Lysol – Teenage Trance / Chemical Reaction

Mit ihrer neuen 7″ (?) auf Neck Chop Records feuert die Band aus Seattle mal wieder zwei unaufhaltsam vorwärts schiebende Garagepunk-Attacken ab, für die man eigentlich einen Waffenschein benötigt.

Mit ihrer neuen 7″ (?) auf Neck Chop Records feuert die Band aus Seattle mal wieder zwei unaufhaltsam vorwärts schiebende Garagepunk-Attacken ab, für die man eigentlich einen Waffenschein benötigt.

Die ersten drei in einer Reihe von Cassingles dieser Band aus Los Angeles wissen ausgesprochen gut zu gefallen mit einem Hybrid aus Post- und Garagepunk, der z.B. etwas an Reality Group oder Lipups erinnert, gelegentlich auch mal an die ganz frühen Slovenly.

Sind jetzt wirklich schon vier Jahre vergangen seit dem letzten Album? Jedenfalls klingt das neue so als wär kein Tag vergangen. Erneut wird hier ein ruheloses Garage-Feuerwerk von der Leine gelassen. Ohne den perkussiven Wahnsinn des Vorgängers zwar, dafür mit einem zunehmend melancholischen Unterton und gesteigertem R’n’B-Faktor ausgestattet. Immer noch verdammt gut.

Die aktuelle EP der Elektro-/Garagepunk-Formation aus Los Angeles ist mal wieder ein ausgesprochen spaßiger Volltreffer geworden. Mit sechs Songs in weniger als zehn Minuten lässt sich das in einem Schluck weghören wie eine stärker Noise-orientierte Variante von S.B.F. oder Race Car.

In meinen Augen vermochten es die bisherigen Veröffentlichungen der Straight Arrows aus Sydney nicht so recht aus dem unüberschaubaren Sumpf von soliden aber uninspirierten Garagenbands herauszustechen. Ganz anders ist das auf ihrer neuesten 7″, auf der sie zwar ebenfalls das Rad nicht neu erfinden, dafür aber songmäßig zwei mal voll ins Schwarze treffen.

Gleich noch mal sehr netter Synthpunk. Die Deletions aus Harrisburg, Pennsylvania tauchten hier ja schon mal mit ihrem letzten Langspieler Hungers auf. Ihr neues Tape behält dessen verschrobenen LoFi-Charme aufrecht und hat nach wie vor etwas von Digital Leather oder frühen The Faint, bringt darüber hinaus aber auch einen gewissen Garagenfaktor mit.

Auf Album numero fünf setzen die texanischen Punks um Mark Ryan (Radioactivity, Marked Men) die Entwicklung des letzten Langspielers fort. Weniger Garagenlärm, dafür jede Menge pulsierender Synth- und Elektropunk. Wie immer eine runde Sache.

Mal wieder was neues von der Ein-Mann-Band aus Minneapolis, deren kaputte Furzgeräusche ich im Laufe der vergangenen ein, zwei Jahre liebgewonnen hab wie kaum was anderes. Auch das neue Minialbum glänzt mit mehr vom gleichen: Zehn zeitlose Evergreens aus anspruchsvollem Garagepunk, ein Fest für musikalische Feinschmecker.


Gleich zwei neue Veröffentlichungen haben Rik & The Pigs aus Olympia, Washington in den vergangenen Wochen auf uns losgelassen. Die Blue Jean Queen 7″ kommt dabei aus dem guten Hause Feel It Records und die Mini-LP A Child’s Gator vom Garage-Qualitätslabel Total Punk Records. Wie gewohnt gibt’s hochentflammbaren Garage-Rock’n’Roll auf die Ohren, der sich schamlos aus der 77er Grabbelkiste bedient und vereinzelt auch mal powerpoppige Zwischentöne zulässt.

Ach je, wie soll ich das denn schon wieder beschreiben? Okay… der Tellerrand von Patty aus Oakland reicht von postpunkigem Garagenzeug á la Parquet Courts oder Uranium Club auf der einen Seite – hin zu einem eklektischen Mix aus Post-Reunion Mission Of Burma meets Minutemen meets Shudder To Think auf der anderen.Irgendwo im Chaos versteckt kann man auch noch etwas Devo und B52’s ausmachen. Klingt gut? Klingt gut.