motö­ri­sier­ten Lärms los auf ih­rem De­mo­tape, ir­gend­wo zwi­schen den Eck­punk­ten von Ga­ra­ge Punk, Hard­core und Slea­ze Rock. Ei­ne vor­züg­lich ent­flamm­ba­re Mix­tur ist das, die auch in der Ge­sell­schaft von so Zeug wie Ce­ment Shoes, Po­lu­te, Hip­py­fu­ckers, Flea Col­lar, Doll­house oder Cülo ei­ne gu­te Fi­gur macht… und oben­drein hat das viel­leicht auch noch ei­nen Hauch von Hüs­ker Dü's Hard­core-Ära in­ne.

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Die TV - Side D

Sei­te nume­ro vier vom Ga­ra­ge-Trou­ba­dor Die TV aus Mar­mo­ra, New Jer­sey ist er­neut ein grund­so­li­der Bat­zen an Ga­ra­ge-/Syn­th-/Elek­tro­punk-Mi­nia­tu­ren er­le­se­ner Qua­li­tät. Viel mehr hab ich da auch nicht zu sa­gen au­ßer wie schon zu den Vor­gän­gern: Freun­de von Schräg­hei­ten im gro­ben Um­feld et­wa von Power­plant, Sta­lins of Sound, Erik Ner­vous, The Spits, Set-Top Box, Di­gi­tal Lea­ther… Froh­lo­cket!

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Cool Sorcery - The Definitive Step​-​by​-​Step Dance Guide for Warlord Necromancers and Enthusiasts

Ei­ne neue EP der fa­mo­sen bra­si­lia­ni­schen Egg­punk-Haus­num­mer Cool Sorcery aka Mar­cos As­sis, des­sen Sound bis­her mit je­der Ver­öf­fent­li­chug et­was am­bi­tio­nier­ter wur­de. Ent­spre­chend ist auch der neu­es­te Streich ein wun­der­ba­res, struk­tu­rier­tes Cha­os, das glei­cher­ma­ßen In­spi­ra­ti­on aus 70er Hard- und Pro­gres­si­ve Rock zu zie­hen scheint wie auch von ein­schlä­gi­gen Ver­tre­tern der ge­gen­wär­ti­gen Ga­ra­ge- und Syn­th­punk-Sze­ne.

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